Diplomarbeit, 2002
127 Seiten, Note: sehr gut
Die Diplomarbeit untersucht das Internet als Rekrutierungsmedium für Rechtsextreme. Die Autorin analysiert die Nutzung des Internets durch Jugendliche und die Verbreitung rechtsextremistischer Inhalte im Netz. Sie beleuchtet die rechtlichen Grundlagen zur Bekämpfung von Rechtsextremismus im Internet sowie die Wirksamkeit von Filter- und Kontrollsystemen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die das Internet als viel diskutiertes Medium in der modernen Gesellschaft einführt und die Relevanz der Thematik von Rechtsextremismus im Internet verdeutlicht. Kapitel I beschäftigt sich mit den Sozialisationsbedingungen, Medien Erfahrungen und Politikinteressen von Jugendlichen. Hierbei wird auch auf die Internetnutzung von Jugendlichen eingegangen.
Kapitel II beleuchtet den Rechtsextremismus in Deutschland. Es definiert den Begriff des Rechtsextremismus und beschreibt rechtsextremistische Einstellungen und Verhaltensweisen, insbesondere Fremdenfeindlichkeit und Gewaltbereitschaft. Auch das Rechtsextremismuspotential und seine Verbreitung im Internet werden analysiert.
Kapitel III befasst sich mit den Strategien gegen Rechtsextremismus im Internet. Die Autorin beleuchtet die rechtlichen Grundlagen zur Bekämpfung von Rechtsextremismus, wie z.B. die Meinungsfreiheit, das Informations- und Telekommunikationsdienstegesetz, das Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften und Medieninhalte sowie strafrechtliche Maßnahmen.
Kapitel IV beinhaltet die eigene Forschung der Autorin. Es beschreibt die Suche nach Informationen im Internet, die Durchführung einer Suchmaschinenrecherche und die Ergebnisse einer Inhaltsanalyse rechtsextremistischer Internetseiten.
Kapitel V enthält das Literaturverzeichnis der Arbeit. Die Autorin stellt hier die verwendeten Quellen vor.
Rechtsextremismus, Internet, Jugendliche, Mediennutzung, Rechtliche Grundlagen, Filter- und Kontrollsysteme, Inhaltsanalyse, Suchmaschinenrecherche, Fremdenfeindlichkeit, Gewaltbereitschaft, Meinungsfreiheit.
Ja, die Arbeit untersucht, wie rechtsextreme Gruppierungen das Internet gezielt nutzen, um ihre Ideologien zu verbreiten und neue Mitglieder, insbesondere Jugendliche, anzuwerben.
Jugendliche verbringen viel Zeit online (ca. 81 % der Auszubildenden/Studenten laut Studie) und befinden sich in einer Phase der Identitätsfindung, was sie empfänglicher für extreme Botschaften machen kann.
Dazu gehören das Informations- und Telekommunikationsdienstegesetz, der Medienstaatsvertrag sowie Gesetze über jugendgefährdende Inhalte und das Strafgesetzbuch.
Die Arbeit analysiert Filtersysteme kritisch und stellt fest, dass technische Hürden allein oft nicht ausreichen, um die Verbreitung in einem globalen Netzwerk vollständig zu unterbinden.
Die Analyse untersuchte das Attraktivitätspotenzial der Seiten, die genutzten Kategorien und die Strategien, mit denen versucht wird, Nutzer emotional zu binden.
Die Meinungen gehen auseinander; während einige Forscher von einer "braunen Gefahr" sprechen, gehen andere davon aus, dass solche Seiten oft gezielt gesucht werden müssen oder in geschlossenen Kreisen bleiben.
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