Diplomarbeit, 2007
62 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung
2 Grundlagen interner Verrechnungspreise
2.1 Begriffliche Abgrenzung
2.2 Funktionen interner Verrechnungspreise
2.3 Zielkonflikte
2.4 Steuerrechtliche Rahmenbedingungen
3 Betriebswirtschaftliche Formen interner Verrechnungspreise
3.1 Überblick
3.2 Marktpreisorientierte Verrechnungspreise
3.3 Kostenorientierte Verrechnungspreise
3.3.1 Grundstruktur
3.3.2 Grenzkosten als Verrechnungspreis
3.3.3 Vollkosten als Verrechnungspreis
3.3.4 Vollkosten plus Gewinnaufschlag als Verrechnungspreis
3.4 Verrechnungspreise als Ergebnis von Verhandlungen
4 Steuerliche Methoden zur Ermittlung interner Verrechnungspreise
4.1 Überblick
4.2 Transaktionsbezogene Standardmethoden
4.2.1 Preisvergleichsmethode
4.2.2 Wiederverkaufspreismethode
4.2.3 Kostenaufschlagsmethode
4.2.3.1 Grundstruktur
4.2.3.2 Ist-, Normal- und Vollkosten
4.2.3.3 Voll- und Teilkosten
4.2.3.4 Gewinnaufschlag
4.3 Gewinnbezogene Methoden
4.3.1 Gewinnaufteilungsmethode
4.3.2 Gewinnvergleichsmethode
4.3.3 Transaktionsbezogene Netto-Margen-Methode
4.4 Anerkennung der Methoden
5 Schlussbetrachtung
Diese Arbeit zielt darauf ab, die verschiedenen betriebswirtschaftlichen Formen und steuerlichen Ermittlungsmethoden von internen Verrechnungspreisen in multinationalen Konzernen zu analysieren, deren Anwendbarkeit zu bewerten und die mit ihrer Festlegung verbundenen Zielkonflikte sowie steuerlichen Rahmenbedingungen aufzuzeigen.
3.3.2 Grenzkosten als Verrechnungspreis
Existiert für das (Zwischen-) Produkt kein externer Markt, können Verrechnungspreise auf der Basis von Grenzkosten des leistenden Bereichs angesetzt werden. Hierbei werden nur diejenigen Kosten einbezogen, die mit jeder weiteren produzierten Mengeneinheit zusätzlich anfallen. Ist der zu erzielende Preis höher als die Grenzkosten des leistenden Bereichs, lohnen sich die Produktion und der Absatz zusätzlicher Mengeneinheiten. Folglich wird nach derjenigen Menge gesucht, die zu einer Maximierung des Gesamtergebnisses des Unternehmens beiträgt. Fraglich ist hierbei, wie der Verrechnungspreis angesetzt werden soll, damit der leistende und der beziehende Bereich dieselbe Menge wählen, die aus Gesamtunternehmenssicht optimal ist.
Der Ansatz, Verrechnungspreise als Grenzkosten festzulegen, basiert auf einem Modell von Hirshleifer aus dem Jahr 1956. Dabei wird von einem zweistufigen Produktionsprozess ausgegangen, bei dem eine Lagerung ausgeschlossen ist und die Kosten- und Erlösfunktionen den Bereichsleitern bekannt sind. Unter Koordinationsgesichtspunkten optimale Verrechnungspreis wird dabei von Hirshleifer unter der zusätzlichen Annahme, dass kein externer Markt existiert, aus der Zielfunktion des Gesamtunternehmens abgeleitet. Bei seinen Ausführungen geht Hirshleifer zudem davon aus, dass nur Grenzkosten das Koordinationsproblem lösen und eine optimale Mengenausbringung des internen Leistungsaustauschs aus der Sicht des Gesamtunternehmens ermöglichen.
Die Problematik grenzkostenbasierter Verrechnungspreise besteht allerdings darin, alle relevanten Größen zu erfassen, da die einzelnen Bereiche i.d.R. nur über Informationen ihrer eigenen Kosten- und Erlösfunktionen verfügen. Daher erfolgt die Abstimmung der optimalen Menge über eine zentrale Stelle, die für beide Bereiche einen gültigen Verrechnungspreis festsetzt.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Verrechnungspreise im Zuge der Globalisierung als zentrales Instrument für Koordination und steuerliche Ergebnisabgrenzung.
2 Grundlagen interner Verrechnungspreise: Dieses Kapitel definiert Verrechnungspreise, erläutert ihre Funktionen – wie Lenkung und Erfolgsermittlung – und thematisiert Zielkonflikte sowie die steuerlichen Rahmenbedingungen inklusive des Fremdvergleichsgrundsatzes.
3 Betriebswirtschaftliche Formen interner Verrechnungspreise: Es werden marktpreisorientierte und kostenorientierte Ansätze sowie Verhandlungslösungen untersucht, wobei deren Eignung zur Steuerung und Erfolgsmessung im Konzern kritisch hinterfragt wird.
4 Steuerliche Methoden zur Ermittlung interner Verrechnungspreise: Dieses Kapitel detailliert die verschiedenen steuerlichen Ansätze, unterteilt in transaktionsbezogene Standardmethoden und gewinnbezogene Methoden, und prüft deren internationale Anerkennung.
5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass kein Patentrezept für Verrechnungspreise existiert, und betont die Notwendigkeit einer individuellen Gestaltung unter Einhaltung des Fremdvergleichsgrundsatzes.
Verrechnungspreise, Konzern, Fremdvergleichsgrundsatz, Steuerrecht, Koordinationsfunktion, Erfolgsermittlung, Kostenorientierung, Marktpreisorientierung, Gewinnaufteilung, OECD-Richtlinie, Grenzkosten, Vollkosten, Verhandlungslösung, Transferpreise, Gewinnverlagerung
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung von internen Verrechnungspreisen in multinationalen Konzernen, sowohl unter betriebswirtschaftlichen als auch unter steuerlichen Gesichtspunkten.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen, verschiedene Formen der betriebswirtschaftlichen Preisermittlung sowie die international anerkannten steuerlichen Methoden zur Bestimmung angemessener Verrechnungspreise.
Das Ziel ist die Analyse der verschiedenen Verrechnungspreismodelle, um deren Vor- und Nachteile sowie deren Eignung für die Steuerung dezentraler Unternehmensbereiche und die steuerliche Konformität zu beleuchten.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um den aktuellen Stand der Betriebswirtschaftslehre und des internationalen Steuerrechts in Bezug auf Verrechnungspreise aufzuarbeiten und anhand von Modellen zu veranschaulichen.
Der Hauptteil gliedert sich in betriebswirtschaftliche Formen (Marktpreise, Kostenorientierung, Verhandlungslösungen) und steuerliche Ermittlungsmethoden (Standard- und Gewinnmethoden) sowie deren Akzeptanz durch Finanzbehörden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Verrechnungspreise, Konzernbesteuerung, Fremdvergleichsgrundsatz, Gewinnermittlung und Koordination beschreiben.
Ein wesentliches Problem ist die willkürliche Verteilung von Fix- und Gemeinkosten, die zu Fehlentscheidungen führen kann, da Bereichsmanager das Kostenbewusstsein für variable Entscheidungen verlieren.
Die Kritik entzündet sich an der Annahme, dass die Profitabilität zwingend Rückschlüsse auf angemessene Verrechnungspreise zulässt, während tatsächlich viele andere Faktoren den Gewinn eines Unternehmens beeinflussen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

