Bachelorarbeit, 2021
88 Seiten, Note: 1,0
1 Theoretischer und empirischer Hintergrund
1.1 Begriffsklärung
1.1.1 Emotionen
1.1.2 Intelligenz
1.2 Die Managing the Emotions of Others-Skala von Austin und O’Donnell
1.3 Einordnung der Managing the Emotions of Others-Skala in die Konstrukte der EI, Emotionsregulation und Persönlichkeit
1.3.1 Emotionale Intelligenz
1.3.2 Emotionsregulation
1.3.3 Persönlichkeit
1.3.3.1 Die dunkle Triade
1.3.4 Das integrierte Modell der affektbezogenen individuellen Unterschiede
1.4 Empirische und praktische Relevanz der Managing the Emotions of Others-Scale
1.5 Aktueller Forschungsstand und Herleitung der Hypothesen
2 Methode
2.1 Untersuchungsdesign und Stichprobe
2.2 Gütekriterien psychologischer Tests
2.2.1 Objektivität
2.2.2 Reliabilität
2.2.3 Validität
2.3 Fragebögen
2.4 Durchführung
2.5 Datenauswertung
3 Ergebnisse
3.1 Hypothesenprüfungen
3.1.1 Hypothese zur Faktorenstruktur
3.1.2 Zusammenhangshypothesen zur Beziehung der Persönlichkeitsmerkmale und den Skalen der MEOS
3.1.3 Hypothesen zur Vorhersage der prosozialen und antisozialen Facetten der MEOS
3.1.4 Vorhersage von Verheimlichen
3.2 Reliabilitätsanalysen der Messmethoden
3.2.1 Reliabilitätsanalyse der MEOS
3.2.2 Reliabilitätsanalysen der Fragebögen
3.3 Die Bedeutung von Alter und Geschlecht in der Stichprobe
4 Diskussion
4.1 Fragestellungen und Hypothesen
4.2 Gütekriterien der deutschen MEOS-SF
4.2.1 Objektivität
4.2.2 Reliabilität
4.2.3 Validität
4.3 Limitationen
4.4 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Managing the Emotions of Others-Skala Kurzform (MEOS-SF) in die deutsche Sprache zu übersetzen und ihre psychometrischen Eigenschaften sowie ihre Validität innerhalb einer deutschen Stichprobe zu prüfen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwieweit die Faktorenstruktur der englischen Originalversion im deutschen Sprachraum replizierbar ist und welche Zusammenhänge zwischen den Skalen und Persönlichkeitsmerkmalen bestehen.
1.2 Die Managing the Emotions of Others-Skala von Austin und O’Donnell
Die Managing the Emotions of Others-Skala (MEOS) von Austin und O’Donnell (2013) sowie ihre Kurzformen befassen sich mit prosozialer- und antisozialer Einflussnahme auf die Emotionen einer anderen Person sowie mit stimmungsverbessernden und -verschlechternden Strategien. Die Items wurden anfangs über Beschreibungen von Teilnehmern und Teilnehmerinnen, wie diese die Emotionen eines anderen verändert hatten, generiert. Diese Beschreibungen wurden dann in eine große Anzahl an Items umgewandelt, welche in weiteren Studien durch explorative und konfirmatorische Faktorenanalysen untersucht und verringert wurden. Dadurch entstand schließlich die 58-Item Version der MEOS (Austin & O’Donnell, 2013). In weiteren Studien wurden die zwei Kurzversionen durch erneute Faktorenanalysen extrahiert. Eine Version enthält dabei 30 Items und die andere Version 24 Items (Austin, Saklofske & Smith, 2018). Die 58-Item-MEOS besteht aus sechs Unterskalen, und zwar Verbessern/Aufmuntern, Ablenken, Verschlechtern, Unaufrichtigkeit, Verheimlichen und schlechte Fähigkeiten. Die Kurzversionen bestehen nur aus den ersten fünf Unterskalen, weil die letzte Unterskala psychometrische Mängel aufwies. Die Unterskalen Verbessern/Aufmuntern und Ablenken erfassen einen prosozialen Ansatz mit stimmungsverbessernden Strategien, wobei die Unterskala Verbessern/Aufmuntern darauf abzielt, die Stimmung eines anderen aufzuhellen, wohingegen die Unterskala Ablenken erfasst, inwieweit man den anderen von seiner schlechten Stimmung abzulenken versucht. Die Unterskalen Verschlechtern und Unaufrichtigkeit erfassen einen antisozialen Ansatz mit stimmungsverschlechternden Strategien. Die Unterskala Verheimlichen erfasst Taktiken zum zwischenmenschlichen Umgang mit Emotionen, und die Unterskala schlechte Fähigkeiten erfasst die eigene Wahrnehmung der Einflussnahme auf Emotionen anderer (Austin et al., 2018). Die MEOS und ihre Kurzversionen sind der Schnittstelle zwischen den Bereichen der Emotionalen Intelligenz und der Emotionsregulation zuzuordnen. Einerseits gehört der Umgang mit den eigenen Emotionen und den Emotionen anderer klar zum Bereich der EI, denn er ist unter anderem Teil mehrerer Theorien wie der von Mayer, Salovey und Caruso (2008) oder Petrides (Petrides & Furnham, 2001). Andererseits gibt es im Bereich der Emotionsregulation bestimmte Strategien, wie mit den eigenen Emotionen oder den Emotionen anderer umgegangen wird.
1 Theoretischer und empirischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der emotionalen Intelligenz, der Emotionsregulation und der Persönlichkeitspsychologie, insbesondere der dunklen Triade, und führt in das Konzept der Managing the Emotions of Others-Skala ein.
2 Methode: Hier werden das Design der Querschnittuntersuchung, die Zusammensetzung der Stichprobe (N=307) sowie die eingesetzten psychologischen Fragebögen und die statistischen Auswertungsmethoden detailliert beschrieben.
3 Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die explorative Faktorenanalyse der MEOS-SF sowie die Prüfungen der aufgestellten Hypothesen hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen den Skalen und Persönlichkeitsmerkmalen sowie deren Vorhersagekraft.
4 Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Faktorenstruktur und der Hypothesenprüfungen, vergleicht diese mit dem aktuellen Forschungsstand, identifiziert Limitationen der Studie und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Managing the Emotions of Others-Scale, MEOS-SF, Emotionale Intelligenz, Emotionsregulation, Persönlichkeit, Dunkle Triade, Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie, Validierung, Faktorenstruktur, psychometrische Eigenschaften, HEXACO, Online-Befragung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Übersetzung und psychometrischen Validierung der „Managing the Emotions of Others-Scale“ (MEOS-SF) für den deutschen Sprachraum.
Die Arbeit verknüpft die Bereiche der emotionalen Intelligenz, der Emotionsregulation und der Persönlichkeitspsychologie, wobei insbesondere die dunkle Triade und deren Einfluss auf zwischenmenschliche Interaktionen im Fokus stehen.
Das Hauptziel ist es, ein reliables und valides Instrument für den deutschen Sprachraum bereitzustellen, um prosoziale und antisoziale Strategien der Emotionsbeeinflussung bei anderen Personen ökonomisch messen zu können.
Es wurde eine quantitative Querschnittuntersuchung mittels Online-Fragebögen durchgeführt, deren Daten mittels explorativer Faktorenanalyse und multipler Regressionsanalysen statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Einleitung, eine detaillierte methodische Beschreibung der Stichprobe und Instrumente sowie die statistische Analyse der Faktorenstruktur und der Korrelationen zu verschiedenen Persönlichkeitsmerkmalen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie MEOS-SF, emotionale Intelligenz, Emotionsregulation, dunkle Triade, Persönlichkeitsmerkmale und Validierung beschreiben.
Die Untersuchung ergab eine abweichende Struktur: Der ursprüngliche Faktor Unaufrichtigkeit teilte sich in zwei Varianten auf, und es wurde zudem ein neuer Faktor „Selbstwirksamkeit stärken“ identifiziert.
Die Studie zeigt, dass Persönlichkeitsmerkmale wie die dunkle Triade (Machiavellismus, Narzissmus, Psychopathie) signifikant mit der Anwendung antisozialer Strategien wie Verschlechtern-Stress verursachen korrelieren, während prosoziale Strategien eher mit Verträglichkeit und emotionaler Intelligenz assoziiert sind.
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