Bachelorarbeit, 2021
46 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Erziehungs- und Bildungspraxis als Dialog
2.2 Soziale Arbeit als Herrschaftssicherung oder revolutionäre Praxis
3. Analyse der kapitalistischen Produktionsweise
3.1 Eine ungeheure Warensammlung
3.2 Geld wird zum Selbstzweck
3.3 Über die Enteignung der Arbeitskraft
3.4 Der Zweck heiligt die Mittel – Der kapitalistische Produktionsprozess
3.5 Anekdote zur Steigerung des Mehrwerts
3.6 Die (vermeintlich) unendliche Geschichte des Kapitals
4. Klassengesellschaft und Ungleichheit
4.1 Systemsprenger Arbeitslose? Fehlanzeige!
4.2 Zur Ungleichheit des gesellschaftlichen Reichtums
4.2.1 Einkommensverteilung
4.2.2 Vermögensverteilung
4.3 Neoliberalismus als Ideologie der kapitalistischen Produktionsverhältnisse
5. Psychische Gesundheit und kranke Gesellschaft
5.1 Menschliche Bedürfnisse
5.2 Gesundheit, Krankheit und Behinderung
6. Kapitalistische Destruktion der psychischen Gesundheit
6.1 Entfremdete Arbeit
6.2 Ungleiche Verteilung der psychischen Gesundheit
7. Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der kapitalistischen Produktionsweise und der Beeinträchtigung psychischer Gesundheit. Dabei wird analysiert, inwiefern strukturelle Bedingungen der aktuellen Wirtschaftsordnung die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse systematisch erschweren und welche Perspektiven sich daraus für eine kritisch-reflexive Soziale Arbeit ergeben.
3.1 Eine ungeheure Warensammlung
Wie also bereits durch das oben kurz angeführte und das später noch zu konkretisierende Menschenbild ersichtlich wird, leistet der Mensch durch den Stoffwechsel mit der Natur zwangsläufig Arbeit und produziert hierbei einen gesellschaftlichen Reichtum, der sich zumeist in Gestalt von Produkten materialisiert und insbesondere durch die kapitalistische Produktionsweise, die es hier zu beleuchten gilt, als eine „ungeheure Warensammlung“ erscheint. Das gesellschaftliche Zusammenleben erzeugt so materielle Produkte sowie ihnen gleichwertige immaterielle Dienstleistungen, denen die Eigenschaft inhärent ist, dass sie im Gebrauch und der Konsumtion eine spezifische Nützlichkeit aufweisen, was sich qualitativ in ihrem Gebrauchswert ausdrückt. Zur besseren Veranschaulichung soll hier und im Folgenden als Warenbeispiel ein produzierter Kuchen dienen, dessen Essbarkeit sein Gebrauchswert darstellt.
Wurden vor der Dominantwerdung der kapitalistischen Produktionsweise Produkte vor allem für den Eigenbedarf (Subsistenzwirtschaft), mit Abzug einer gewissen „Fronarbeit“ für den Herrscher, produziert, so ist es heute der Regelfall, dass Waren vollends für den Tausch produziert werden. Der Konditor produziert also einen für den Tausch bestimmten Kuchen, der hierdurch nun eine Warenform annimmt und einen „Tauschwert“ erhält, der sich quantitativ bemisst und beispielsweise ermöglicht, dass ein bestimmtes Quantum an Kuchen gegen ein bestimmtes Quantum an Schuhen getauscht werden kann.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, ob die kapitalistische Produktionsweise als ursächlich für die zunehmende Beeinträchtigung psychischer Gesundheit und soziale Ungleichheit angesehen werden kann.
2. Theoretische Grundlagen: Hier wird der Mensch als soziales Wesen definiert und der Rahmen für eine kritische, dialektische Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse geschaffen.
3. Analyse der kapitalistischen Produktionsweise: Dieses Kapitel dekonstruiert zentrale ökonomische Begriffe wie Ware, Geld, Kapital, Mehrwert und Arbeitskraft auf Basis der Marxschen Theorie.
4. Klassengesellschaft und Ungleichheit: Die strukturelle Spaltung der Gesellschaft in Klassen und die Auswirkungen von Einkommens- und Vermögensungleichheit werden kritisch beleuchtet.
5. Psychische Gesundheit und kranke Gesellschaft: Auf Basis humanistischer Psychoanalyse nach Erich Fromm werden menschliche Grundbedürfnisse den Anforderungen der modernen Leistungsgesellschaft gegenübergestellt.
6. Kapitalistische Destruktion der psychischen Gesundheit: Es wird die direkte Kausalität zwischen entfremdeter Lohnarbeit, gesellschaftlichem Fetischismus und der empirisch belegbaren Verschlechterung psychischer Gesundheit nachgewiesen.
7. Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit: Abschließend werden Strategien diskutiert, wie Soziale Arbeit als kritische Praxis zur Überwindung dieser Verhältnisse beitragen kann.
8. Fazit: Die Arbeit resümiert die Ergebnisse und fordert eine politisierte Soziale Arbeit, die sich für eine menschengerechtere Gesellschaftsordnung einsetzt.
Kapitalismus, Soziale Arbeit, Psychische Gesundheit, Entfremdung, Mehrwert, Ungleichheit, Neoliberalismus, Klassenverhältnisse, Bedürfnisse, Marx, Ausbeutung, Partizipation, Kritik, Salutogenese, Arbeitskraft.
Die Arbeit untersucht, inwieweit die kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung direkt für die Gefährdung der psychischen Gesundheit verantwortlich ist.
Zu den Kernbereichen zählen die marxistische Analyse ökonomischer Strukturen, die kritische Theorie, die Soziologie der Ungleichheit sowie Ansätze der Sozialpsychiatrie.
Ziel ist es, den Kausalzusammenhang zwischen kapitalistischer Produktionsweise und psychischer Belastung aufzuzeigen und Handlungsansätze für eine antikapitalistisch orientierte Soziale Arbeit zu formulieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine dialektische Methode und ein kritisches Wissenschaftsverständnis, das Theorie und gesellschaftliche Praxis miteinander verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse ökonomischer Mechanismen (Kapital, Ware), die Untersuchung sozialer Ungleichheit und die Erläuterung menschlicher Grundbedürfnisse nach Erich Fromm.
Wesentliche Begriffe sind Kapitalismus, Entfremdung, Soziale Arbeit, psychische Gesundheit, Klassenverhältnisse und Ausbeutung.
Es dient dazu zu erklären, warum menschliche Arbeit im aktuellen System nicht zur Selbstverwirklichung, sondern zur objektiven Entfremdung und psychischen Belastung führt.
Dies ist ein praxisorientierter Ansatz, der darauf abzielt, bei den Adressat:innen ein Konfliktbewusstsein zu schaffen und sie zur Selbstorganisation gegenüber struktureller Unterdrückung zu befähigen.
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