Examensarbeit, 2008
173 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Stottern und Sprache
2.1 Versuch einer Definition von „Stottern“
2.2 Klassifikation (ICD-10)
2.3 Einordnung und Beschreibung des Stotterns
2.4 Abgrenzung der Redeflussstörung Stottern von Störungen der Sprache und der Aussprache
2.5 Die Sprachentwicklung bei Kindern
2.5.1 Unterschiede in der Sprachentwicklung (Produktion) zwischen nicht-stotternden und stotternden Kindern
3 Idiopathisches Stottern – Entstehung, Entwicklung und Erscheinung
3.1 Entstehung kindlichen Stotterns
3.2 Abgrenzung des idiopathischen Stotterns von anderen Störungen der Rede
3.2.1 Normale, entwicklungsbedingte Sprechunflüssigkeiten
3.2.2 Poltern
3.2.3 Neurogenes/ psychogenes, erworbenes Stottern
3.2.4 Totaler/ elektiver Mutismus
3.2.5 Spasmodische Dysphonie
3.3 Epidemiologie
3.3.1 Beginn
3.3.2 Geschlechterverteilung
3.3.3 Inzidenz & Prävalenz
3.3.4 Remission
3.4 Symptomatik
3.4.1 Sprechsymptome (à Kernsymptome) und Begleitsymptome
3.4.2 Coping-Strategien
3.4.3 Innere Symptome
4 Idiopathisches Stottern – Verursachende Bedingungen
4.1 Hypothesen zur Verursachung
4.2 Disponierende, auslösende und aufrechterhaltende Faktoren kindlichen Stotterns
4.2.1 Disponierende Faktoren
4.2.2 Auslösende Faktoren
4.2.3 Aufrechterhaltende Faktoren
4.2.4 Multifaktorielle Verursachung
5 Idiopathisches Stottern – Ein Einblick in Diagnostik und Therapie
5.1 Grundsätze der Diagnostik bei Stottern im Kindesalter
5.2 Bereiche der Diagnostik
5.3 Differentialdiagnose
5.4 Auswertung und Prognose
5.5 Therapiemöglichkeiten für Kinder
5.5.1 Ziele der Stottertherapie
5.5.2 Indirekte Therapien
5.5.3 Direkte Therapien
5.5.4 Mischformen
5.5.5 Effektivität der Therapien
5.5.6 Sonstige Behandlungsformen
5.5.7 Therapieansätze für Schüler
5.5.7.1 Schul-KIDS
6 Verschiedene Perspektiven des Stotterns
6.1 Schülersicht
6.2 Lehrersicht
6.3 Mitschülersicht
6.4 Elternsicht
6.5 Offenheit als Grundprinzip
7 Stottern und Schule
7.1 Beschulungsformen für betroffene Kinder
7.1.1 Regelschule
7.1.2 Sprachheilschule
7.2 Fördermöglichkeiten und Hilfestellungen für stotternde Kinder an Regelschulen
7.2.1 Gesprächsverhalten
7.2.2 Unterricht / Unterrichtsgestaltung
7.2.3 Vorlesen als besondere Herausforderung
7.2.4 Förderung eines sozialen Miteinanders
7.2.5 Schonen oder fordern?
7.3 Kooperationen
7.3.1 Zusammenarbeit mit Therapeuten und Beratungsstellen
7.3.2 Zusammenarbeit mit den Eltern
7.4 Stottern als Behinderung
7.4.1 Rechtlicher Standpunkt
7.4.2 Nachteilsausgleich
7.4.3 Behandlung im Unterricht
7.5 Mobbing und Hänseleien – Möglichkeiten der Verringerung
7.5.1 Aufklärung der Schüler
7.5.2 „Stärkung“ des Stotternden
8 Persönliche Motivation zur Auswahl des Thema
9 Methodisches Vorgehen
9.1 Beschreibung der Methoden – Qualitativer und quantitativer Ansatz
9.2 Durchführung der Methoden
9.3 Begründung der Methoden
10 Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe für Stotternde in Stuttgart
10.1 Kontaktaufnahme, Informationsbeschaffung und Vermittlung von Interviewpartnern
10.2 Erfahrungen bei den Treffen der Selbsthilfegruppe
10.3 Mitgestaltung einer Radiosendung des „Stotterfunk“
10.4 Funktion einer Selbsthilfegruppe – Möglichkeiten für Schüler
11 Auswertung der empirischen Untersuchungen
11.1 Auswertung der Interviews mit ehemals stotternden Schülern
11.1.1 Fragestellung und Intentionen
11.1.2 Ergebnisse des Interviews mit Rückbezug auf die Theorie
11.1.3 Bewertung des Interviews
11.2 Auswertung des Fragebogens mit praktizierenden Lehrerinnen und Lehrern
11.2.1 Fragestellung, Intentionen und Hypothesen
11.2.2 Ergebnisse der Auswertung mit Überprüfung der Hypothesen und in Bezug auf das Interview
11.2.3 Bewertung des Fragebogens
12 Resümee
12.1 Didaktische Überlegungen – Bezug zum Bildungsplan
12.2 Die Situation für stotternde Kinder an deutschen Regelschulen
12.3 „Stotterfreundliche(r)“ Schule / Unterricht?
12.4 Fazit
13 Literaturverzeichnis
Die vorliegende wissenschaftliche Hausarbeit untersucht die Erfahrungen von stotternden Schülern und unterrichtenden Lehrkräften im schulischen Alltag. Das primäre Ziel ist es, die Perspektiven beider Gruppen zu erfassen, auftretende Schwierigkeiten zu analysieren und konstruktive Lösungsansätze für eine „stotterfreundliche“ Schule aufzuzeigen, um den schulischen Alltag für betroffene Kinder angenehmer zu gestalten.
1 Einleitung
„Angst, Scham, Unsicherheit, Minderwertigkeitsgefühle, Unruhe, Konzentrationsprobleme beim Sprechen, Gefühlschaos, Angst vor dem Entdecktwerden, Tabuthema“
Diese Stichworte spiegeln die Erfahrungen und Assoziationen eines ehemaligen, stotternden Schülers im Hinblick auf das Thema „Schule“ wider. So wie dieser Teilnehmer der Stotterer-Selbsthilfegruppe in Stuttgart oder so ähnlich reflektieren viele Stotternde ihre Schulzeit.
„Manchmal fühle ich mich mit ihm schon überfordert…irgendwie ist man eben hilflos, wenn man nicht weiß, wie man mit ihm umgehen soll. Er redet ja auch nie über sein Problem und seine Eltern auch nicht…mir ist es auch erst nach Wochen aufgefallen.“
Dieses Zitat stammt von einer Lehrerin der ersten Klasse an einer Stuttgarter Grundschule. Es macht deutlich, dass nicht nur stotternde Schüler über Probleme in ihrer Schulzeit klagen, sondern auch ihre Lehrer oft überlastet sind.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der stotternden Schüler im schulischen Umfeld ein und erläutert die Forschungsfrage, die sich mit den Erfahrungen von Schülern und Lehrern befasst.
2 Stottern und Sprache: Hier werden Definitionen und Klassifikationen von Stottern sowie dessen Einordnung und Abgrenzung von anderen Sprachstörungen dargelegt.
3 Idiopathisches Stottern – Entstehung, Entwicklung und Erscheinung: Dieses Kapitel behandelt die Ätiologie, Epidemiologie und die spezifischen Kern- sowie Begleitsymptome des idiopathischen Stotterns.
4 Idiopathisches Stottern – Verursachende Bedingungen: Eine detaillierte Betrachtung der disponierenden, auslösenden und aufrechterhaltenden Faktoren sowie die multifaktorielle Verursachung werden hier theoretisch fundiert.
5 Idiopathisches Stottern – Ein Einblick in Diagnostik und Therapie: Es wird ein Überblick über die diagnostischen Grundsätze, Differentialdiagnosen und verschiedene kindgerechte Therapieansätze gegeben.
6 Verschiedene Perspektiven des Stotterns: Die Arbeit beleuchtet hier die individuellen Sichten von Schülern, Lehrern, Mitschülern und Eltern auf die Thematik.
7 Stottern und Schule: Dieses Kapitel erörtert konkrete Hilfestellungen an Regelschulen, rechtliche Rahmenbedingungen wie den Nachteilsausgleich sowie den Umgang mit Mobbing.
8 Persönliche Motivation zur Auswahl des Thema: Die Autorin legt ihre persönlichen Beweggründe dar, die sie zu dieser wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema geführt haben.
9 Methodisches Vorgehen: Beschreibung und Begründung des gewählten qualitativen Interview-Ansatzes sowie der quantitativen Lehrerbefragung.
10 Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe für Stotternde in Stuttgart: Einblick in die praktische Kooperation mit der Stuttgarter Selbsthilfegruppe und deren Rolle für die Schüler.
11 Auswertung der empirischen Untersuchungen: Analyse und Interpretation der Interviewergebnisse und der Lehrerbefragung unter Rückbezug auf die theoretischen Hypothesen.
12 Resümee: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse im Hinblick auf den Bildungsplan und die Gestaltung einer „stotterfreundlichen“ Schule sowie ein abschließendes Fazit.
Stottern, Schule, Redeflussstörung, Nachteilsausgleich, Inklusion, Sonderpädagogik, Lehrerausbildung, Sprechangst, Coping-Strategien, Selbsthilfegruppe, Sprechhilfe, Stottermodifikation, Fluency Shaping, Mobbing, Enttabuisierung.
Die Arbeit untersucht das Erleben und die Erfahrungen von stotternden Schülern sowie deren Lehrern im schulischen Alltag, um ein besseres Verständnis für die Problematik zu gewinnen.
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Definition des Stotterns, die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten sowie die praktische Gestaltung des Schulalltags, einschließlich Nachteilsausgleich und sozialer Interaktion.
Das Ziel ist die Identifikation von Belastungssituationen für stotternde Kinder und die Ableitung von Handlungsempfehlungen, um Schule als einen angstfreieren und unterstützenden Lernort zu gestalten.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus qualitativer Forschung (Interviews mit ehemals stotternden Schülern) und quantitativer Forschung (Online-Fragebogen bei praktizierenden Lehrkräften).
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil (Begriffsdefinitionen, Entstehung, Diagnostik, Therapie) und einen schulischen Teil (Perspektiven, Hilfen, rechtliche Situation, Mobbing-Prävention).
Stottern, Schule, Nachteilsausgleich, Inklusion, Sprechangst, Enttabuisierung und Lehrerausbildung.
Die Kooperation mit der Selbsthilfegruppe bot der Autorin Zugang zu direkt betroffenen Personen, deren Erfahrungen für das tiefere Verständnis der psycho-emotionalen Belastungen in der Schule unerlässlich sind.
Die Umfrage ergab ein heterogenes Bild, wobei ein Großteil der Lehrer Unsicherheiten zeigt und sich eine fundiertere Aufklärung bereits im Lehramtsstudium wünscht.
Obwohl rechtlich vorgesehen, wurde er in der Vergangenheit kaum angewendet. Die befragten Lehrer befürworten ihn heute weitgehend, wenngleich oft Unsicherheit über die konkrete Ausgestaltung besteht.
Es gibt kein einheitliches Patentrezept, da jedes Kind individuell verschieden stottert. Entscheidend sind jedoch Offenheit, Geduld, das Gebot des Ausredenlassens und eine kooperative Haltung gegenüber Eltern und Therapeuten.
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