Diplomarbeit, 2004
139 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Physikalische Grundlagen
2.1 Elektromagnetische Strahlung
2.2 Mikrowellenfernerkundung
2.2.1 Thermische Strahlung
2.2.2 Helligkeitstemperatur und Emissivität
2.2.3 Mikrowelleneigenschaften von Meerwasser und Meereis
2.2.4 Entwicklung und Aufbau von Meereis
2.2.5 Einfluss der Atmosphäre
3. Sensoren, Satelliten und Daten
3.1 AMSR(-E)
3.1.1 Abtastgeometrie
3.1.2 Datenprodukte
3.2 SSM/I
3.3 MODIS
3.4 RADARSAT
4. Eiskonzentrationsberechnung
4.1 BOOTSTRAP-Algorithmus
4.2 ARTIST Sea Ice (ASI) Algorithmus
4.2.1 89 GHz Algorithmus
4.2.2 Wetterfilter
4.3 Gitterprojektion
4.3.1 Abtastabstand der Schwaddaten
4.3.2 Polarstereographische Projektion
4.3.3 Gitterinterpolation
4.3.4 Kartendarstellung
4.4 Validierung
4.4.1 Vergleich mit BOOTSTRAP-Daten
4.4.2 Anpassung an NASA-TEAM-SSM/I-Daten
4.5 Fehlerbetrachtung
4.6 Fallstudien und Anwendungen
4.6.1 Ochotskisches Meer
4.6.2 North Water Polynye
4.6.3 Nord-West-Passage
4.6.4 Eis auf Seen und Flüssen
5. Eiskantendetektion
5.1 Ice Edge Detection(IED) Algorithmus
5.2 Vergleich und Validierung
5.2.1 MODIS
5.2.2 Eiskantendetektion mit ASI
5.2.3 RADARSAT
6. Zusammenfassung und Ausblick
A. Wetterdaten
B. RADARSAT-Szenen mit detektierten Eiskanten
C. Streudiagramme der Wetterfilter
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, zwei bestehende Verfahren zur Meereisfernerkundung auf die Daten der neuen Mikrowellenradiometer AMSR und AMSR-E zu übertragen, um sowohl die Meereiskonzentration als auch die Lage der Eiskante in der Arktis und Antarktis mit verbesserter räumlicher Auflösung zu bestimmen.
2.2 Mikrowellenfernerkundung
Das elektromagnetische Spektrum wird für verschiedene Wellenlängen λ und Frequenzen ν in Bereiche eingeteilt: λ = ∞ bis 10 cm ν = 0 bis 3 GHz Radiowellen = 10 cm bis 1 mm = 3 GHz bis 300 GHz Mikrowellen = 1 mm bis 0,7 μm = 0,3 THz bis 428 THz Infrarot = 0,7 μm bis 0,4 μm = 428 THz bis 750 THz sichtbares Licht = 400 nm bis 10 nm = 0,75 PHz bis 30 PHz Ultraviolett = 100 Å bis 0,1 Å = 30 PHz bis 30 EHz Röntgenstrahlung ≤ 0,1 Å ≥ 30 EHz γ-Strahlung Der verwendete AMSR(-E)-Sensor misst die von der Erde emittierten Mikrowellen im Frequenzbereich zwischen 7 und 89 GHz.
1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung des Meereises für das Klimasystem, die Herausforderungen der Beobachtung und die Aufgabenstellung der Arbeit.
2. Physikalische Grundlagen: Erläutert die Wechselwirkung elektromagnetischer Strahlung mit Meereis und Atmosphäre sowie die Entwicklung von Eistypen.
3. Sensoren, Satelliten und Daten: Stellt die verwendeten Radiometer AMSR(-E) sowie Vergleichssensoren SSM/I, MODIS und RADARSAT vor.
4. Eiskonzentrationsberechnung: Detaillierte Vorstellung des BOOTSTRAP- und ASI-Algorithmus, der Gitterprojektion, der Validierung sowie Fallbeispielen.
5. Eiskantendetektion: Beschreibung des IED-Algorithmus, dessen Validierung und Vergleich mit anderen Sensorprodukten.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Arbeit und Ausblick auf künftige Validierungsmöglichkeiten.
Meereis, Fernerkundung, AMSR-E, Mikrowellenradiometer, Eiskonzentration, Eiskante, ASI-Algorithmus, Wetterfilter, Arktis, Antarktis, Strahlungstransfer, MODIS, RADARSAT, Klimasystem.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse und Auswertung von Daten des satellitengestützten Mikrowellenradiometers AMSR(-E) zur Bestimmung der Meereiskonzentration und der Eiskante in polaren Regionen.
Die Schwerpunkte liegen auf den physikalischen Grundlagen der Mikrowellenfernerkundung, der Algorithmenentwicklung zur Eisbestimmung, der Korrektur atmosphärischer Effekte und der Validierung mittels Satellitenvergleich.
Das Ziel ist die Übertragung bestehender Verfahren (ASI und IED) auf das AMSR(-E)-System, um von der hohen räumlichen Auflösung der 89 GHz-Kanäle zu profitieren.
Es werden passive Mikrowellenradiometrie, analytische Strahlungstransportmodelle und statistische Vergleichsmethoden zur Kalibrierung und Anpassung von Algorithmen genutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen, die Implementierung des Eiskonzentrations- und Eiskantendetektions-Algorithmus sowie deren umfangreiche Validierung anhand von Vergleichsdaten.
Zu den Kernbegriffen gehören Meereis, AMSR-E, Eiskonzentration, Eiskantendetektion, Wetterfilter und Satellitenfernerkundung.
Die Arbeit implementiert verschiedene Wetterfilter, die auf unterschiedlichen Frequenzverhältnissen (GR) und der Polarisationsdifferenz basieren, um Wolken- und Atmosphäreneinflüsse zu minimieren.
Die 89 GHz-Kanäle bieten eine deutlich höhere räumliche Auflösung (ca. 5 km) als tiefere Frequenzen, was für die Beobachtung mesoskaliger Phänomene wie Polynyen oder schmaler Eisstrukturen entscheidend ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

