Masterarbeit, 2021
104 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Ziel und Forschungsfrage
1.3. Abgrenzung der Arbeit
1.4. Gang der Untersuchung
2. Theoretische und empirische Erklärungsansätze zur Dividendenzahlung
2.1. Modigliani / Miller Irrelevanztheorem
2.1.1. Modellerläuterung des Modigliani / Miller Irrelevanztheorems
2.1.2. Kritik am Irrelevanztheorem
2.2. Realitätsnahe Ausschüttungstheorien
2.2.1. Auswirkungen des Steuersystems auf die Ausschüttung
2.2.2. Dividendenmodell von J. Lintner
2.2.3. Ausschüttungen im Zusammenhang mit der Agency-Theorie
2.2.4. Beschreibung der Pecking-Order- und Trade-Off-Theorie
2.2.5. Signaling-Theorie der Dividendenausschüttung
2.3. Empirische Analysen der Dividendenausschüttung
2.3.1. Empirische Evidenz im Kontext der Signaling-Theorie
2.3.2. Empirische Evidenz im Zusammenhang mit der Agency-Theorie
2.3.3. Zwischenfazit zur empirischen Analyse
3. Herleitung der zu untersuchenden Unternehmensdeterminanten
3.1. Theorieverknüpfung
3.2. Kennzahlengenerierung und Hypothesenbildung
4. Aufstellung des Modells und Wahl der Methode
4.1. Beschreibung der Stichprobe und der Datenquelle
4.2. Säuberung und Aufbereitung der Daten
4.3. Wahl der Methode anhand der vorliegenden Daten
5. Durchführung der Tests anhand der Modelle
5.1. Erstellung der deskriptiven Datenanalyse
5.2. Korrelationsanalyse der Modell-Prädiktoren
5.3. Panelanalyse auf Basis unterschiedlicher Modelle
5.3.1. Prüfung der Regressionsvoraussetzungen
5.3.2. Untersuchung der Beta Koeffizienten
5.3.3. Analyse des Pooled-Models auf Basis robuster Standardfehler
5.3.4. Analyse mit dem FE-Model auf Basis robuster Standardfehler
5.3.5. Analyse mit dem FD-Model auf Basis robuster Standardfehler
5.3.6. Analyse mit dem RE-Model auf Basis robuster Standardfehler
6. Gesamtinterpretation und Abgleich der Ergebnisse
7. Fazit, Ausblick und kritische Würdigung der Arbeit
7.1. Zusammenfassung
7.2. Implikationen und kritische Reflexion
7.3. Weiterer Forschungsbedarf
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Determinanten der Dividendenausschüttung deutscher Unternehmen zu identifizieren und den wirtschaftlichen Zusammenhang sowie die Hintergründe empirisch zu untersuchen, um zum Forschungsstand im Kontext der Dividenden-Thematik beizutragen.
1.1. Problemstellung
In den letzten Jahren sind die Zinsen stetig gesunken und unter bestimmten Bedingungen müssen Negativzinsen hingenommen werden. Diese Entwicklung führte zu einer steigenden Beliebtheit von sogenannten Dividendenaktien. Unter diesem Begriff werden Aktien mit idealerweise niedrigen Kursschwankungen und einer regelmäßigen Ausschüttung, Dividende genannt, zusammengefasst. Die Höhe des Gewinnanteils wird wiederum auf der Hauptversammlung beschlossen und ist beeinflusst durch die Dividendenpolitik des Managements. Die Dividendenpolitik definiert die aktive Gestaltung der Dividendenzahlungen im Zeitablauf unter Berücksichtigung bestimmter Faktoren. Hierbei wird zum Beispiel die Ausschüttungsquote, das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr sowie die absolute Höhe als Orientierung für die geplante Dividende herangezogen.
Dividenden sind ein großer Teilbereich der Forschung im Zusammenhang mit Corporate Finance und Wirtschaftswissenschaften. Daher beschäftigen sich eine Vielzahl von Texten und Studien mit dieser Thematik: In der sogenannten Dividendenstudie, die in der Zusammenarbeit zwischen DividendenAdel, DSW und der FOM Hochschule entsteht, wurde für 2019 eine Dividendenausschüttung durch Unternehmen in Höhe von mehr als 57 Mrd. EUR prognostiziert. Diese Summe wird von den deutschen Aktiengesellschaften, die im Prime Standard, General Standard & Freiverkehr gehandelt werden, distribuiert und übertrifft damit die Bestmarke aus 2018 um 6,6 %. Bedingt durch die hohen Ausschüttungen und da immer mehr Anleger in Dividendenaktien investiert haben, hat sich der Ausspruch „Die Dividende ist der neue Zins“ etabliert. Diese Aussage ist irreführend, denn im Vergleich zu Zinszahlungen einer Anleihe sind Unternehmen nicht zur Dividendenausschüttung verpflichtet. Durch Dividendenzahlungen werden Anteilseigner durch einen monetären Transfer an den Gewinnen der Unternehmen beteiligt.
1. Einleitung: Erläuterung der Problemstellung, Zielsetzung, Forschungsfrage und des methodischen Aufbaus der Untersuchung.
2. Theoretische und empirische Erklärungsansätze zur Dividendenzahlung: Detaillierte Literaturanalyse zu Modigliani/Miller, Agency-Theorie, Signaling-Theorie sowie Pecking-Order- und Trade-Off-Theorie.
3. Herleitung der zu untersuchenden Unternehmensdeterminanten: Verknüpfung der theoretischen Grundlagen mit der Ableitung relevanter Kennzahlen (KPIs) und Formulierung der Hypothesen.
4. Aufstellung des Modells und Wahl der Methode: Beschreibung der Stichprobenauswahl, Datensammlung via Thomson Reuters Eikon, Datenaufbereitung sowie methodische Herleitung der Panelregressionsanalyse.
5. Durchführung der Tests anhand der Modelle: Deskriptive Datenanalyse, Korrelationsanalyse und Schätzung der verschiedenen Panelmodelle (Pooled, FE, FD, RE) auf Basis robuster Standardfehler.
6. Gesamtinterpretation und Abgleich der Ergebnisse: Zusammenführung der Modellergebnisse und Vergleich mit den theoretischen Hypothesen sowie mit Erkenntnissen anderer empirischer Studien.
7. Fazit, Ausblick und kritische Würdigung der Arbeit: Zusammenfassung der Kernpunkte, kritische Reflexion der Methodik sowie Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Dividendenausschüttung, Dividendenpolitik, DAX, Panelregression, Agency-Theorie, Signaling-Theorie, Determinanten, EPS, Free Cashflow, Verschuldungsgrad, empirische Analyse, Unternehmensfinanzierung, Dividenden-Puzzle, Kapitalmarktkontrollhypothese, Paneldatenanalyse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der empirischen Analyse von Determinanten, die die Dividendenausschüttung deutscher DAX-Konzerne im Zeitraum 2000 bis 2019 maßgeblich beeinflussen.
Die zentralen Themen umfassen die Dividendenpolitik aus Corporate-Finance-Perspektive, die theoretischen Erklärungsmodelle (Agency, Signaling, etc.) und deren statistische Überprüfung mittels Paneldaten.
Ziel ist es, signifikante Faktoren zu isolieren, die einen Einfluss auf die Dividendenhöhe haben, und so zur Forschung im Bereich der Unternehmensfinanzierung beizutragen.
Es wird eine empirische Paneldatenanalyse mit verschiedenen Modellen (Pooled-Model, Fixed-Effects, First-Difference, Random-Effects) in der Programmiersprache R durchgeführt.
Der Hauptteil umfasst eine umfassende Theorieaufarbeitung, die Herleitung von Hypothesen zu spezifischen Kennzahlen (EPS, FCF, Verschuldungsgrad, etc.) und die Durchführung der statistischen Regressionsanalysen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Dividendenausschüttung, Agency-Theorie, Signaling-Theorie, DAX, Panelregression und verschiedene betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie EPS oder Free Cashflow.
Das Lintner-Modell dient als historische theoretische Basis für die Dividendenpolitik, insbesondere in Bezug auf das Konzept des "Dividend Smoothing", welches in der Arbeit kritisch reflektiert wird.
Tobin's Q wurde als Proxy zur Einordnung von Unternehmen in über- oder unterinvestierende Kategorien im Kontext der Agency-Theorie und Free-Cashflow-Hypothese getestet.
Die Pandemie wird als Beispiel für externe Schocks genannt, die das Ausschüttungsverhalten verändern können, auch wenn der Fokus der Analyse auf dem langfristigen Zeitraum 2000-2019 liegt.
Die Analyse identifiziert den Gewinn pro Aktie (EPS) in allen Modellen als hochsignifikante und positive Determinante für die Höhe der Dividendenausschüttung.
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