Diplomarbeit, 2001
156 Seiten, Note: sehr gut
1 Übersicht
1.1 Einleitung
1.2 Atlas der Säugetiere Österreichs
1.2.1 Beschreibung der Verortungsdaten
1.2.2 Beschreibung der Verortungsbasen
1.3 Ziele
2 Topographische und thematische Karten als Verortungsbasen
2.1 Einleitung
2.2 Visualisierung von Rauminformation mittels Kartengrafik
2.3 Auswirkungen der kartographischen Informationsbearbeitung
2.4 Unterscheidung Geographisches Informationssystem (GIS) und Kartographisches Informationssystem (KIS)
2.4.1 Geographische Informationssysteme (GIS)
2.4.2 Kartographische Informationssysteme (KIS)
2.4.3 GIS ist nicht KIS
2.5 Verwendung von Kartendaten als Input für GIS
2.6 Vom Primärmodell (DLM) prozessgesteuert zum Sekundärmodell (KM)?
2.7 Kartierungen in bestehende Kartengrafiken
3 KIS und GIS am Web
3.1 Technische Grundlagen und Geschichte des Internet
3.1.1 Dienste am Internet
3.2 Kartographie und Internet
3.2.1 Analogie zur Entwicklung der gedruckten Karte
3.2.2 Ein neues Kommunikations- und Präsentationsmedium – das WWW
3.3 Wieso sollen KIS und GIS ins Web?
3.3.1 Kartographische Informationssysteme am Web
3.3.2 Geographische Informationssysteme am Web
3.4 Struktureller Aufbau von Anwendungen am Web
3.4.1 Application Service Provider (ASP)
3.4.2 Distributed Geographic Information (DGI)
3.4.3 Die OGC Web Map Server Specification
3.5 Die Client-Server Architektur
3.6 Thin Client vs. Thick Client
3.7 Serverseitiger Aufbau - MapGenerator oder Gateway zu GIS/KIS
3.7.1 MapGenerator
3.7.2 Gatewayprogramm zu GIS/KIS
3.8 Das User Interface
3.8.1 User Interface Design
3.8.1.1 Allgemeine Richtlinien für das User Interface Design
3.8.1.2 Screen-Design Regeln für das User Interface Design
3.8.2 Der Web Browser – das Fenster ins WWW
3.8.3 Die User Interface Struktur der Ausgabeseite eines KIS/GIS Dienstes
3.8.3.1 Die Karte und ihre funktionelle Eigenschaft
3.8.3.2 Navigationselemente und KIS/GIS Elemente
3.8.4 Design von HTML – Seiten
3.9 Gestaltung einer Karte für das Web / die Visualisierung am Bildschirm
3.9.1 Papier vs. Bildschirm
3.9.2 Neue Entwicklungen
3.9.3 Die Folgen für die Kartographie
3.10 Ausgabe von HTML - Dokumenten auf Papier
3.11 Aufbau und Design einer Site
4 Techniken von Web-Applikationen
4.1 Von statischen zu dynamischen Web Seiten
4.2 Grundlagen
4.2.1 HTML
4.2.2 JavaScript
4.2.3 DHMTL und DOM
4.2.4 XML
4.2.5 HTTP und MIME
4.3 Kartenerstellung, View und Page Manipulation
4.4 Grafikformate für Karten am Web
4.5 Techniken zur Bearbeitung/Erstellung von Karten on-the-fly
4.5.1 CGI-Programme
4.5.2 Web Server APIs
4.5.3 Java Servlet
4.5.4 ASP – Active Server Pages
4.5.5 Java-Applets
4.5.6 PlugIn
4.5.7 ActiveX Control
4.6 Techniken zur Erstellung von WEB-Seiten on-the-fly
4.6.1 JSP – Java Server Pages
4.6.2 DHTML und JavaScript
4.7 Gegenüberstellung der Techniken
5 Implementation der Anwendung
5.1 Applikationsumfang
5.2 Kartographische Betrachtung des Anwendungsfalles
5.3 Gestaltung der Site
5.4 Allgemeine programmtechnische Fakten
5.5 Beschreibung der Implementation
5.6 Die Kartenerstellung – mammap.exe
5.6.1 Die Programmstruktur
5.7 Erweiterungen und Verbesserungsmöglichkeiten
6 Schlussbemerkung
7 Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und technischen Herausforderungen einer automatisierten, web-basierten Kartierung von Verbreitungsdaten. Das Hauptziel besteht darin, eine kartographisch sinnvolle Visualisierungsmethode für Verbreitungsdaten zu evaluieren und diese anschließend technisch für das Web zu realisieren, wobei besonderer Wert auf die client- und serverseitigen Implementierungsmöglichkeiten gelegt wird.
2.4.3 GIS ist nicht KIS
Nachdem nun GIS und KIS jeweils für sich behandelt wurden, soll in diesem Abschnitt die Frage nach den Gemeinsamkeiten und Unterschieden erläutert werden.
GIS konzentriert sich auf das „visual thinking (exploration)“, während KIS auf „visual communication (explanation)“ abzielt (vgl. [Frank1995]). In GIS sind Karten Teil des räumlichen Analyseprozesses, wogegen die Karte im KIS ein Endprodukt zur Kommunikation von räumlicher Information darstellt. MacEachren (1994) visualisiert diese Gegensätze der Kartenverwendung in der Diagonalen seiner „map-use-cube“.
Karten können demnach in drei Richtungen klassifiziert werden. Die erste Achse beschreibt den Anwendungsbereich - ob öffentlich oder privat. Die zweite Achse geht auf die dargestellten Beziehungen der Daten ein – ob bekannt oder unbekannt. Die verbleibende dritte Achse gibt den Grad der Interaktivität an – ob gering oder hoch. In diesem Zusammenhang interessant ist die Diagonale: gedruckte Karten zielen auf die reine Präsentation von räumlicher Information ab; sie sind öffentlich (für den Gebrauch der breiten Masse bestimmt), die Beziehungen sind bekannt (wurden vom Kartographen aufgearbeitet) und die Interaktivität ist gering (beschränkt sich auf das Kartenlesen). Im Gegensatz dazu steht der Kartenoutput in einem GIS: Diese Karte ist für den privaten Gebrauch des GIS-Anwenders gedacht (zu Kontrollzwecken oder als Input für weitere Operationen); die Karte ist höchst interaktiv, da über die Karte auf die Primärdaten zugegriffen werden kann; und die Beziehungen der Daten sind weitgehend unbekannt (Zweck der Karte oder der Operation ist es diese Beziehungen zu erkennen). KIS beanspruchen in der „map-use-cube“ mehr Raum als gedruckte Karten, aber deutlich weniger als GIS.
1 Übersicht: Einleitung in die Thematik der automatischen Visualisierung von Verbreitungsdaten und Vorstellung des Anwendungsbeispiels "Atlas der Säugetiere Österreichs".
2 Topographische und thematische Karten als Verortungsbasen: Diskussion der kartographischen Grundlagen, insbesondere der Generalisierung, sowie Abgrenzung von GIS und KIS im Kontext der on-the-fly Kartierung.
3 KIS und GIS am Web: Analyse des Internet als Medium für kartographische Applikationen, einschließlich technischer Grundlagen, Client-Server-Architekturen und User-Interface-Gestaltung.
4 Techniken von Web-Applikationen: Detaillierte Betrachtung der serverseitigen (CGI, ASP, etc.) und clientseitigen (Java-Applets, ActiveX, etc.) Technologien zur dynamischen Generierung von Web-Inhalten.
5 Implementation der Anwendung: Praktische Umsetzung der theoretischen Erkenntnisse durch die Programmierung der Anwendung "Atlas der Säugetiere Österreichs" unter Verwendung von CGI-Technologie.
6 Schlussbemerkung: Zusammenfassung der Ergebnisse bezüglich der Eignung des Internets für kartographische Zwecke und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
7 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und weiterführenden Fachliteratur.
Kartographie, Internet, Web-Mapping, Geographische Informationssysteme, GIS, Kartographische Informationssysteme, KIS, Web-Applikationen, CGI, Automatisierte Kartierung, Datengeneralisierung, User Interface Design, Client-Server-Architektur, Atlas der Säugetiere Österreichs, Internetkartographie
Die Arbeit befasst sich mit dem Problem der vollautomatischen Visualisierung von Verbreitungsdaten im Internet und der dafür notwendigen technischen Infrastruktur.
Die Schwerpunkte liegen auf der kartographischen Generalisierung, der Unterscheidung zwischen GIS und KIS sowie der technischen Implementierung web-basierter kartographischer Dienste.
Ziel ist es, eine kartographisch korrekte und technisch effiziente Methode zur on-the-fly Visualisierung von Verbreitungsdaten zu finden und praktisch zu implementieren.
Es erfolgt eine theoretische Analyse kartographischer Generalisierungsprinzipien in Verbindung mit einer vergleichenden Evaluierung moderner Web-Technologien (Server-Side vs. Client-Side).
Der Hauptteil analysiert intensiv die Unterschiede zwischen GIS und KIS, die Anforderungen an das User Interface im Web sowie die verschiedenen serverseitigen (CGI, ASP, etc.) und clientseitigen (Applets, PlugIns, etc.) Realisierungsmöglichkeiten.
Kartographie, Web-Mapping, KIS, GIS, CGI, Automatisierte Kartierung und Internetkartographie.
Der Autor wählt CGI wegen der einfachen Implementierbarkeit, der Stabilität, der Kompatibilität mit bestehenden Win32-Webservern und der Möglichkeit, die Anwendung auf CD-ROM zu portieren.
Die praktische Umsetzung ist eine web-basierte Applikation namens „Atlas der Säugetiere Österreichs“, die den Benutzer durch Assistenten bei der Kartierung unterstützt.
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