Diplomarbeit, 2004
242 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Aufgabenstellung
1.2 Methodik
2. Nachwachsende Rohstoffe
2.1 Nachwachsende Rohstoffe allgemein
2.2 Der nachwachsende Rohstoff Gras
2.2.1 Charakterisierung geeigneter Grasarten
2.2.2 Grasqualität
3. Bioraffineriekonzepte
3.1 Lignocellulose Feedstock Biorefinery
3.2 Cereal Biorefinery
3.3 Grüne Bioraffinerie
3.3.1 Geschichtliche Hintergründe der Grünen Bioraffinerie
3.3.2 Produkte einer Grünen Bioraffinerie
3.3.3 Stand der Technik
3.3.4 Mögliche Technologien einer Grünen Bioraffinerie
3.3.4.1 Vorbehandlung des Rohstoffs
3.3.4.2 Presstechnik
3.3.4.3 Proteingewinnung
3.3.4.4 Biogasanlage
3.3.4.5 Abwasserbehandlung
3.3.5 Basistechnologien für das Errichten einer Grünen Bioraffinerie
4. Machbarkeitsstudie
4.1 Standort
4.1.1 Entwicklung der Landwirtschaft in Luxemburg
4.1.2 Aktuelle Grasnutzung in Luxemburg
4.1.3 Bioraffinerie-Standort Redange
4.1.4 Biogasanlage „Un der Attert“
4.1.5 Synergieeffekte
4.2 Rohstoff Gras
4.2.1 Dimensionierung der Bioraffinerie
4.2.2 Potentialerhebung
4.2.2.1 Einzugsgebiet der Bioraffinerie:
4.2.2.2 Theoretisches Potential:
4.2.2.3 Technisches Potential:
4.2.2.4 Wirtschaftliches Potential
4.2.2.5 Auswertung der Potentialerhebung
4.2.3 Betrachtung der Grasqualität
4.3 Produkte / Reststoffe
4.3.1 Fasern
4.3.2 Futtermittelproteine
4.3.3 Biogas -> Wärme und Strom
4.3.4 Prozesswasser
4.4 Technische Machbarkeit
4.4.1 Modul 1: Aufbereitung
4.4.2 Modul 2: Macerator
4.4.3 Modul 3: Fasergewinnung
4.4.4 Modul 4: Proteingewinnung
4.4.5 Modul 5: Biogasanlage
4.4.6 Modul 6: Abwasserreinigung
4.5 Wirtschaftlichkeit
4.5.1 Annuitätsmethode
4.5.2 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Bioraffinerie-Vorhabens
4.5.2.1 Investitionsbetrag A0
4.5.2.2 Betriebsgebundene Auszahlungen AB
4.5.2.3 Einzahlungen (Erlöse) E
4.5.2.4 Berechnung der Annuitäten
5. Übertragbarkeit
5.1 Rohstoff
5.2 Abwasserbehandlung
5.3 Förderung
5.4 Produkte einer Grünen Bioraffinerie
5.5 Bereits realisierte Anlagenkomponenten
6. Fazit / Ausblick
Die Diplomarbeit verfolgt das primäre Ziel, die Machbarkeit einer Grünen Bioraffinerie nach dem technologischen Konzept der Firma 2B Biorefineries AG am Standort Redange in Luxemburg zu evaluieren, wobei insbesondere die ökonomischen, ökologischen und technischen Realisierungsvoraussetzungen untersucht werden.
3.3.1 Geschichtliche Hintergründe der Grünen Bioraffinerie
Die Wurzeln der Grünen Bioraffinerie gehen zurück in das 18. Jahrhundert, als zum ersten Mal Proteine aus einer Gras-Klee-Mischung abgetrennt wurden.
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde weltweit Forschung auf dem Gebiet des „Leaf Protein Concentrates“ (LPC) betrieben, wobei Gras bzw. Luzerne als Rohstoff eine wesentliche Rolle spielten. Als Hauptprodukt wurde ein weißes Proteinkonzentrat angestrebt, das zum überwiegenden Teil aus Ribulose-1,5-bisphosphat carboxylase/oxygenase (Rubisco) besteht. Ursprünglich war gedacht, mit diesem Proteinkonzentrat den Hunger in der Welt zu bekämpfen. Federführend waren der Brite N. W. Pirie und R. Carlsson aus Schweden. Die Technik konnte sich in diesem Sinne allerdings nicht durchsetzen, da die für den menschlichen Verzehr erforderliche Reinheit nicht erzielt werden konnte.
Seit den späten 80er Jahren existieren in Frankreich (France Luzerne) große Anlagen in denen grüne Futtermittelproteine aus Luzernen (engl. Alfalfa; lat. medicago sativa) hergestellt werden. France Luzerne hat inzwischen auch die Forschung an der Humanernährung aus Luzerneproteinen unter dem Stichwort „functional food“ wieder aufgenommen.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen dar und führt die Grüne Bioraffinerie als nachhaltige Alternative für eine stoffliche und energetische Verwertung ein.
2. Nachwachsende Rohstoffe: Dieses Kapitel erläutert die Potenziale von Biomasse und definiert die spezifischen Anforderungen an den Rohstoff Gras sowie dessen Qualitäten.
3. Bioraffineriekonzepte: Hier werden unterschiedliche Bioraffinerie-Typen sowie die spezifischen technologischen Prozesse der Grünen Bioraffinerie detailliert beschrieben.
4. Machbarkeitsstudie: Das Kernkapitel analysiert den Standort Redange in Luxemburg, erhebt das Graspotenzial und berechnet die technische sowie ökonomische Umsetzbarkeit des 2B-Verfahrens.
5. Übertragbarkeit: In diesem Abschnitt werden Sensibilitäten und Einflussfaktoren auf die Wirtschaftlichkeit für andere potenzielle Standorte aufgezeigt.
6. Fazit / Ausblick: Das Fazit bestätigt die prinzipielle Machbarkeit des Vorhabens am Standort Redange und empfiehlt eine weitere detaillierte Biomasse-Erhebung.
Grüne Bioraffinerie, stoffliche Verwertung, energetische Verwertung, Grasverwertung, 2B-Verfahren, Potentialerhebung, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, Annuitätsmethode, Luxemburg, Redange, Biogas, Futtermittelproteine, technische Fasern, Nachhaltigkeit, Biomasse.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit einer Grünen Bioraffinerie am Standort Redange in Luxemburg.
Die Arbeit behandelt die Rohstoffverfügbarkeit von Gras, Bioraffinerie-Technologien zur Gewinnung von Fasern, Proteinen und Biogas sowie die ökonomische Tragfähigkeit durch eine Wirtschaftlichkeitsrechnung.
Die zentrale Frage ist, ob die Implementierung einer Grünen Bioraffinerie nach dem 2B-Konzept am Standort Redange unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Bedingungen realisierbar ist.
Zur Überprüfung der Rohstoffbasis wird eine Potenzialerhebung durchgeführt, während die wirtschaftliche Bewertung mittels der Annuitätsmethode nach VDI-Richtlinie 2067 erfolgt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Standortanalyse, die Rohstoffcharakterisierung, die Darstellung der Bioraffinerie-Module und die Wirtschaftlichkeitsrechnung für den Standort Redange.
Zu den zentralen Begriffen zählen Bioraffinerie, Grasverwertung, ökonomische Vergleichsbetrachtung, 2B-Verfahren, Biogas und nachhaltige Landnutzung.
Sie fungiert als wichtige Synergieeinheit, da sie die Wirtschaftlichkeit erhöht, die Abwasserbehandlung stabilisiert und die in der Bioraffinerie anfallenden Stoffströme energetisch verwerten kann.
Das Konzept sieht den Einsatz einer Pflanzenkläranlage vor, die eine ökologisch sinnvolle und kostengünstige Reinigung ermöglicht, sodass das gereinigte Wasser idealerweise im Kreislauf wiederverwendet werden kann.
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