Diplomarbeit, 2007
189 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Störungsbilder
2.1 Aufmerksamkeitsstörungen, AD(H)S, Hyperkinetische Störungen (F 90)
2.1.1 Klassifikation und Diagnosekriterien
2.1.2 Leitsymptome
2.1.3 Subtypen
2.1.4 Diagnosekriterien nach ICD-10
2.1.5 Erscheinungsbild
2.1.6 Prävalenz von Aufmerksamkeitsstörungen
2.1.7 Komorbidität
2.1.8 Stabilität und Verlauf der Störung
2.1.9 Ursachen/Erklärungsmodelle
2.1.9.1 Das biopsychosoziale Erklärungsmodell
2.1.9.2 Genetische Disposition
2.1.9.3 Beeinträchtigte zentralnervöse Aktivierungsregulation
2.1.9.4 Beeinträchtigung der zentralnervösen Inhibitionskontrolle
2.1.9.5 Motivation
2.1.9.6 Zusammenfassung der biologischen und verhaltensgenetischen Grundlagen
2.1.9.7 Soziale und sozioökonomische Faktoren
2.1.9.8 Psychoanalytische Erklärungsmodelle
2.1.9.9 Exkurs: Systemisches Erklärungsmodell psychischer Erkrankungen
2.1.10 Therapie/Behandlung
2.1.10.1 Kindzentrierte Behandlungen
2.1.10.2 Eltern- und familienzentrierte Verfahren
2.1.10.3 Exkurs: systemische Therapie
2.1.11 Die Kontroverse um AD(H)S
2.2 Störung des Sozialverhaltens (F 91)
2.2.1 Klassifikation und Diagnosekriterien
2.2.1.1 Subtypen
2.2.1.2 Diagnosekriterien nach ICD-10
2.2.2 Prävalenz
2.2.3 Komorbidität
2.2.4 Stabilität und Verlauf
2.2.5 Ursachen/Erklärungsmodelle
2.2.5.1 Biologische Einflüsse
2.2.5.2 Psychische Einflüsse
2.2.5.3 Soziale Einflüsse
2.2.5.4 Spezifische Temperamentsmerkmale
2.2.5.5 Familiäre Faktoren
3 Prävention kindlicher Verhaltensstörungen
3.1 Präventionsformen
3.2 Anforderungen an Präventionsmaßnahmen
4 Theoretische und methodische Hintergründe der Trainingsprogramme
4.1 Stress
4.2 Therapeutische Grundlagen
4.2.1 Operante Konditionierung
4.2.1.1 Bestrafung im operanten Konditionieren
4.2.1.2 Operantes Konditionieren bei Kindern mit AD(H)S
4.2.2 Rational-Emotive Verhaltenstherapie
4.2.3 Ressorcenorientierung
4.2.4 Lösungsorientierung
4.2.5 Autoritärer versus autoritativer Erziehungsstil
4.3 Methodische Prinzipien
4.3.1 Problemlösetraining
4.3.2 Verhaltensprotokollierung
4.3.3 Verhaltensverträge
4.3.4 Strukturierung von Abläufen-Regulationshilfen
4.3.5 Perspektivenwechsel/kognitives Umstrukturieren
4.3.6 Auszeit/Time-Out
4.3.7 Positive Spielzeit – Wertvolle Zeit
4.3.8 Stressimpfung
5 Das Kompetenztraining für Eltern sozial auffälliger Kinder (KES)
5.1 Überblick über die einzelnen Trainingseinheiten
5.2 Theoretischer Hintergrund
5.3 Zielsetzung des Trainings
5.4 Indikation und Zielgruppe
5.5 Diagnostik
5.6 Trainingsaufbau
5.7 Methodik
5.8 Materialien
5.9 Angaben zu Trainerverhalten und Trainerqualifikation
5.10 Begleitende Evaluation
5.11 Die Trainingseinheiten im Einzelnen
5.11.1 Trainingseinheit 1: Was soll sich ändern? Was kann so bleiben?
5.11.2 Trainingseinheit 2: Eine emotionale Basis haben – Positive Spielzeit
5.11.3 Trainingseinheit 3: Eigene Gefühle und Gedanken wahrnehmen
5.11.4 Trainingseinheit 4: Abläufe ändern
5.11.5 Trainingseinheit 5: Durch Konsequenzen anleiten
5.11.6 Trainingseinheit 6: Effektive Aufforderungen stellen
5.11.7 Auffrischungssitzung: Ein Blick zurück – auf dem Weg nach vorn
6 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten (PEP)
6.1 Überblick über die einzelnen Sitzungen
6.2 Theoretischer Hintergrund
6.3 Zielsetzung des Trainings
6.4 Indikation und Zielgruppe
6.5 Diagnostik und Rekrutierung von Gruppen
6.6 Programmaufbau
6.7 Methodik
6.8 Materialien
6.9 Angaben zu Trainerverhalten und Trainerqualifikation
6.10 Begleitende Evaluation
6.11 Forschungsprojekt
6.12 Die Sitzungen im Einzelnen
6.12.1 Sitzung 0 (Kurzfassung)
6.12.2 Sitzung 1: Das Kind – Freud und Leid
6.12.3 Sitzung 2: Teufelskreis/Gemeinsame Spielzeit bzw. Wertvolle Zeit
6.12.4 Sitzung 3: Energie sparen & Auftanken
6.12.5 Sitzung 4: Regeln und wirkungsvolle Aufforderungen
6.12.6 Sitzung 5: Positive Konsequenzen
6.12.7 Sitzung 6: Negative Konsequenzen
6.12.8 Sitzung A: Problemverhalten in der Öffentlichkeit (Kurzfassung)
6.12.9 Sitzung B: Ständiger Streit (Kurzfassung)
6.12.10 Sitzung C: Spieltraining (Kurzfassung)
6.12.11 Sitzung D: Hausaufgaben
7 Evaluation der Trainingsprogramme KES und PEP
7.1 Evaluation KES
7.1.1 Durchführung des Elterntrainings an 16 Erziehungsberatungsstellen
7.1.2 Verhaltensübungen im Elterntraining
7.1.3 Beurteilung der Evaluation
7.2 Evaluation PEP
7.2.1 Kurzzeiteffekte des indizierten Präventionsprogramms für Expansives Problemverhalten (PEP) auf das elterliche Erziehungsverhalten und auf das kindliche Problemverhalten
7.2.2 Beurteilung der Evaluation
8 Vergleich der Trainingsprogramme/Präventionsprogramme
8.1 Zielgruppe
8.2 Platzierung am Markt
8.3 Erreichbarkeit der Präventionsmaßnahmen
8.4 Anforderungen an die Eltern
8.5 Anforderungen an die Trainer
8.6 Therapeutische Methoden
8.7 Didaktisch-methodische Vermittlung
8.8 Zeitliche Gestaltung
8.9 Ressourcenorientierung
9 Diskussion und Ausblick
Die Arbeit untersucht und vergleicht das „Kompetenztraining für Eltern sozial auffälliger Kinder (KES)“ und das „Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten (PEP)“. Ziel ist es, die Wirksamkeit, die Anwendungsmöglichkeiten sowie die Umsetzung von humanistischen und demokratisch-partizipativen Erziehungsprämissen in diesen Programmen zu bewerten und dabei insbesondere die Ressourcenorientierung als zentralen methodischen Ausgangspunkt zu analysieren.
2.1.9.1 Das biopsychosoziale Erklärungsmodell
Das biopsychosoziale Erklärungsmodell von Krankheiten und Auffälligkeiten stellt nach Egger (2005) die derzeit bedeutendste Theorie zwischen Körper und Geist dar. In diesem Modell werden biologische, psychologische und öko-soziale Faktoren nicht additiv erfasst, sondern auf dem Hintergrund systemtheoretischer Überlegungen als dynamische Prozesse verstanden. In diesem Sinne kann auch nicht von einer Dichotomie ausgegangen werden, wie sie beispielsweise der Begriff der psychosomatischen Erkrankung suggeriert, da es nach dieser Begrifflichkeit auch nicht-psychosomatische Erkrankungen geben müsste. Davon wird in biopsychosozialen Modellen jedoch nicht ausgegangen. Vielmehr ist gerade das Zusammenspiel multifaktorieller Einflüsse entscheidend zur Ausbildung einer „Erkrankung“.
„Aus dem vorgestellten Modell folgt auch, dass die Gleichung von genetisch = biologisch und von psychologisch = umweltbedingt, gleichermaßen falsch ist wie die Dichotomisierung zwischen biologisch und psychologisch. Vererbt sind genetisch codierte Prädispositionen für die Entwicklung von Ereignissen oder Prozessmustern, die ihrerseits wieder verstanden werden können in sowohl biologischen wie psychologischen Begriffen. Jedes Ereignis oder jeder Prozess, der an der Ätiologie, der Pathogenese, der symptomatischen Manifestation und der Behandlung von Störungen beteiligt ist, ist folgerichtig nicht entweder biologisch oder psychologisch, sondern sowohl biologisch als auch psychologisch. Damit ergibt sich die Möglichkeit, die vorgetäuschte Dichotomie zwischen biologischer oder organischer Wirklichkeit einerseits und psychologischer oder funktioneller Wirklichkeit auf der anderen Seite zu überwinden“ (ebd. S. 3).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik kindlicher expansiver Verhaltensweisen ein und stellt die beiden zu untersuchenden Präventionsprogramme KES und PEP vor.
2 Störungsbilder: Dieses Kapitel klassifiziert expansive Verhaltensprobleme (AD(H)S und Störung des Sozialverhaltens) und erläutert verschiedene Erklärungsmodelle sowie diagnostische Grundlagen.
3 Prävention kindlicher Verhaltensstörungen: Hier werden unterschiedliche Präventionsformen (universell, selektiv, indiziert) systematisiert und allgemeine Anforderungen an Maßnahmen definiert.
4 Theoretische und methodische Hintergründe der Trainingsprogramme: Dieses Kapitel erläutert die zugrundeliegenden therapeutischen Prinzipien, wie z.B. Operante Konditionierung, Stressmanagement und Ressourcenorientierung, die in den Programmen angewendet werden.
5 Das Kompetenztraining für Eltern sozial auffälliger Kinder (KES): Ein detaillierter Überblick über das Programm KES, inklusive Zielsetzung, Diagnostik und der einzelnen Trainingseinheiten, unter besonderer Berücksichtigung der methodischen Gestaltung.
6 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten (PEP): Eine ausführliche Darstellung des Programms PEP, das sowohl für Eltern als auch Erzieherinnen konzipiert wurde, mit Analyse der Struktur, Methodik und Evaluation.
7 Evaluation der Trainingsprogramme KES und PEP: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Wirksamkeit beider Trainings auf Basis der empirischen Evaluationsergebnisse.
8 Vergleich der Trainingsprogramme/Präventionsprogramme: Der komparative Teil der Arbeit, in dem KES und PEP anhand von Kriterien wie Zielgruppe, Methodik, Erreichbarkeit und Ressourcenorientierung gegenübergestellt werden.
9 Diskussion und Ausblick: Dieses Kapitel reflektiert den wissenschaftlichen Ansatz der Arbeit, diskutiert die Ergebnisse und gibt Hinweise für die praktische Anwendung sowie den weiteren Forschungsbedarf.
Elterntraining, AD(H)S, Störung des Sozialverhaltens, KES, PEP, Ressourcenorientierung, biopsychosoziales Erklärungsmodell, Verhaltenstherapie, Prävention, Erziehungskompetenz, Teufelskreis, Rollenspiel, Problemlösetraining, kindliche Verhaltensauffälligkeiten, Evaluation.
Die Arbeit untersucht und vergleicht zwei deutsche Elterntrainings- und Präventionsprogramme, KES und PEP, die bei expansiven Verhaltensstörungen (wie AD(H)S oder Störungen des Sozialverhaltens) bei Kindern eingesetzt werden.
Die zentralen Felder umfassen die Klassifikation von Störungsbildern, theoretische Erklärungsmodelle (biopsychosozial, systemisch), verhaltenstherapeutische Interventionsmethoden sowie die didaktisch-methodische Umsetzung in Elterntrainings.
Das Ziel ist die Einschätzung der Wirksamkeit, der Anwendungsmöglichkeiten sowie der Umsetzung humanistischer und demokratisch-partizipativer Erziehungsprämissen in den beiden Programmen, unter besonderer Würdigung der Ressourcenorientierung.
Die Autorin verwendet eine vergleichende Analyse basierend auf Literaturstudien, der Auswertung von Programmmanualen sowie der kritischen Analyse empirischer Evaluationsdaten der beiden Programme.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Hintergründe, die detaillierte Analyse der einzelnen Trainingseinheiten von KES und PEP, die Auswertung von Evaluationsstudien sowie den direkten Vergleich beider Programme nach verschiedenen Kriterien.
Die Arbeit wird maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Elterntraining, Ressourcenorientierung, AD(H)S, Verhaltensauffälligkeiten, biopsychosoziales Modell und Präventionsforschung.
KES legt einen stärkeren Schwerpunkt auf Selbsterfahrung, Rollenspiele und aktive Kleingruppenarbeit durch die Eltern, während PEP eher hochstrukturiert, stark an Manual-Vorgaben orientiert und frontaler gestaltet ist, was eine standardisierte Durchführung erleichtert.
Die Ressourcenorientierung ist ein zentraler methodischer Ausgangspunkt. Sie fokussiert auf die Stärken der Eltern und Kinder, anstatt nur Defizite zu betrachten, und dient als Basis, um die elterliche Selbstwirksamkeit zu erhöhen und den Erziehungsprozess konstruktiv zu gestalten.
KES eignet sich laut Autor vor allem für Eltern, die motiviert sind, intensiv an ihrer Erziehungshaltung zu arbeiten und sich in einer Gruppe reflektieren wollen. PEP ist ein eher niedrigschwelliger Ansatz, der sich gut für eine breite Masse eignet, insbesondere dort, wo klare, handlungsorientierte Anweisungen zur Entlastung gesucht werden.
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