Diplomarbeit, 2007
107 Seiten, Note: 2,0
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung und Praxis polizeilicher Kriminalprävention in Deutschland. Sie analysiert die Veränderungsprozesse kriminalpräventiver Ansätze vor dem Hintergrund einer neuen „Kultur der Kontrolle“. Die Arbeit untersucht, wie sich das Verständnis von Kriminalprävention im Laufe der Zeit gewandelt hat und welche neuen Herausforderungen sich für die Polizei im Kontext einer zunehmenden Sicherheitsorientierung ergeben.
Die Einleitung führt in die Thematik der Kriminalprävention ein und stellt den aktuellen Forschungsstand dar. Sie beleuchtet den Wandel von einer „Post-Crime-Society“ zu einer „Pre-Crime-Society“ und die damit verbundenen Herausforderungen für die Kriminologie.
Kapitel 1 befasst sich mit dem Wandel des Kriminalpräventionsverständnisses. Es werden die traditionellen und neuen Ansätze der Kriminalprävention definiert und die jeweiligen Verantwortlichkeiten der Akteure beleuchtet.
Kapitel 2 analysiert die Kriminalprävention im Kontext einer neuen Kontrollkultur. Es werden die Merkmale einer neuen Kultur der Kontrolle beschrieben und die Auswirkungen auf die Rolle der Polizei untersucht.
Kapitel 3 befasst sich mit der souveränen Staatlichkeit und der neuen Sicherheitsgesetzgebung. Es werden die Auswirkungen der neuen Gesetze auf die Freiheit des Einzelnen und die Rolle der Polizei im Kontext von Sicherheit und Freiheit untersucht.
Kapitel 4 analysiert die adaptiven Strategien und die kommunale Kriminalprävention. Es werden die Vor- und Nachteile der kommunalen Kriminalprävention diskutiert und die Rolle der Polizei in diesem Kontext beleuchtet.
Kapitel 5 fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen der Kriminalprävention.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Kriminalprävention, Kontrollkultur, Polizei, Sicherheitsgesetzgebung, Staatlichkeit, Freiheit, Demokratie, kommunale Kriminalprävention, Responsibilisierung, Verpolizeilichung.
Es beschreibt den Übergang von einer Polizei, die primär auf begangene Straftaten reagiert, hin zu einer präventiven Kontrolle, die versucht, Gefahren bereits im Vorfeld zu erkennen und auszuschalten.
Souveräne Strategien setzen auf staatliche Härte und neue Sicherheitsgesetze. Adaptive Strategien setzen auf Prävention durch Kooperation mit der Zivilgesellschaft und kommunale Netzwerke.
Es gibt eine Tendenz zur Vorfeldkriminalisierung, bei der polizeiliche Eingriffsbefugnisse zeitlich weit vor eine konkrete Gefahr verlagert werden, was das Spannungsverhältnis zwischen Freiheit und Sicherheit verschärft.
Responsibilisierung bedeutet, dass der Staat die Verantwortung für Sicherheit teilweise auf Bürger, Kommunen und private Akteure überträgt, die nun aktiv zur Kriminalitätsbekämpfung beitragen sollen.
Kritiker bemängeln eine zunehmende soziale Kontrolle, die Ausgrenzung bestimmter Gruppen aus dem öffentlichen Raum und eine „Verpolizeilichung“ gesellschaftlicher Probleme.
Der Gefahrenbegriff wurde durch Konzepte wie die „abstrakte Gefahr“ oder „drohende Gefahr“ erweitert, was der Polizei ermöglicht, früher und mit weniger konkreten Anhaltspunkten einzugreifen.
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