Diplomarbeit, 1999
86 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 ENTWICKLUNGEN DES KLASSISCHEN BARTERING
2.1 Begriff Bartering
2.2 Tauschwirtschaft ⇔ Geldwirtschaft
2.2.1 Grundelemente des Naturaltauschs
2.2.2 Anforderungen an ein Tauschmittel
2.2.3 Funktionen des Geldes
2.3 Erste Handels- und Währungsformen
2.4 Bartering ⇔ Kompensationsgeschäft
2.4.1 1. Definition des Kompensationsgeschäftes
2.4.2 2. Definition des Kompensationsgeschäftes und Vergleich
2.4.3 Fazit
2.5 Bartering mit Ostblock- und Entwicklungsländern
2.6 Position des modernen Bartering
3 DIE MODERNE FORM DES BARTERING
3.1 Ursprung
3.2 Die kommerzielle Barter Industrie
3.2.1 USA
3.2.2 Deutschland
3.2.3 Barter Exchanges (Barter-Clubs)
3.2.4 Corporate Barter-Unternehmen
3.2.5 Internationales Bartering
3.2.6 Statistiken
3.3 Kurzdarstellung eines Corporate Bartergeschäftes
3.3.1 Entstehung
3.3.2 Remarketing
3.3.3 Cash Convertible Credits
3.3.4 Ablauf
3.4 Bartering und TV-Werbung
3.4.1 Der deutsche TV-Werbemarkt
3.4.2 Programm-Bartering
3.4.3 Corporate Barter mit TV-Werbung
3.5 Soft Commodities
3.5.1 Transportkapazitäten
3.5.2 Flugkontingente
3.5.3 Druckkapazitäten
3.5.4 Telekommunikation im Mobilfunk- und Festnetz
3.5.5 Autovermietung
3.5.6 Hotelzimmerkontingente
3.5.7 Werbezeiten im Fernsehen
3.5.8 Printwerbung
3.5.9 Außenwerbung
3.5.10 Energie
3.5.11 Zusammenfassung
3.6 Die Anwendung der Soft Commodities im Corporate Barter
3.6.1 Beispiel 1: Modellwechsel
3.6.2 Beispiel 2: Firmen-Akquisition
3.6.3 Beispiel 3: Zu hochwertiges Produkt
3.6.4 Beispiel 4: Falsches Produkt
3.6.5 Beispiel 5: Marktveränderungen
3.6.6 Beispiel 6: Marktrückläufer
3.6.7 Beispiel 7: Überkapazitäten bei Abfüllanlagen
3.6.8 Beispiel 8: Saison-Ende
3.6.9 Zwischenbetrachtung
3.7 Buchungsschema des Corporate Barter-Unternehmens
3.8 Bilanzierungsschema des Barter-Kunden
4 ZUSAMMENFASSUNG UND KRITISCHE WÜRDIGUNG
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die verschiedenen Erscheinungsformen des Bartering, von historischen Tauschformen bis hin zu modernen, multilateralen Corporate Barter-Systemen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Bartering als strategisches Instrument zur Lösung betriebswirtschaftlicher Probleme und zur Optimierung von Kapazitätsauslastungen eingesetzt werden kann.
3.5 SOFT COMMODITIES
Wie bereits erläutert, stellen Corporate Barter-Unternehmen ihren Kunden vor allem Dienstleistungen zur Verfügung, die sie anteilig mit Credits bezahlen können. Diese Dienstleistungen haben eine besondere Eigenschaft, so dass sie unter dem Oberbegriff „Soft Commodities“ zusammengefasst werden können.
Definition: Unter Soft Commodities sind all die Dienstleistungen zu verstehen, die durch ihre nicht-materielle Eigenschaft nur einmalig verwendbar, also auf der Zeitachse vergänglich sind.
Der Begriff „commodities“ kommt aus dem englischen und bedeutet „Waren“, „soft“ bedeutet „weich“ und beschreibt die nicht-materielle Eigenschaft dieser Objekte (ähnlich wie bei Computersoftware).
Der Grundgedanke dabei ist, dass alle Soft Commodities sich niemals rückwirkend verwerten bzw. verkaufen lassen. Ist der Zeitpunkt, an dem eine Leistung angeboten wird vergangen, verfällt die Leistung.
Die folgenden Kapitel beschreiben einzelne Soft Commodities genauer. Dabei wird deutlich, inwiefern die zeitliche Vergänglichkeit eine besondere Eigenschaft der Soft Commodities ist.
1 EINLEITUNG: Einordnung des Bartering in den historischen und modernen Wirtschaftskontext sowie Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2 ENTWICKLUNGEN DES KLASSISCHEN BARTERING: Darstellung der historischen Wurzeln des Tauschhandels und Abgrenzung verschiedener Formen von Kompensationsgeschäften im Außenhandel.
3 DIE MODERNE FORM DES BARTERING: Analyse der Ursprünge und der modernen professionellen Barter-Industrie, insbesondere der Corporate Barter-Unternehmen und der Nutzung von Soft Commodities.
4 ZUSAMMENFASSUNG UND KRITISCHE WÜRDIGUNG: Synthese der Ergebnisse und Einschätzung der Zukunftsfähigkeit des Bartering als modernes Geschäftswerkzeug in Deutschland.
Bartering, Kompensationsgeschäft, Corporate Barter, Tauschwirtschaft, Soft Commodities, Geldwirtschaft, Cash Convertible Credits, CCC, Marktauslastung, Außenhandel, Werbebarter, Liquiditätssicherung, Bilanzoptimierung, Multilaterales Bartering, Wirtschaftskreislauf
Die Arbeit analysiert die Wandlung des Bartering von einer archaischen Handelsform hin zu einem modernen, professionellen Geschäftswerkzeug, dem sogenannten Corporate Barter.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung zum klassischen Tauschhandel, die Struktur von Corporate Barter-Unternehmen, die Rolle von "Soft Commodities" sowie die buchhalterische Darstellung von Bartertransaktionen.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Bartering als Instrument zur betriebswirtschaftlichen Problemlösung, insbesondere bei Überkapazitäten und zur Optimierung der Liquidität, genutzt werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, ergänzt durch Fachgespräche mit Experten aus der Barter-Branche, um das moderne Corporate Barter-System praxisnah zu erläutern.
Der Hauptteil widmet sich der kommerziellen Barter-Industrie, den Definitionen, dem Buchungsschema von Bartertransaktionen sowie der Anwendung des Konzepts auf verschiedene Dienstleistungssektoren (Soft Commodities).
Charakteristische Begriffe sind Corporate Barter, Cash Convertible Credits, Soft Commodities, Kompensationsgeschäft und Kapazitätsauslastung.
Sie dienen als Basis für moderne Barter-Geschäfte, da diese Dienstleistungen (wie TV-Werbung oder Transport) zeitlich begrenzt und nicht lagerfähig sind, weshalb sie besonders von einer Vermittlung über Barter-Unternehmen zur Kapazitätsauslastung profitieren.
Das klassische Bartering ist oft ein Zeichen für wirtschaftliche Notlagen, während das moderne "Corporate Barter" als proaktives, effizientes Marketing- und Finanzinstrument in gesunden Marktwirtschaften fungiert.
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