Diplomarbeit, 2021
57 Seiten, Note: 1,7
1. Theoretischer Hintergrund
1.1 Theorie des sozialen Austauschs
1.2 Arbeitsverhalten
1.3 Sozial erwünschtes Verhalten
1.4 Die Theorie der Persönlichkeit
1.5 Management Derailment
1.6 Kosten für die Organisation
2. Die Dunkle Triade
2.1 Die Dunkle Triade – ein neues Phänomen altbekannter Eigenschaften
2.2 Klinischer Ursprung
2.3 Drei stark zusammenhängende Eigenschaften: der „D-Faktor“
2.4 Geringe Verträglichkeit im sozialen Umgang
2.5 Narzissmus
2.6 Machiavellismus
2.7 Psychopathie
3. Kontraproduktives Verhalten am Arbeitsplatz (CWB)
3.1 Psychologische Ursachen von CWB
3.2 Komponenten von CWB
4. Der Zusammenhang zwischen der Dunklen Triade und CWB
4.1 Zusammenhangseffekte in Bezug auf CWB
4.2 Zusammenhangseffekte in Bezug auf Arbeitsleistung
4.3 Hypothesen
4.3.1 Annahmen über den Zusammenhang zwischen der Dunklen Triade und CWB
4.3.2 Annahmen über den Zusammenhang zwischen Narzissmus und CWB
4.3.3 Annahmen über den Zusammenhang zwischen Psychopathie und CWB
5. Forschungsmethode
5.1 Messinstrument
5.2 Stichprobe
6. Datenanalyse
6.1 Deskriptive Analyse
6.2 Prozess der statistischen Prüfung
7. Ergebnisse
7.1 Ergebnisse der deskriptiven Statistik
7.2 Ergebnisse der Inferenzstatistik
7.2.1 Ergebnisse des Zusammenhangs zwischen der Dunklen Triade und CWB
7.2.2 Ergebnisse des Zusammenhangs zwischen Narzissmus und CWB
7.2.3 Ergebnisse des Zusammenhangs zwischen Psychopathie und CWB
7.3 Weitere Befunde
7.3.1 Moshagens „D-Faktor“
7.3.2 Ergebnisse des Zusammenhangs zwischen Machiavellismus und Diebstahl
8. Diskussion
8.1 Diskussion des Zusammenhangs zwischen den drei Dunklen Eigenschaften und CWB
8.2 Diskussion des Zusammenhangs zwischen Narzissmus und CWB
8.3 Diskussion des Zusammenhangs zwischen Psychopathie und CWB
8.4 Diskussion des Zusammenhangs zwischen Machiavellismus und CWB
8.5 Diskussion der Methode
9. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Dunklen Triade (Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie) und kontraproduktivem Arbeitsplatzverhalten (CWB), um die Auswirkungen dieser Persönlichkeitseigenschaften auf Organisationen besser zu verstehen und entsprechende Risiken im Personalmanagement zu identifizieren.
2.5 Narzissmus
Narzissmus als Persönlichkeitseigenschaft beschreibt die Tendenz zu übersteigerter Selbstwahrnehmung und einer übertriebenen Selbstvorstellung von Bedeutsamkeit (Brosi und Spörrle, 2012). Daher gehen mit Narzissmus ebenso Eigenschaften wie „exzessive[r] Eitelkeit, Extravertiertheit und starken Bedürfnissen nach Macht, Status und Aufmerksamkeit einher“ (Externbrink und Keil, 2018, S.8).
Der Begriff „Narzissmus“ entstammt der mythischen Figur Narziss, dessen Selbstliebe ihn zum eigenen Tod führt. Übertragen auf die Überlebensfähigkeit der Organisation könnte Narzissmus einen letalen Einfluss auf die Organisation und ihre Mitglieder haben. Der Narzisst ist von seinen Qualitäten und Leistungen überzeugt. Daher nimmt er im sozialen Austausch höhere Aufwendungen hin, sofern daraus hohe Belohnungen in Form von Prestige, Aufmerksamkeit und Macht für ihn resultieren.
Für den Narzissten gelten soziale Regeln des Austauschs eher unverbindlich. Er externalisiert die Schuld des, durch ihn verursachten, Leids auf andere Personen oder Umweltfaktoren wie die Organisation und reagiert durch ein geringes Selbstwertgefühl besonders stark auf wahrgenommene Kränkungen (vgl. Externbrink und Keil, 2018).
1. Theoretischer Hintergrund: Einführung in die Theorie des sozialen Austauschs, das Konzept des Arbeitsverhaltens und die Bedeutung von sozial erwünschtem Verhalten sowie Persönlichkeitstheorien im Managementkontext.
2. Die Dunkle Triade: Detaillierte Betrachtung der drei Facetten Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie, deren klinischer Ursprung und die theoretische Fundierung des „D-Faktors“.
3. Kontraproduktives Verhalten am Arbeitsplatz (CWB): Definition und Kategorisierung kontraproduktiver Verhaltensweisen sowie Analyse ihrer psychologischen Ursachen.
4. Der Zusammenhang zwischen der Dunklen Triade und CWB: Theoretische Herleitung von Hypothesen basierend auf existierender Forschung zur Beziehung zwischen den drei dunklen Eigenschaften und CWB.
5. Forschungsmethode: Beschreibung des Forschungsdesigns, des verwendeten Messinstruments und der Zusammensetzung der Stichprobe.
6. Datenanalyse: Erläuterung der angewandten deskriptiven und inferenzstatistischen Analysemethoden zur Prüfung der Hypothesen.
7. Ergebnisse: Darstellung der empirischen Ergebnisse, inklusive der deskriptiven Statistik und der Korrelationsanalysen der untersuchten Dimensionen.
8. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse, kritische Reflexion der Forschungsmethode und Ableitung der Implikationen für die Praxis.
9. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Befunde und Ableitung praktischer Handlungsempfehlungen für das Personalmanagement.
Dunkle Triade, Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie, kontraproduktives Arbeitsverhalten, CWB, Arbeitsplatz, soziale Erwünschtheit, Personalmanagement, Diebstahl, Sabotage, D-Faktor, Führungsposition, Personalauswahl, Risikoprävention
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen der sogenannten "Dunklen Triade" (Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie) und kontraproduktivem Verhalten am Arbeitsplatz.
Die zentralen Felder sind die Psychologie der Dunklen Triade, die Kategorisierung von schädigendem Arbeitsverhalten und die Herausforderungen für das Personalmanagement.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie Träger der Dunklen Triade zu schädigendem Verhalten gegenüber Mitarbeitern und der Organisation neigen, um daraus Handlungsempfehlungen für Unternehmen abzuleiten.
Es wurde eine empirische Online-Befragung mit validierten Kurzskalen (Dreckiges Dutzend und CWB-C) durchgeführt, deren Daten deskriptiv und mittels Korrelationsanalysen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil beleuchtet theoretische Grundlagen, die Hypothesenbildung, die methodische Vorgehensweise, die statistische Datenanalyse sowie die Diskussion der Ergebnisse.
Dunkle Triade, Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie, kontraproduktives Arbeitsverhalten, Risikoprävention und Personalmanagement.
Sie ist relevant, da Befragte bei psychometrischen Tests zu unethischen Eigenschaften dazu tendieren könnten, sich besser darzustellen, was die Genauigkeit der Messung beeinflussen kann.
Die Studie belegt einen signifikanten positiven Zusammenhang zwischen der Dunklen Triade – insbesondere Narzissmus und Machiavellismus – und dem kontraproduktiven Verhalten "Diebstahl".
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