Bachelorarbeit, 2009
51 Seiten, Note: 1,2
1. EINLEITUNG
2. STAND DER FORSCHUNG
3. METHODISCHES VORGEHEN:
4. THEORETISCHE RAHMUNG:
4.1 Die Geschichte des Kinderfernsehens
4.1.1 Vergleich zur heutigen Situation der Kinder in Bezug auf das Fernsehen
4.2 Programmvorlieben von Kindern und die Gründe dafür
4.2.1 Veränderung des Kinderprogramms
4.3 Gründe für die ‚Flucht in das Erwachsenenprogramm‘
4.3.1 Die Ansprüche der Kinder an die Medien und das Resultat für die Erwachsenen
5. EMPIRISCHE ERHEBUNG:
5.1 Mediale und nicht-mediale Freizeitgestaltung
5.2 Kindersendungen – Erwachsenensendungen
5.2.1 Persönliche Vorlieben der Grundschulkinder
5.2.2 Fernsehkonsum von 9-12Jährigen
5.2.3 Bezug zum Fernsehsender
5.2.4 Geräteausstattung von Kinderzimmern
5.3 Nutzung weiterer Medien
6. FAZIT
7. LITERATURLISTE:
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob Grundschulkinder im Alter von neun bis elf Jahren bewusst Fernsehsendungen aus dem Erwachsenenprogramm auswählen und konsumieren. Dabei steht die Frage im Vordergrund, inwiefern eine Angleichung der Interessen von Kindern und Erwachsenen stattfindet und welche Rolle das Medium Fernsehen sowie die zunehmende mediale Ausstattung der Kinderzimmer bei diesem Prozess spielen.
1. Einleitung
„Es gibt einen häufig gesendeten Werbespot für Ivory-Seife, in dem zwei Frauen auftreten, die uns als Mutter und Tochter vorgestellt werden. Der Zuschauer soll nun raten, wer die Mutter und wer die Tochter ist – beide sehen aus wie Ende zwanzig und sind mehr oder weniger austauschbar. Mir erscheint dieser Werbefilm als ein ungewöhnlich direkter Beleg für die These, da[ss] die Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern nach und nach erlöschen“ (Postman 2006: 115).
Dieses Zitat von Postman beschreibt den Prozess der Annäherung von Kindheit und Erwachsenendaseins. Nicht nur in Werbespots sondern auch allgemein im Fernsehen und in anderen Medien kann man Beispiele zur Unterstützung dieser These finden. Es lassen sich auch Ausprägungen des Denkansatzes erkennen, wenn man auf die Straße geht und die Kleidung von Erwachsenen und Kindern vergleicht. Welche gravierenden Unterschiede kann man feststellen, abgesehen von der Größe? Kleine Mädchen tragen heutzutage auch schon Lackschuhe, Miniröcke oder Blusen – genau wie Jugendliche oder im auffälligsten Fall wie ihre Mütter. Denn welche Frau gibt heutzutage noch gern ihr wahres Alter preis. Schönheit und Jugend sind in unserer heutigen Kultur Schönheitsideale Nummer Eins.
1. EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die These der schwindenden Unterschiede zwischen Kindheit und Erwachsensein ein und erläutert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2. STAND DER FORSCHUNG: Das Kapitel bietet einen Überblick über bestehende wissenschaftliche Literatur zum Thema Fernsehen und arbeitet heraus, dass spezifische Studien zum Konsum von Erwachsenenprogramm durch Kinder kaum vorhanden sind.
3. METHODISCHES VORGEHEN: Hier wird die Wahl der Befragungsmethode mittels Fragebögen an Grundschulkindern begründet und der Prozess der Datenerhebung sowie die Auswahl der untersuchten Fernsehsender dargelegt.
4. THEORETISCHE RAHMUNG: Dieses Kapitel verankert die Untersuchung historisch und theoretisch, wobei insbesondere das Konzept der "Informationshierarchie" nach Postman und die geschlechtsspezifischen Programmvorlieben analysiert werden.
5. EMPIRISCHE ERHEBUNG: Der empirische Hauptteil präsentiert die Ergebnisse der Fragebogenaktion, gegliedert in Freizeitgestaltung, Fernsehpräferenzen, Konsumverhalten und mediale Ausstattung der Kinder.
6. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Kinder zwar teilweise zum Erwachsenenfernsehen tendieren, das Kinderprogramm jedoch weiterhin eine zentrale Rolle spielt.
7. LITERATURLISTE: Dieses Kapitel listet sämtliche verwendete wissenschaftliche Fachliteratur und Quellen auf.
Kinderfernsehen, Erwachsenenprogramm, Medienkonsum, Grundschulkinder, Freizeitgestaltung, Fernsehkonsum, Senderbindung, Kindheit, Informationshierarchie, Geschlechtsspezifische Vorlieben, Geräteausstattung, Medienpädagogik, Programmwahl, Sozialisation, TV-Rezeption.
Die Arbeit untersucht das Fernsehverhalten von Grundschulkindern und geht der Frage nach, ob diese bewusst Sendungen konsumieren, die eigentlich für Erwachsene produziert wurden.
Die Untersuchung umfasst die Freizeitgestaltung, die Nutzung unterschiedlicher Medien, die Bedeutung von eigenen Fernsehgeräten im Kinderzimmer sowie die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Sendungsauswahl.
Das Ziel ist es, die Hypothese zu überprüfen, ob Kinder zunehmend Sendungen des Erwachsenenfernsehens bevorzugen und damit die traditionelle Trennung zwischen Kindheit und Erwachsenenwelt verwischen.
Der Autor führt eine eigene empirische Untersuchung durch, bei der Schülerinnen und Schüler zweier vierter Klassen mittels Fragebögen zu ihrem Fernseh- und Medienverhalten befragt wurden.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Ansätze zur Mediensozialisation dargelegt als auch die gewonnenen Daten aus der Befragung ausführlich graphisch ausgewertet und interpretiert.
Die wichtigsten Begriffe sind Kinderfernsehen, Erwachsenenprogramm, Medienkonsum, Grundschulkinder und der Prozess des Verschwindens der Kindheit nach Neil Postman.
Der Autor untersucht, ob ein eigenes Fernsehgerät im Kinderzimmer als Faktor dient, der den uneingeschränkten Zugang zum Erwachsenenprogramm begünstigt.
Es zeigt sich, dass Jungen und Mädchen unterschiedliche Vorlieben haben: Jungen interessieren sich stärker für actionreiche Formate und "Recht und Gesetz", während Mädchen eher alltagsnahe Serien und Castingshows bevorzugen.
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