Bachelorarbeit, 2021
89 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1 Nachhaltige öffentliche Beschaffung
1.1 Begriffsbestimmungen
1.1.1 Definition „Nachhaltigkeit“
1.1.2 Definition „Öffentliche Beschaffung“
1.1.3 Definition „Nachhaltige öffentliche Beschaffung“
1.2 Zielformulierungen
1.2.1 Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
1.2.2 Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie
1.2.3 Bedeutung für hessische Kommunen
1.3 Rechtliche Rahmenbedingungen
1.3.1 Regelungen der Europäischen Union
1.3.2 Einbettung im deutschen Vergaberecht
1.3.3 Besonderheiten des hessischen Vergaberechts
2 Kriterien zur Umsetzung einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung in Hessen
2.1 Leitfäden „Nachhaltige Beschaffung in Hessen“
2.2 Nachhaltigkeitskriterien in der Rechtspraxis
2.2.1 Auswahl des Beschaffungsgegenstandes
2.2.2 Leistungsbeschreibung
2.2.3 Nachweisführung durch Gütezeichen
2.2.4 Zuschlagskriterien und Angebotswertung
2.2.5 Ausführungsbestimmungen
3 Untersuchung über die praktische Umsetzung einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung in ausgewählten hessischen Kommunen
3.1 Konzeption der Untersuchung
3.1.1 Forschungsgegenstand
3.1.2 Wahl der Forschungsmethode: Online-Befragung
3.2 Vorgehensweise bei der Datenerhebung
3.2.1 Aufbau und Erstellung des Fragebogens
3.2.2 Durchführung der Befragung
3.2.3 Vorgehensweise bei der Datenauswertung
3.3 Darstellung der Befragungsergebnisse
4 Auswertung der Befragungsergebnisse
4.1 Diskursive Auseinandersetzung mit den Ergebnissen
4.2 Kritische Reflexion
5 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit der Ansatz einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung derzeit in hessischen Kommunen mit bis zu 10.000 Einwohnern umgesetzt wird und welche Rahmenbedingungen dabei eine Rolle spielen.
1.1.1 Definition „Nachhaltigkeit“
Das Wesen des Nachhaltigkeitsbegriffes wurde bereits im Jahr 1713 durch Hans Carl von Carlowitz beschrieben. Im Rahmen forstwirtschaftlicher Betrachtungen wurde durch den Begriff ursprünglich ein „regenerierbares System [hier: der Wald] beschrieben, das so genutzt wird, dass dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise nachwachsen kann“ (Pufé 2017: 37). Durch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sollte die Ressource [hier: Holz] für einen möglichst langen Zeitraum bereitgestellt werden können (ebd.). Das heutige Nachhaltigkeitsverständnis bezieht neben der ökologischen und ökonomischen Betrachtung hingegen auch soziale Belange mit ein. Im Rahmen des Berichts „Our Common Future“4 der Brundlandt-Kommission aus dem Jahr 1987 wurde schließlich der Nachhaltigkeitsbegriff als Zielzustand definiert, den es durch einen ständigen Veränderungsprozess anzustreben gilt. Dieser Veränderungsprozess, der als nachhaltige Entwicklung bezeichnet wird, soll es den heutigen Generationen sowie auch zukünftigen Generationen ermöglichen, ihre Bedürfnisse gleichermaßen zu befriedigen (vgl. United Nations 1987: 4 ff.). Eine nachhaltige Entwicklung basiert demnach auf einer dauerhaften Erfüllung menschlicher Grundbedürfnisse, die vor dem Hintergrund eines Wirtschaftswachstums in Einklang mit dem Schutz der natürlichen Umwelt zu bringen sind (vgl. von Hauff 2014: 8 f.).
Einleitung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Relevanz der nachhaltigen Beschaffung auf kommunaler Ebene sowie Formulierung der zentralen Forschungsfrage.
1 Nachhaltige öffentliche Beschaffung: Erläuterung theoretischer Begriffe, politischer Zielformulierungen wie der Agenda 2030 sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen für hessische Kommunen.
2 Kriterien zur Umsetzung einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung in Hessen: Detaillierte Darstellung der Umsetzungsschritte im Beschaffungsprozess unter Anwendung des Leitbilds nachhaltiger Beschaffung.
3 Untersuchung über die praktische Umsetzung einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung in ausgewählten hessischen Kommunen: Beschreibung der methodischen Konzeption, Datenerhebung mittels Online-Befragung und Darstellung der deskriptiven Ergebnisse.
4 Auswertung der Befragungsergebnisse: Diskursive Auseinandersetzung mit den gewonnenen Daten und kritische Reflexion der Untersuchungsmethode.
5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage sowie Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen und Handlungsempfehlungen für Kommunen.
Nachhaltige öffentliche Beschaffung, Hessen, Kommunen, Vergaberecht, Nachhaltigkeitskriterien, Agenda 2030, Beschaffungspraxis, Online-Befragung, Nachhaltigkeitsstrategie, HVTG, Vergabewesen, Nachhaltige Entwicklung, öffentliche Auftraggeber, Ausschreibung, Wissensstand.
Die Arbeit untersucht die rechtlichen Grundlagen und die praktische Umsetzung einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung in kleinen hessischen Kommunen.
Die Arbeit fokussiert sich auf das Vergaberecht, nachhaltige Beschaffungskriterien, politische Strategien wie die Agenda 2030 sowie die empirische Bestandsaufnahme in Kommunen.
Das primäre Ziel ist es, aufzuklären, inwieweit kleine hessische Kommunen (bis 10.000 Einwohner) das Prinzip der nachhaltigen Beschaffung in ihre tägliche Praxis integrieren.
Der Autor führt eine quantitative Primäranalyse mittels einer standardisierten Online-Befragung bei Bürgermeistern hessischer Kommunen durch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Vergaberichtlinien und Kriterien sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Befragungsergebnisse zu Wissen und Praxis der Kommunen.
Zentrale Begriffe sind nachhaltige öffentliche Beschaffung, Vergaberecht, hessische Kommunen, Nachhaltigkeitskriterien und politische Strategien.
Die Ergebnisse zeigen ein ausbaufähiges Wissensniveau; ein erheblicher Teil der befragten Kommunen verfügt über nur geringe Kenntnisse bezüglich der einschlägigen Unterstützungsangebote.
Als größte Hemmnisse identifizieren die Befragten Personalmangel, höhere Kosten sowie einen hohen Rechercheaufwand bei der Ausschreibungsgestaltung.
Es zeigt sich ein positiver Zusammenhang: Kommunen, die die Nachhaltigkeitsstrategie Hessen kennen, bewerten die Implementierung von Nachhaltigkeitskriterien in ihrer Beschaffungspraxis im Schnitt höher.
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