Bachelorarbeit, 2021
61 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theorie
2.1 Kontrollüberzeugung
2.2 Bedürfnis nach Einzigartigkeit
2.3 Reaktanz
2.4 Deonance
2.5 Forschungsfrage und Hypothesen
3. Methode
3.1 Stichprobenbeschreibung
3.2 Erhebungsinstrumente
3.3 Untersuchungsdesign und Vorgehensweise
4. Ergebnisse
4.1 Ergebnisse in Bezug auf Reliabilitäts- und Hauptkomponentenanalysen
4.2 Ergebnisse in Bezug auf die deskriptive Statistik
4.3 Ergebnisse in Bezug auf die Hypothesen
4.4 Ergebnisse in Bezug auf die weiteren Analysen
5. Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Limitationen und zukünftige Forschungen
6. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, welche psychologischen Merkmale und motivationalen Faktoren dazu führen, dass Individuen in unterschiedlicher Weise auf behördliche Corona-Schutzmaßnahmen reagieren. Im Fokus stehen dabei das Ausmaß der Kontrollüberzeugungen, das Bedürfnis nach Einzigartigkeit sowie psychologische Reaktanz und Deonance als zentrale Einflussgrößen für das individuelle Verhalten.
2.3 Reaktanz
Sobald unser Sitznachbar im Flugzeug die Armlehne benutzt, gewinnt diese plötzlich an Bedeutung. Plötzlich wird das Ausruhen eines Arms zu einem starken Bedürfnis, der zur Verfügung stehende Platz auf dem Sitz erscheint beschränkt und die komplette Aufmerksamkeit richtet sich auf das Warten darauf, dass der Sitznachbar seinen Arm entferne. Eine Freiheit, selbst wenn diese zuvor nicht in Anspruch genommen wurde, kann zum Fokus der Aufmerksamkeit, wenn sie eingeschränkt oder sogar eliminiert wird. Demzufolge wird die Wiederherstellung der Freiheit zum Zentrum motivationaler Ausrichtung (Graupmann, Kayser, & Frey, 2016, S. 31 ff.).
Der Ansatz der psychologischen Reaktanz geht auf Brehm (1966) zurück, eine angepasste Darstellung davon findet sich bei Dickenberger et al. (2001). Bei der Theorie der psychologischen Reaktanz handelt es sich um eine Motivationstheorie, die beschreibt, wie Personen auf empfundene Einengung ihrer Freiheitsspielräume reagieren. Dabei dient die Reaktanz als Motivation zur Wiederherstellung eingeengter oder eliminierter Freiheitsspielräume. Hierbei unterscheiden sich die Voraussetzungen für das Entstehen psychologischer Reaktanz a) die Vorstellung zu haben, über einen Freiheitsspielraum zu verfügen, b) diesen Freiheitsspielraum als einigermaßen wichtig zu empfinden und c) eine kommende Bedrohung oder Eliminierung dieses Freiheitsspielraumes wahrzunehmen (Raab, Unger, & Unger, 2016, S. 127).
Der Freiheitsspielraum definiert sich nicht allein aus der Freiheit, die eine Person tatsächlich besitzt, sondern auch aus dem Freiheitsspielraum, von dem die Person glaubt, ihn zu besitzen. Das bedeutet, dass die Freiheit sich nicht ausschließlich auf den Bereich des beobachtbaren Verhaltens konzentriert. Auch die Freiheit, eine bestimmte Meinung zu besitzen gehört dazu (Raab, Unger, & Unger, 2016, S. 127).
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Corona-Pandemie als Auslöser für staatliche Einschränkungen dar und leitet die Forschungsfrage zu den individuellen Reaktionen auf diese Maßnahmen ab.
2. Theorie: Hier werden die zentralen theoretischen Konzepte Kontrollüberzeugung, Bedürfnis nach Einzigartigkeit, Reaktanz und Deonance definiert und in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet.
3. Methode: In diesem Kapitel wird das Studiendesign erläutert, einschließlich der Beschreibung der Stichprobe, der verwendeten Erhebungsinstrumente und des statistischen Vorgehens.
4. Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die empirischen Befunde der Studie, beginnend bei den Reliabilitätsanalysen bis hin zur Auswertung der Hypothesen und ergänzender Analysen.
5. Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert und in den theoretischen Kontext gesetzt, gefolgt von einer kritischen Reflexion der Limitationen und Ansätzen für zukünftige Forschung.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die zugrunde liegende Forschungsfrage hinsichtlich der Determinanten individueller Reaktionen auf Corona-Schutzmaßnahmen.
Corona-Schutzmaßnahmen, Kontrollüberzeugung, Psychologische Reaktanz, Reaktanz-Effekte, Bedürfnis nach Einzigartigkeit, Deonance, Individuelle Verhaltensreaktionen, Online-Umfrage, Soziale Freiheit, Motivationspsychologie, Persönlichkeitsmerkmale, Compliance, Freiheitsspielraum, Empirische Untersuchung, Statistik
Die Arbeit untersucht, welche psychologischen Persönlichkeitsmerkmale und Motivationen dazu führen, dass Menschen unterschiedlich stark auf behördliche Corona-Schutzmaßnahmen reagieren.
Die Arbeit fokussiert sich auf Kontrollüberzeugungen, das Bedürfnis nach Einzigartigkeit, psychologische Reaktanz und das Konzept der Deonance.
Ziel ist es zu klären, warum Individuen divergierende Reaktionen auf die Pandemie-Bestimmungen zeigen, indem ein Zusammenhang zwischen den gewählten psychologischen Hauptkonstrukten und dem tatsächlichen Verhalten analysiert wird.
Es wurde eine quantitative Online-Umfrage durchgeführt, deren Daten anschließend mithilfe statistischer Verfahren (wie Reliabilitätsanalysen, Hauptkomponentenanalysen und Korrelationen) in SPSS ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der psychologischen Konstrukte, die Beschreibung des methodischen Vorgehens bei der Datenerhebung sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Die wichtigsten Begriffe sind Corona-Schutzmaßnahmen, psychologische Reaktanz, Kontrollüberzeugung, Bedürfnis nach Einzigartigkeit und Deonance.
Teilweise; so konnte beispielsweise ein positiver Zusammenhang zwischen der internen Kontrollüberzeugung und psychologischer Reaktanz sowie zwischen dem Bedürfnis nach Einzigartigkeit und Reaktanz-Effekten statistisch signifikant bestätigt werden.
Die Studie stellte fest, dass Männer signifikant höhere Werte bei Reaktanz-Effekten und ein stärker ausgeprägtes Bedürfnis nach Einzigartigkeit zeigten als die weiblichen Teilnehmenden.
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