Bachelorarbeit, 2020
80 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Übersicht und Abgrenzung
2.1.1 Thematische Abgrenzung und Forschungsfrage
2.1.2 Systematik der Rehabilitation in Deutschland
2.1.3 Gesetzliche Grundlagen
2.1.4. Biopsychosoziales Modell und Klassifizierung von Gesundheit
2.1.5 Teilhabestörungen, Behinderung, Reha-Leistungsarten
2.1.6 Wiedereingliederungsmaßnahmen und Erwerbsfähigkeit
2.1.7 Leistungsträger und Berufsförderungswerke
2.1.8 Der Reha-Gesamtprozess
2.2 Erwerbspersonenpotenzial am Arbeitsmarkt
2.2.1 Arbeitsmarkt und EPP in der Epoche der 1960er Jahre
2.2.2 Arbeitsmarkt und EPP in der heutigen Zeit
2.3 Die Entwicklung der Sozialberatung
2.3.1 Die Einzelfallhilfe
2.3.2 Das Beratungskonzept
2.3.3 Die Psychosoziale Beratung
2.3.4 Das Case-Management
2.3.5 Das Reha-Integrationsmanagement
2.4 Handlungsleitende theoretische Fundierung
2.4.1 Empowerment
2.4.2 Lebenswelt-Theorie
3. Bisheriger Forschungsstand
3.1 Erfolgsfeststellung in der beruflichen Rehabilitation
3.2 Langfristige Wiedereingliederung
3.3 Maßnahmeteilnahme und Beschäftigungschancen
3.4 Das Modell Neue Reha
3.5 Elemente einer erfolgreichen beruflichen Integration
3.6 Berufliche Rehabilitation aus Sicht der Teilnehmenden
3.7 Der Verbleib der Rehabilitanden
4. Vorgehensweise und Ergebnisse der Analyse
4.1 Methodik
4.2 Diskussion
4.2.1 Bedeutung der Ergebnisse der Literaturrecherche
4.2.2 Bedeutung für die betriebliche Praxis
5. Fazit
5.1. Zusammenfassung und Beantwortung der Forschungsfrage
5.2 Limitationen und Ausblick
Die vorliegende Arbeit analysiert die Entwicklung der beruflichen Rehabilitation in Deutschland und untersucht, welchen Beitrag die soziale Arbeit in Berufsförderungswerken (BFW) zum Erfolg des Reha-Gesamtprozesses leisten kann, mit Fokus auf die Forschungsfrage: Mit welchen Mitteln kann die Sozialarbeit in einem Berufsförderungswerk zum Erfolg der beruflichen Rehabilitation beitragen?
2.4.1 Empowerment
Empowerment meint wörtlich Selbstbefähigung, Selbstbemächtigung von Menschen in Lebenskrisen (Herriger, 2020). Der Autor vergleicht das Konzept mit einem leeren Regal, das mit neuen Begriffen, Haltungen und Werten gefüllt werden könne (Herriger, 2020). Der Blick auf die Menschen wende sich ab von Defizitorientierung und richte sich auf Ressourcen, Fähigkeiten, Stärken und Wiederaneignung der Selbstbestimmung durch Selbstgestaltungskraft über das eigene Leben, so Herriger (2020). Es gehe im Kern um Zugewinn von sozialer Teilhabe, um Autonomie und die Überzeugung, dass ein eigenbestimmtes selbst verantwortetes Leben möglich werden könne, auch wenn Soziale Arbeit oft an “biographischen Nullpunkten” von Menschen ansetze (Herriger 2020, Vorwort). Für die Adressaten bedeute dies, sich ermutigen zu lassen, nicht in Prozessen der Verleugnung und Nichtwahrnehmung stecken zu bleiben, nicht länger in lähmenden Mustern und Konditionierung zu verharren, sondern aus sozialem Rückzug heraus mutig Schritte mit anderen Menschen gemeinsam zu wagen, um teilzuhaben an Arbeit und Leben in der Gesellschaft und dabei gestaltend mitzuwirken (Herriger, 2020). Methodisch gehe dabei dem Autor zufolge der Trend hin zu psychosozialer Praxis und wende sich ab von vermeintlichem Expertentum und Bevormundung (Herriger, 2020; Rogers, 2014). Das Konzept Empowerment könne, so Herriger (2020) in zahlreichen Kontexten angewandt werden: politisch, lebensweltlich, im fachlichen Selbstverständnis, in professionellen Unterstützungskonzepten, allgemein in beruflichen Kontexten.
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die steigende Lebensarbeitszeit und den Fachkräftemangel in Deutschland sowie die Rolle der Berufsförderungswerke (BFW) bei der beruflichen Rehabilitation.
2. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen, das biopsychosoziale Modell, die Entwicklung der Sozialberatung und theoretische Fundierungen wie Empowerment und die Lebenswelt-Theorie im Kontext der BFW.
3. Bisheriger Forschungsstand: Hier werden sieben relevante Studien dargestellt, die Ansätze zur Erfolgsfeststellung, langfristigen Wiedereingliederung und das "Modell Neue Reha" kritisch beleuchten.
4. Vorgehensweise und Ergebnisse der Analyse: Die Methodik der systematischen Literaturanalyse wird erläutert, gefolgt von einer Diskussion der Ergebnisse, insbesondere der Bedeutung von Case Management und Reha-Integrationsmanagement für die betriebliche Praxis.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage hinsichtlich der Mittel der Sozialarbeit und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsnotwendigkeiten.
Berufliche Rehabilitation, BFW, Soziale Arbeit, Reha-Integrationsmanagement, Case Management, Empowerment, Lebenswelt-Theorie, Arbeitsmarkt, Wiedereingliederung, Reha-Gesamtprozess, Erwerbspersonenpotenzial, Teilhabe am Arbeitsleben, Erfolgsfeststellung, Sozialpädagogik, berufliche Integration
Die Arbeit befasst sich mit der beruflichen Rehabilitation in Berufsförderungswerken (BFW) und der Rolle der sozialen Arbeit innerhalb dieses Prozesses.
Die zentralen Felder umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Rehabilitation, arbeitsmarktpolitische Entwicklungen, die methodische Entwicklung der Sozialberatung sowie die Evaluation von Reha-Maßnahmen.
Das Ziel ist die Analyse der Entwicklung der beruflichen Rehabilitation und die Beantwortung der Frage: Mit welchen Mitteln kann die Sozialarbeit in einem Berufsförderungswerk zum Erfolg der beruflichen Rehabilitation beitragen?
Die Autorin nutzte eine systematische Literaturanalyse, um den aktuellen Forschungsstand zu erfassen und zu diskutieren.
Im Hauptteil werden theoretische Fundierungen (Empowerment, Lebenswelt-Theorie), die Entwicklung von Beratungskonzepten (Case Management) und bestehende Studien zum Reha-Erfolg und zur Wiedereingliederung analysiert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Berufliche Rehabilitation, Case Management, BFW, Soziale Arbeit, Reha-Integrationsmanagement und Teilhabe am Arbeitsleben.
Durch Prozesse wie "RehaFutur" und das "Modell Neue Reha" hat sich der Sozialarbeiter zum Reha-Integrationsmanager entwickelt, der den Reha-Fall kontinuierlich und federführend steuert.
Laut der Autorin führt starker Kostendruck zu einer Verschlechterung der Beratungsqualität, da Mitarbeiter häufiger wechseln und die durchgehende Zuständigkeit des Case Managements gefährdet ist.
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