Diplomarbeit, 2006
116 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Ausgangssituation
1.2. Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Begriffliche Grundlagen
2.1. Begriff Marke
2.2. Begriff Handelsmarke
2.2.1. Überblick
2.2.2. Abgrenzung von Herstellermarken und Handelsmarken auf Basis produktbezogener Merkmalskataloge
2.2.3. Abgrenzung von Herstellermarken und Handelsmarken auf Basis des Markenträgers
2.3. Strategieoptionen von Handelsmarken
3. Funktionen und Ziele von Handelsmarken
3.1. Funktionen von Handelsmarken
3.1.1. Grundfunktionen von Marken
3.1.2. Marktteilnehmerspezifische Funktionen von Handelsmarken
3.2. Ziele der Handelsmarkenpolitik
3.2.1. Allgemeine Ziele von Handelsmarken
3.3.2. Ziele verschiedener Ausprägungen von Handelsmarken
4. Historische Entwicklung und aktueller Stand von Handelsmarken
4.1. Historische Entwicklung von Handelsmarken
4.2. Entwicklungsphasen der Handelsmarken
4.3. Aktueller Stand von Handelsmarken in Europa
5. Einflussfaktoren auf die Entwicklung von Handelsmarken
5.1. Allgemeine Erklärungsansätze zur Entwicklung von Handelsmarken
5.2. Einflussfaktoren auf die Entwicklung von Handelsmarken
5.2.1. Überblick
5.2.2. Umfeldbezogene Faktoren
5.2.3. Marktbezogene Faktoren
5.2.4. Handels-, hersteller- und konsumentenbezogene Faktoren
5.3. Länderübergreifende Einflussfaktoren auf die Entwicklung von Handelsmarken
5.3.1. Überblick
5.3.2. Handelsbezogene Faktoren
5.3.2.1. Konzentrationsprozesse und Handelsmacht
5.3.2.2. Professionalisierung des Handelsmarkenmanagements
5.3.3. Herstellerbezogene Faktoren
5.3.3.1. Produktion und Qualität von Handelsmarken
5.3.3.2. Aktionsgetriebene Produktpolitik der Hersteller
5.3.4. Konsumentenbezogene Faktoren
6. Analyse des Status quo von Handelsmarken im internationalen Vergleich am Beispiel der Getränkebranche
6.1. Determinanten der Getränkebranche
6.1.1. Struktur der Getränkebranche
6.1.2. Herausforderungen und Trends der Getränkebranche
6.1.2. Bedeutung von Handelsmarken in der Getränkebranche
6.2. Analyse des Status quo von Handelsmarken im internationalen Vergleich hinsichtlich strategischer Dimensionen
6.2.1. Überblick
6.2.2. Analyse des Status quo von Handelsmarken im internationalen Vergleich hinsichtlich der Kompetenzhöhe
6.2.3. Länderspezifische Einflussfaktoren auf den Status quo von Handelsmarken hinsichtlich der Kompetenzhöhe
6.2.3.1. Umfeldbezogene Faktoren
6.2.3.2. Handelsbezogene Faktoren
6.2.3.3. Konsumentenbezogene Faktoren
6.2.4. Analyse des Status quo von Handelsmarken im internationalen Vergleich hinsichtlich der Kompetenzbreite, des Markennamens und der Sortimentsbedeutung
6.2.5. Analyse des Status quo von Handelsmarken im internationalen Vergleich hinsichtlich der Kompetenztiefe
7. Entwicklungspotenziale von Handelsmarken
7.1. Überblick
7.2. Länderübergreifende Entwicklungspotenziale von Handelsmarken
7.3. Länderspezifische Entwicklungspotenziale von Handelsmarken
8. Fazit
Die Arbeit beleuchtet den Status quo sowie die vergangene und zukünftige Entwicklung von Handelsmarken in europäischen Märkten, wobei der Fokus auf der Getränkebranche als Teil des Konsumgüterbereichs liegt. Ziel ist es, länderspezifische Unterschiede in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zu analysieren und die treibenden Einflussfaktoren für diesen Erfolg zu identifizieren.
2.2.1. Überblick
Für den Terminus „Handelsmarke“, im Englischen bekannt als „private brand“, „store brand“ oder auch „private label“, existieren im deutschsprachigem Raum recht unterschiedliche Begriffsbestimmungen (Schenk 2001, S. 75). Als Folge der sich herausgebildeten Begriffsvielfalt der Termini „Marke“ und „Handelsmarke“ wird in der relevanten Marketingliteratur oft kontrovers diskutiert, „wie sich der klassische Markenartikel, die Marke und insbesondere die Handelsmarke voneinander abgrenzen lassen“ (Bruhn 2001, S. 6). Da das Markenwesen seit geraumer Zeit durch die Hersteller der Konsumgüterindustrie geprägt wird, assoziieren viele Konsumenten den Begriff „Marke“ mit der Herstellermarke (Peters 1998, S. 33f.). Zudem verstärkt eine häufige Verwendung von Begriffen wie „klassischer Markenartikel“, „berühmter Markenartikel“ u.ä. für Herstellermarken diese Assoziationen (Schenk 2001, S. 93) und führt dazu, dass sich der Terminus „Marke“ im Bewusstsein der Verbraucher als Herstellermarke manifestiert hat (Berekoven 1995, S. 134). Infolge des zunehmenden vertikalen Markenwettbewerbs, bei dem die Markenartikel der Hersteller sowie die Handelsmarken aufgrund der Ausrichtung auf die Befriedigung gleicher oder ähnlicher Konsumentenbedürfnisse in Konkurrenz zu einander stehen (Bruhn 1999, S. 451), versuchen einige Vertreter der Konsumgüterindustrie ihre Marken als Markenartikel und als Gegenbegriff zu den Handelsmarken einzusetzen (Peters 1998, S. 33ff.). Die auf der ideologischen Ebene, d.h. von den Vertretern der „klassischen“ Markenartikelindustrie (Bruhn 2001, S. 6), geführte Handelsmarkendiskussion „bezüglich der Unterschiede zwischen Hersteller- und Handelsmarken ist durch immer wieder lancierte Behauptung geprägt, dass eine Eigenmarke des Handels den Status einer „echten“ Markenware nicht verdient hätte“ (Gröppel Klein 2005, S. 1117).
1. Einleitung: Darstellung der Ausgangssituation, der Zielsetzung sowie der Vorgehensweise in der Arbeit.
2. Begriffliche Grundlagen: Erläuterung der Markenbegriffe und deren Abgrenzung sowie Darstellung verschiedener Strategieoptionen.
3. Funktionen und Ziele von Handelsmarken: Analyse der Grundfunktionen von Marken und der spezifischen Ziele aus Sicht von Handel und Konsumenten.
4. Historische Entwicklung und aktueller Stand von Handelsmarken: Überblick über die historische Entwicklung und den gegenwärtigen Status von Handelsmarken in Europa.
5. Einflussfaktoren auf die Entwicklung von Handelsmarken: Analyse der verschiedenen Erklärungsansätze und Faktoren, die das Wachstum von Handelsmarken begünstigen.
6. Analyse des Status quo von Handelsmarken im internationalen Vergleich am Beispiel der Getränkebranche: Vertiefende Untersuchung der Getränkebranche und der länderspezifischen Unterschiede in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.
7. Entwicklungspotenziale von Handelsmarken: Aufzeigen der länderübergreifenden und länderspezifischen Potenziale für die zukünftige Entwicklung.
8. Fazit: Zusammenfassende Erkenntnisse und Ausblick auf die weitere Entwicklung.
Handelsmarken, Herstellermarken, Markenartikel, Getränkebranche, LEH, Markenpolitik, Handelsmanagement, Handelsmacht, Konzentrationsprozesse, Konsumentenverhalten, Wettbewerb, Positionierung, Gattungsmarken, Premium-Handelsmarken, Europa.
Die Arbeit untersucht den aktuellen Status, die historische Entwicklung sowie die Zukunftsperspektiven von Handelsmarken im internationalen Kontext, wobei ein besonderer Fokus auf der Getränkebranche liegt.
Zentral sind die strategische Einordnung von Handelsmarken, die Identifikation von Einflussfaktoren für ihr Wachstum sowie der Vergleich der Situation in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.
Das Hauptziel besteht darin, die Entwicklung der Handelsmarken in verschiedenen europäischen Märkten zu beleuchten und zu klären, warum sich die Bedeutung einzelner Handelsmarkenformen zwischen den untersuchten Ländern unterscheidet.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Branchenstudien und Marktdaten (z.B. A.C. Nielsen, Planet Retail), um die verschiedenen Einflussfaktoren fundiert darzustellen.
Der Hauptteil behandelt begriffliche Grundlagen, Funktionen und Ziele, eine Historie der Handelsmarken, eine ausführliche Analyse von Einflussfaktoren (ökonomisch, technologisch, gesellschaftlich) und eine konkrete Fallstudie zur Getränkebranche.
Handelsmarken, Markenpolitik, Getränkebranche, internationaler Vergleich, Konzentrationsprozesse und Handelsmacht.
Die Produkte der Getränkebranche sind weitgehend standardisiert und klar spezifiziert, was das Kaufrisiko für Konsumenten senkt und Handelsmarken hier besonders erfolgreich macht.
Dieses Gesetz verbot Handelsunternehmen, Herstellermarken unter einem festgelegten Mindestpreis anzubieten, was den Preiswettbewerb einschränkte und klassische Handelsmarken gegenüber Herstellermarken begünstigte.
Es beschreibt die Polarisierung der Märkte, bei der das mittlere Marktsegment zugunsten von extrem günstigen Gattungsmarken oder hochwertigen Premium-Handelsmarken an Volumen verliert.
Co-Branding ermöglicht ein „Trading-up“, bei dem durch die Kombination von Handels- und Herstellermarken ein klares Image-Upgrade erzielt wird, um sich vom Wettbewerb abzuheben.
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