Bachelorarbeit, 2021
48 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Methodisches Vorgehen
3. Resilienz – Begriffliche Annäherung und Definition
4. Entwicklung und Charakteristika des Konzepts „Resilienz“
4.1. Dynamischer Anpassungs- und Entwicklungsprozess
4.2. Variable Größe
4.3. Situationsspezifisch und multidimensional
5. Zentrale Bezugskonzepte der Resilienzforschung
5.1. Risikofaktorenkonzept
5.2. Schutzfaktorenkonzept
5.3. Risiko- und Schutzfaktoren – Wirkprozesse und Mechanismen
5.4. Das Rahmenmodell von Resilienz
6. Empirische Forschung
6.1. Resilienzforschung
6.2. Die Kauai-Längsschnittstudie
6.3. Personale Ressourcen
6.3.1. Resilienzfaktoren
6.3.2. Kindbezogene Faktoren
6.4. Soziale Ressourcen
6.4.1. Protektive Faktoren in der Familie
6.4.2. Protektive Faktoren im sozialen Umfeld
6.5. Resilienz im Entwicklungsverlauf
7. Bedeutung von Resilienzförderung
7.1. Ziele von Resilienzförderung
7.2. Ansätze von Resilienzförderung
7.3. Resilienzförderung nach Edith H. Groteberg
7.4. Resilienzförderung in Kindertageseinrichtungen
7.4.1. Prävention und Resilienzförderung in Kindertageseinrichtungen (PRiK)
8. Schlussteil
8.1. Ergebnisse und Schlussfolgerungen für die pädagogische Praxis
8.2. Kritische Anmerkungen
8.3. Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Resilienz bei Kindern im Alter von null bis zehn Jahren. Das Ziel besteht darin, grundlegende protektive Faktoren zu identifizieren, Ansätze zur Förderung der psychischen Widerstandskraft aufzuzeigen und daraus konkrete Schlussfolgerungen für die kindheitspädagogische Praxis abzuleiten, um Kindern trotz widriger Lebensumstände eine positive Entwicklung zu ermöglichen.
ich habe (äußere Unterstützung)
Menschen, die mir vertrauen und mich lieben,
Menschen, die mir Grenzen setzen (Orientierung und Schutz vor Gefahren),
Menschen, die mir Vorbilder sind und von denen ich lernen kann, (…)
ich bin (innere Stärke)
ein Kind, das von anderen wertgeschätzt und geliebt wird,
froh, anderen helfen zu können und ihnen meine Anteilnahme zu signalisieren,
respektvoll gegenüber mir selbst und anderen, (…)
ich kann (interpersonale und Problemlösefähigkeiten)
mit anderen sprechen, wenn mich etwas ängstigt oder mir Sorgen bereitet,
Lösungen für Probleme finden, mit denen ich konfrontiert werde,
mein Verhalten in schwierigen Situationen kontrollieren, (…) (Groteberg 2003, S. 3 f.)
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Resilienzforschung ein und erläutert die Relevanz der Thematik für die pädagogische Arbeit mit Kindern zwischen null und zehn Jahren.
2. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt die durchgeführte Literaturrecherche und die methodische Vorgehensweise zur Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstands.
3. Resilienz – Begriffliche Annäherung und Definition: Hier wird der Begriff Resilienz definiert und als Prozess der Bewältigung sowie als Ergebnis positiver Entwicklung erläutert.
4. Entwicklung und Charakteristika des Konzepts „Resilienz“: Dieses Kapitel thematisiert den Paradigmenwechsel in der Forschung hin zu einem Fokus auf Ressourcen und erläutert die dynamischen Merkmale von Resilienz.
5. Zentrale Bezugskonzepte der Resilienzforschung: Die zentralen Konzepte zu Risikofaktoren und Schutzfaktoren werden detailliert vorgestellt sowie durch verschiedene Modelle veranschaulicht.
6. Empirische Forschung: Dieses Kapitel widmet sich den wissenschaftlichen Grundlagen, insbesondere der Kauai-Längsschnittstudie, und untersucht personale sowie soziale Ressourcen.
7. Bedeutung von Resilienzförderung: Hier werden Ziele und konkrete Ansätze der Resilienzförderung, inklusive des Programms PRiK für Kindertageseinrichtungen, dargestellt.
8. Schlussteil: Der Schlussteil beantwortet die zentralen Forschungsfragen und bietet eine kritische Reflexion des Konzepts für die pädagogische Praxis.
Resilienz, Kindheitspädagogik, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Resilienzförderung, Kauai-Längsschnittstudie, Psychische Widerstandsfähigkeit, Kindertageseinrichtungen, Selbstwirksamkeit, Soziale Ressourcen, Personale Ressourcen, Prävention, Entwicklung, Bewältigung, PRiK
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Resilienz bei Kindern und untersucht, wie diese trotz belastender Lebensumstände eine gesunde Entwicklung vollziehen können.
Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Definition von Resilienz, den empirischen Grundlagen der Forschung, der Identifikation von Schutz- und Risikofaktoren sowie praktischen Ansätzen zur Resilienzförderung.
Ziel ist es, pädagogischen Fachkräften Erkenntnisse und Methoden an die Hand zu geben, um Resilienz gezielt zu stärken und somit das Kind als aktives Subjekt zu unterstützen.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche, die wissenschaftliche Datenbanken und einschlägige Fachliteratur aus den letzten 30 Jahren einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Darstellung empirischer Erkenntnisse sowie die konkrete Ausgestaltung von Förderkonzepten in Kindertageseinrichtungen.
Zu den prägenden Begriffen zählen Resilienz, Schutzfaktoren, psychische Widerstandsfähigkeit, Kindheitspädagogik, Selbstwirksamkeit und Prävention.
Diese Pionierstudie begleitete Kinder aus Risikolagen über Jahrzehnte hinweg und lieferte erstmals empirische Belege dafür, welche Faktoren eine positive Entwicklung trotz Belastungen begünstigen.
Das PRiK-Modell zeichnet sich durch einen multimodalen Ansatz aus, der sowohl die direkte Arbeit mit Kindern als auch die Einbeziehung der Eltern und des pädagogischen Fachpersonals umfasst.
Sie ist notwendig, um die Komplexität von Wirkungszusammenhängen in der Kindesentwicklung zu verstehen und um zu vermeiden, Schutzfaktoren fälschlicherweise nur als bloße Gegenpole zu Risiken zu betrachten.
Fachkräfte dienen als wichtige Rollenmodelle und gestalten die Bildungsumwelt so, dass sie für das Kind zur stabilen „Insel der Ordnung“ wird, welche die Entwicklung personaler Ressourcen ermöglicht.
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