Bachelorarbeit, 2019
49 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung und Motivation:
2. Kulturgeschichtlicher Hintergrund
2.1 Schnitzler und die Psychoanalyse
2.2 Freud und Kubrick
3. Theoretischer Hintergrund
3.1 Intermedialität
3.2 Probleme der Intermedialität:
4. Hauptteil und Analyse:
4.1 Rhetorische Mittel:
4.2 Metaphorik:
4.3 Ekphrasis:
4.4 Einführung in die Literatur und Hinführung zur Szene:
4.5 Fridolins Odyssee durch das nächtliche Wien - Schnitzler
4.6 Fridolins Odyssee durch das nächtliche New York - Kubrick
4.7 Der geheime Maskenball - Schnitzler
4.8 Der geheime Maskenball - Kubrick
4.9 Die Ballmaske und die Auflösung des Konflikts -Schnitzler
4.10 Die Ballmaske und die Auflösung des Konflikts – Kubrick
5. Zusammenfassung der Analyseergebnisse und Interpretation
6. Einbettung in den schulischen Kontext
7. Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die filmische und literarische Darstellung des Übergangs zwischen Traum und Wirklichkeit am Beispiel der „Traumnovelle“ von Arthur Schnitzler und ihrer Verfilmung „Eyes Wide Shut“ durch Stanley Kubrick. Ziel ist es, durch eine medienvergleichende Analyse schriftsprachlicher und filmischer Mittel zu klären, wie der psychologische Zustand der Figuren und die subjektive Wahrnehmung der Realität konstruiert werden.
4.5 Fridolins Odyssee durch das nächtliche Wien - Schnitzler
„Und der Tote fiel ihm ein, den er eben verlassen [...], ja nicht ohne Ekel dachte er daran, daß in dem langdahingestreckten mageren Leib unter der braunen Flanelldecke nach ewigen Gesetzen Verwesung und Zerfall ihr Werk schon begonnen hatten. Und er freute sich, daß er noch lebte, daß für ihn aller Wahrscheinlichkeit nach all diese häßlichen Dinge noch ferne waren; ja daß er noch mitten in seiner Jugend stand, eine reizende und liebenswerte Frau zu eigen hatte und auch noch eine oder mehrere dazu haben konnte, wenn es ihm gerade beliebte. Zu dergleichen hätte freilich mehr Muße gehört, als ihm vergönnt war; [...].“
Hier zeigen sich in unmittelbarer Wechselwirkung Ängste und deren Abwehr. Fridolin hat durch das Dahinscheiden seines ehemaligen Patienten irrationale Vorstellungsbilder, er hat Angst vor dem Älterwerden und freut sich, seine Jugend noch zu besitzen. Gleichzeitig geht mit der obigen Textpassage der Wunsch nach freier Entfaltung und das Wissen, diese auch ausleben zu können, einher. Auf seinem Heimweg überquert Fridolin den Rathausplatz, „der trüb erglänzte wie ein bräunlicher Teich“.
1. Einleitung und Motivation: Vorstellung des Themas und Erläuterung der Motivation für den Vergleich von Schnitzlers Novelle mit Kubricks Verfilmung.
2. Kulturgeschichtlicher Hintergrund: Darstellung des sozialen und wissenschaftlichen Klimas im Wien des 19. Jahrhunderts unter Berücksichtigung Freuds Psychoanalyse.
3. Theoretischer Hintergrund: Definition der Begriffe Intermedialität und Problematiken, die bei einem Medienwechsel auftreten können.
4. Hauptteil und Analyse: Detaillierte Untersuchung stilistischer Mittel wie Metaphorik, Ekphrasis sowie der Vergleich spezifischer Szenen in Buch und Film.
5. Zusammenfassung der Analyseergebnisse und Interpretation: Synthese der Erkenntnisse über Farbgebung, Lichtsetzung und die Symbolik der Maske in beiden Werken.
6. Einbettung in den schulischen Kontext: Erörterung der didaktischen Potenziale und Eignung beider Werke für den Deutschunterricht in der Oberstufe.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Abschließende Reflexion über die Bedeutung von Traum, Realität und Maskierung in den Werken.
Traumnovelle, Eyes Wide Shut, Arthur Schnitzler, Stanley Kubrick, Intermedialität, Psychoanalyse, Traumdeutung, Metaphorik, Ekphrasis, Maske, Identität, Scham, Filmästhetik, Literaturverfilmung, Wiener Moderne.
Die Arbeit analysiert die literarische Vorlage „Traumnovelle“ von Arthur Schnitzler und Stanley Kubricks filmische Adaption „Eyes Wide Shut“ hinsichtlich ihrer Darstellung von Traum- und Realitätsebenen.
Im Fokus stehen die menschliche Psyche, die Bedeutung von Sehnsüchten und Ängsten, die Rolle der Maske als Symbol für Identität sowie die Konfrontation mit gesellschaftlichen Normen.
Das Ziel ist die medienkomparatistische Untersuchung der sprachlichen und filmischen Mittel, die den fließenden Übergang zwischen Traum und Wirklichkeit erzeugen.
Es wird eine hermeneutische Textanalyse mit medienwissenschaftlichem Fokus angewandt, wobei insbesondere Konzepte der Psychoanalyse und der Intermedialitätstheorie genutzt werden.
Der Hauptteil befasst sich mit der Anwendung theoretischer Begriffe wie Metaphorik und Ekphrasis auf konkrete Szenen, um die Wirkung der Farbdramaturgie und Lichtsetzung zu vergleichen.
Die wesentlichen Begriffe sind Traumnovelle, Eyes Wide Shut, Intermedialität, Psychoanalyse, Maskerade und Literaturverfilmung.
Kubrick nutzt die Kontraste zwischen warmen Rottönen (für Trieb, Erotik und Traum) und kühlem Blau (für Realität, Vernunft und soziale Pflicht) als visuelle Leitfäden für den psychischen Zustand der Hauptfigur.
Sowohl bei Schnitzler als auch bei Kubrick symbolisiert das Ende eine Art „Aufwachen“ und die Notwendigkeit, sich der Realität und der Beziehung zum Partner neu zu stellen, wobei die Maske als Symbol für das Verstecken des wahren Ichs abgelegt wird.
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