Diplomarbeit, 2002
127 Seiten, Note: sehr gut
0. EINLEITUNG
I. SOZIALISATIONSBEDINGUNGEN, MEDIENERFAHRUNGEN UND POLITIKINTERESSEN VON JUGENDLICHEN
1. SOZIALISATION
2. MEDIENNUTZUNG UND –KOMPETENZ
2.1 DER INTERNETGEBRAUCH JUGENDLICHER
3. POLITISCHES INTERESSE UND ENGAGEMENT JUGENDLICHER
II. RECHTSEXTREMISMUS IN DEUTSCHLAND
1. DEFINITION DES (RECHTS)EXTREMISMUSBEGRIFFS
2. RECHTSEXTREMISTISCHE EINSTELLUNGEN UND VERHALTENSWEISEN
2.1 FREMDENFEINDLICHKEIT
2.2 PROTESTVERHALTEN UND GEWALT
3. DAS RECHTSEXTREMISMUSPOTENTIAL
3.1 DAS PERSONEN - UND GRUPPENPOTENZIAL
3.2 RECHTSEXTREMISMUS IM INTERNET
III. STRATEGIEN GEGEN RECHTSEXTREMISMUS IM INTERNET
1. RECHTLICHE GRUNDLAGEN
1.1 ÜBERLEGUNGEN ZUR MEINUNGSFREIHEIT
1.2 DAS INFORMATIONS- UND TELEKOMMUNIKATIONSDIENSTE-GESETZ UND DER MEDIENSTAATSVERTRAG
1.3 DAS GESETZ ÜBER DIE VERBREITUNG JUGENDGEFÄHRDENDER SCHRIFTEN UND MEDIENINHALTE
1.4 STRAFGESETZE
2. FILTERSYSTEME
IV. EIGENE FORSCHUNG
1. AUF DER SUCHE NACH INFORMATIONEN
1.1 DAS EXPERIMENTIEREN MIT WEBADRESSEN UND DIE ERGEBNISSE
1.2 EINE SUCHMASCHNINENRECHERCHE
1.2.1 VORAUSGEHENDE ERKENNTNISSE UND EIGENE (VER-) SUCHE
1.2.2 ERGEBNISSE DER DATENERHEBUNG
1.2.3 ZUSAMMENFASSUNG UND BEURTEILUNG
2. EINE INHALTSANALYSE RECHTSEXTREMISTISCHER INTERNETSEITEN
2.1 DAS METHODISCHE VORGEHEN
2.1.1 VORSTELLUNG DES KATEGORIENSYSTEMS
2.2 ERGEBNISSE DER INTERNETSEITENANALYSE
2.2.1 ALLGEMEINE ANGABEN ZU DEN FUNDSTÜCKEN
2.2.2 ELEMENTE DES ATTRAKTIVITÄTSPOTENZIALS
2.2.3 ZUSAMMENFASSUNG
3. RESÜMEE
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob das Internet von Rechtsextremisten gezielt als Rekrutierungsmedium eingesetzt wird und inwieweit die dortigen Angebote so gestaltet sind, dass sie speziell Jugendliche ansprechen sollen. Ziel ist es, sowohl die Verfügbarkeit solcher Angebote als auch deren inhaltliche Strategien zur Attraktivitätssteigerung bei einer jugendlichen Zielgruppe zu analysieren.
2. MEDIENNUTZUNG UND –KOMPETENZ
In der heutigen Kindheit und Jugend gelten neben Elternhaus, Schule und Gleichaltrigengruppe die Medien als wichtige Sozialisationsinstanzen. Hinter der Sammelbezeichnung 'Medien' verbergen sich sehr unterschiedliche Dinge: Bücher, Tonkassetten, Fernsehen, Radio u.a. Auch die Neuen Medien gehören inzwischen als selbstverständliche Bestandteile dazu. Diese erweitern nicht einfach nur die bestehende Fernseh- und Bilderkultur, sondern bringen eine neue Qualität ein, indem sie visuelle (computerberechnete) Oberflächen auf dem Bildschirm interaktiv zugänglich machen (vgl. FROMME/VOLLMER 1999, S.200).
Charakteristisch für die heutige Zeit ist das Nebeneinander der verschiedensten Medien. VAN EIMEREN, GERHARD und FREES (2002, S.358) weisen in bezug auf das Internet darauf hin, dass dieses die bereits bestehenden Medien nicht verdrängt, sondern in ihrer Nutzung komplementär ergänzt. Hieraus ergeben sich natürlich eine Vielzahl von (fiktiven und symbolischen) Erfahrungs- und Erlebniswelten, die hinzukommen. Entgegen häufiger Befürchtungen, dass die fortschreitende Medialisierung im Leben der Jugendlichen zu einer Verarmung ihrer Alltagsgestaltung oder ihrer sozialen Beziehungen führt, kommen BARTHELMES und SANDER (2001, S.294) zu dem Schluss, dass "im Gegenteil, eine entsprechende Nutzung der Medien [...] für die soziale Integration sowohl innerhalb der Familie als auch in den Gleichaltrigen-Gruppen bzw. in den Freundschaftsbeziehungen behilflich und unterstützend [ist]". Die Korrespondenz zwischen Real- und Medienwelten ist für Jugendliche bzw. junge Erwachsene mittlerweile selbstverständlich geworden (BARTHELMES/SANDER 2001, S.297).
0. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Internetnutzung durch Jugendliche und die potenzielle Gefahr durch rechtsextremistische Propaganda im Netz.
I. SOZIALISATIONSBEDINGUNGEN, MEDIENERFAHRUNGEN UND POLITIKINTERESSEN VON JUGENDLICHEN: Beleuchtung der Lebenswelten Jugendlicher, ihrer Mediensozialisation und ihrer Einstellung zu Politik und gesellschaftlichem Engagement.
II. RECHTSEXTREMISMUS IN DEUTSCHLAND: Definition und Erscheinungsformen des Rechtsextremismus, seiner Ideologien und der Nutzung des Internets als Propagandamedium.
III. STRATEGIEN GEGEN RECHTSEXTREMISMUS IM INTERNET: Diskussion rechtlicher Grundlagen sowie technischer Möglichkeiten wie Filtersysteme zur Einschränkung extremistischer Inhalte.
IV. EIGENE FORSCHUNG: Dokumentation der eigenen Untersuchung, die sowohl Suchstrategien testet als auch eine qualitative Inhaltsanalyse von rechtsextremistischen Websites vornimmt.
Jugendforschung, Internetnutzung, Rechtsextremismus, Rekrutierung, Medienkompetenz, Politikverdrossenheit, Radikalisierung, Propaganda, Sozialisation, Online-Strategien, Mediensozialisation, Filtertechnologien, Internetanalyse.
Die Arbeit untersucht, ob das Internet als Medium zur Rekrutierung Jugendlicher für die rechtsextreme Szene fungiert und welche Strategien dabei zur Anwendung kommen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Sozialisationsbedingungen von Jugendlichen, den Ideologien des Rechtsextremismus sowie den rechtlichen und technischen Möglichkeiten zur Bekämpfung extremistischer Inhalte im Internet.
Es soll geklärt werden, ob rechtsextremistische Angebote im Internet so gestaltet sind, dass sie Jugendliche gezielt anlocken und zur Szenebindung führen können.
Die Autorin kombiniert eine empirische Recherche (Suchmaschinen-Test) mit einer qualitativen Inhaltsanalyse, die sich an der "Grounded Theory" orientiert, um Muster der Rekrutierung zu identifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Mediensozialisation und Rechtsextremismus sowie den praktischen Teil der eigenen Forschung zur Internetseitenanalyse.
Jugendforschung, Internetnutzung, Rechtsextremismus, Propaganda, Online-Rekrutierung und Medienkompetenz.
Die Autorin widerlegt die Annahme, dass diese Inhalte "sehr gut versteckt" sind; ihre eigene Untersuchung zeigt, dass sie für "naive Nutzer" vergleichsweise leicht über Suchmaschinen auffindbar sind.
Es dient ihnen als kostengünstiges Medium zur Verbreitung von Ideologie, zur Vernetzung von Gleichgesinnten und zur Umgehung von Medienkontrolle sowie als Forum für gezielte Jugendarbeit.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

