Diplomarbeit, 2008
121 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
2. Grundlagen des bankaufsichtlichen Eigenkapitalbegriffs
2.1. Bankenaufsicht
2.1.1. Erklärungsansätze für Bankenaufsicht
2.1.2. Rechtlicher Rahmen der Bankenaufsicht
2.1.3. Institutioneller Rahmen der Bankenaufsicht
2.1.4. Internationalisierung der Bankenaufsicht
2.1.4.1. Grundlagen
2.1.4.2. Baseler Ausschuss
2.1.4.3. Europäische Union
2.1.4.4. CEBS
2.2. Eigenkapitalanforderungen als zentrales Regelungselement der Bankenaufsicht
2.2.1. Grundlagen des regulatorischen Eigenkapitalbegriffs
2.2.2. Eigenkapital als Bezugsgröße für bankaufsichtliche Normen
2.2.3. Meilensteine der Bankenaufsicht in Bezug auf den Eigenkapitalbegriff
3. Kernkapital als Element des bankaufsichtlichen Eigenkapitals
3.1. Das aufsichtsrechtliche Eigenkapital und seine Bestandteile
3.1.1. Grundlagen
3.1.2. Haftendes Eigenkapital
3.1.2.1. Kernkapital
3.1.2.2. Ergänzungskapital
3.1.3. Drittrangmittel
3.2. Kernkapital als Determinante für die Eigenmittel
4. Innovative Formen des Kernkapitals und deren bankaufsichtliche Behandlung
4.1. Grundlagen und Definitionen innovativer Kernkapitalformen
4.1.1. Grundlagen
4.1.2. Der zeitbezogene Definitionsansatz
4.1.3. Der Definitionsansatz im weiteren Sinne
4.1.4. Der hybridkapitalbezogene Definitionsansatz
4.1.5. Der rückzahlungsanreizbezogene Definitionsansatz
4.1.6. Ableitung einer Definition für innovatives Kernkapital
4.2. Ausgestaltungsformen innovativer Kernkapitalinstrumente
4.2.1. Grundlagen
4.2.2. DZ Bank Tier 1 Perpetual Limited Recourse Securities
4.2.3. HSH Nordbank SPHERE Securities
4.2.4. St. George Step-up Preference Shares
4.2.5. Würdigung der Instrumente aus bankbetrieblicher Sicht
4.3. Aufsichtsrechtliche Reaktion auf innovative Kernkapitalformen
4.3.1. Die Leitlinien des Baseler Ausschusses vom Oktober 1998
4.3.2. Die Pressemitteilung des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen vom 27.Oktober 1998
5. Innovative Instrumente als Problemfeld der Bankenaufsicht
5.1. Grundlagen
5.2. Schwierigkeiten bei der Erreichung eines Level Playing Fields
5.2.1. Allgemeine Problematik
5.2.1.1. Grundlagen
5.2.1.2. Rechtliche Durchsetzbarkeit der Baseler Leitlinien
5.2.2. Unterschiedliche nationale Umsetzungen der Baseler Leitlinien
5.2.2.1. Auslegungsproblematik
5.2.2.2. Status quo in Europa
5.2.2.3. Status quo in Deutschland
5.2.3. Zwischenresümee
5.3. Aufrechterhaltung der Qualität des Kernkapitals
5.3.1. Qualitative Anforderungsmerkmale an Kernkapital
5.3.2. Dauerhaftigkeit und hybride Kernkapitalinstrumente
5.3.2.1. Innovative Instrumente
5.3.2.2. Weitere hybride Instrumente
5.3.3. Haftungsfunktion und hybride Kernkapitalinstrumente
5.3.3.1. Innovative Instrumente
5.3.3.2. Weitere hybride Instrumente
5.3.4. Verlustausgleichsfunktion und hybride Kernkapitalinstrumente
5.3.4.1. Innovative Instrumente
5.3.4.2. Weitere hybride Instrumente
5.3.5. Zwischenresümee
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, die durch die Emission innovativer Kernkapitalinstrumente bei Kreditinstituten für die nationale und internationale Bankenaufsicht entsteht, mit dem Ziel, die resultierenden Problemfelder zu definieren und zu konkretisieren.
4.2. Ausgestaltungsformen innovativer Kernkapitalinstrumente
Ihren Ursprung haben die innovativen Kernkapitalformen Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts in Spanien bei der Banco Santander. In Europa traten sie erstmals Ende des letzten Jahrhunderts auf. Insbesondere Banken in den Niederlanden, Frankreich und Italien taten sich als Initiatoren bei der Emission hervor. Deutsche Kreditinstitute begannen erstmals im Jahr 1998 Instrumente dieser Art auszugeben. Die definitorische Uneinheitlichkeit im Bezug auf den Begriff der innovativen Kernkapitalformen erschwert eine Marktübersicht über diese Instrumente in erheblichem Maße. Bis zum Ende des Jahres 1999 initiierten drei deutsche Großbanken insgesamt elf öffentliche innovative Kernkapitalemissionen.
Dabei betrug das Nominalvolumen der Instrumente 1,5 Mrd. EUR, 3,215 Mrd. USD, 1 Mrd. DM sowie 0,1 Mrd. GBP. Zum jeweiligen Umrechnungskurs des 31.12.1999 entsprach dies einem Volumen von 4,313 Mrd. EUR. Als Vergleichswert dazu betrug der Gesamtbetrag des Kapitals und der Rücklagen der Monetären Finanzinstitute zum gleichen Zeitpunkt in Deutschland 277 Mrd. EUR. Zwischen 1998 und dem Jahr 2003 betrug das Emissionsvolumen weltweit rund 70 Mrd. EUR. Zum Stichtag 31.12.2006 ergab sich in 22 europäischen Staaten ein Gesamtvolumen der innovativen Kernkapitalinstrumente von näherungsweise 181 Mrd. EUR.
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die strategische Bedeutung des Eigenkapitals für Banken und führt in die Thematik der innovativen Kernkapitalinstrumente als Mittel zur Kapitalerweiterung ein.
2. Grundlagen des bankaufsichtlichen Eigenkapitalbegriffs: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit der Bankenaufsicht und beschreibt den institutionellen und rechtlichen Rahmen der regulatorischen Eigenkapitalbestimmungen.
3. Kernkapital als Element des bankaufsichtlichen Eigenkapitals: Hier werden die Bestandteile des aufsichtsrechtlichen Kernkapitals detailliert aufgearbeitet und ihre Rolle als Determinante für die Eigenmittel definiert.
4. Innovative Formen des Kernkapitals und deren bankaufsichtliche Behandlung: Der Fokus liegt auf der Definition und den Ausgestaltungsformen innovativer Instrumente sowie der aufsichtsrechtlichen Reaktion durch den Baseler Ausschuss und das BAKred.
5. Innovative Instrumente als Problemfeld der Bankenaufsicht: Dieses Kapitel analysiert die Herausforderungen bei der Erreichung eines Level Playing Fields sowie die Problematik der Qualitätsbewahrung des Kernkapitals bei hybriden Instrumenten.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige regulatorische Entwicklungen, insbesondere im Hinblick auf Basel III und die europäische Harmonisierung.
Bankenaufsicht, Kernkapital, Eigenkapital, Innovative Kernkapitalinstrumente, Hybrides Kapital, Tier 1, Baseler Ausschuss, Sydney-Erklärung, Level Playing Field, Gläubigerschutz, KWG, Aufsichtsarbitrage, Verlustausgleichsfunktion, Haftungsfunktion, Dauerhaftigkeit.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entstehung und bankaufsichtlichen Behandlung innovativer Kernkapitalinstrumente bei Kreditinstituten, die als Reaktion auf knappe Eigenkapitalressourcen entstanden sind.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Eigenkapital, die regulatorische Einordnung hybrider Kapitalformen durch Baseler Leitlinien und nationale Aufsichtsbehörden sowie die bankbetriebliche Würdigung dieser Instrumente.
Ziel der Arbeit ist es, die Problemfelder zu identifizieren und zu konkretisieren, mit denen sich die Bankenaufsicht bei der Behandlung innovativer Kernkapitalformen konfrontiert sieht.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analysierenden Methode, welche die theoretischen Grundlagen der Eigenkapitaldefinition mit praktischen Fallbeispielen und einer Auswertung aufsichtsrechtlicher Stellungnahmen (insb. des Baseler Ausschusses) verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in die bankaufsichtlichen Grundlagen, eine detaillierte Systematisierung innovativer Kernkapitalformen, die Analyse konkreter Finanzinstrumente sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Aufrechterhaltung der Kernkapitalqualität.
Zu den prägenden Begriffen gehören unter anderem Bankenaufsicht, Kernkapital, hybrides Kapital, Baseler Leitlinien (Sydney-Erklärung) und das Level Playing Field.
Der Autor definiert diese Instrumente als dem Kernkapital anrechenbare Vehikel, die ihren innovativen Charakter durch eine gewisse zeitliche und ausgestaltungsbezogene Neuartigkeit besitzen, wobei er sich primär an der Sydney-Erklärung orientiert.
Diese Praxisbeispiele dienen dazu, die komplexe Konstruktion innovativer Instrumente (wie SPV Preferred Securities) zu veranschaulichen und die abstrakten regulatorischen Anforderungen an konkreten Emissionsstrukturen zu prüfen.
Der Autor vertritt die Ansicht, dass die Qualität der innovativen Instrumente im Vergleich zum traditionellen Kernkapital abnimmt, da sie oft weniger stark ausgeprägte Verlustausgleichs- und Haftungsfunktionen besitzen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

