Bachelorarbeit, 2021
154 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Rahmenbedingungen für Krankenhäuser und ihre Pflegekräfte
2.1 Begriffsbestimmungen
2.2 Entwicklung des Krankenhaussektors und des Fachkräftemangels in Krankenhäusern seit 1991
2.3 Auswirkungen des Pflegenotstandes in deutschen Krankenhäusern
2.4 Gesundheitspolitische Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Pflegekräften im Krankenhaus
2.5 Aufgaben der Pflegekräfte in deutschen Krankenhäusern
2.6 Mögliche delegierbare Aufgaben der Pflegekräfte in deutschen Krankenhäusern
3. Freiwillig Engagierte
3.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung
3.2 Entwicklung und Hintergründe des freiwilligen Engagements in Deutschland
3.3 Versicherung und Haftung von Engagierten im Gesundheitsbereich
3.4 Aktuelle Aufgaben von freiwillig Engagierten in Krankenhäusern
3.4.1 Einsatz von freiwillig Engagierten vor der Corona-Pandemie
3.4.2 Einsatz von freiwillig Engagierten, Medizinstudenten und anderen Berufsgruppen während der Corona-Pandemie
4. Onlinebefragung von Pflegekräften in deutschen Krankenhäusern
4.1 Methodik
4.2 Erläuterung des Fragebogens
4.3 Auswertung Teil 1 – Aufgaben der Pflegekräfte:
4.3.1 Patientenferne Aufgaben
4.3.2 Patientennahe Aufgaben
4.3.3 Mögliche zukünftige Aufgaben von freiwillig Engagierten
4.4 Vorläufige Potenzialanalyse der Entlastung durch freiwillig Engagierte
4.5 Auswertung Teil 2 – Freiwillig Engagierte im Krankenhaus
4.5.1 Bisheriger Personaleinsatz und Erfahrungen mit freiwillig Engagierten
4.5.2 Arbeitsplanung/-einbindung von freiwillig Engagierten
5. Onlinebefragung von potenziell freiwillig Engagierten
5.1 Methodik
5.2 Erläuterung des Fragebogens
5.3 Auswertung Teil 1 – Ehrenamt im Krankenhaus
5.3.1 Einstellung gegenüber dem Ehrenamt
5.3.2 Übernahme patientennaher Tätigkeiten
5.3.3 Übernahme patientenferner Tätigkeiten
5.4 Abschließende Potenzialanalyse der Entlastung von Pflegekräften durch freiwillig Engagierte
5.5 Auswertung Teil 2 – Personalplanung und -einsatz von freiwillig Engagierten
6. Konzept
6.1 Handlungsempfehlung 1: Aufgabenkomplexe inkl. Qualifikationsstufen für freiwillig Engagierte festlegen und Schulungsinhalte entwickeln
6.2 Handlungsempfehlung 2: Einsätze von freiwillig Engagierten dokumentieren
6.3 Handlungsempfehlung 3: Recruitingprozess und Einplanung der freiwillig Engagierten durch eine digitale Plattform optimieren
6.4 Handlungsempfehlung 4: Anreize setzen und nach außen kommunizieren
6.5 Handlungsempfehlung 5: Durch Freiwilligen-Teams verlässliche Planbarkeit schaffen
7. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob freiwillig Engagierte bereits eine Entlastung für das Pflegepersonal in deutschen Krankenhäusern darstellen und wie ihr Einsatz in Zukunft gezielt optimiert werden kann, um eine größere Entlastung zu erreichen. Im Zentrum steht die Entwicklung eines Konzepts, das bestehende Potenziale identifiziert und durch organisatorische sowie rechtliche Rahmenbedingungen nutzbar macht.
2. Rahmenbedingungen für Krankenhäuser und ihre Pflegekräfte
Die Fragestellung einer möglichen Entlastung von Pflegekräften in Krankenhäusern beruht auf der These, dass Aufgaben der Pflegekräfte vollständig oder unterstützend von Ehrenamtlichen ausgeführt werden können und somit vom Pflegepersonal an diese delegiert werden.
2.1 Begriffsbestimmungen
Delegation bezeichnet die vorübergehende Abgabe einer Tätigkeit an andere Berufsgruppen. Bei der Delegation von ärztlichen Tätigkeiten unterscheidet man zwei Arten: Eine unmittelbare Delegation liegt vor, wenn die Tätigkeiten auf direktem Wege an die Pflegekräfte übergeben werden. Die mittelbare Delegation erfolgt, sobald eine Person – z. B. eine vorgesetzte Pflegekraft – zwischengeschaltet wird. Die Aufgabe wird nicht direkt von dem Arzt an denjenigen, der die Tätigkeit auszuführen hat, übertragen. In dieser Arbeit stehen besonders Aufgaben der Pflegekräfte im Fokus, die unmittelbar von ihnen auf freiwillig Engagierte abgegeben werden können. Die unmittelbare Delegation steht im Vordergrund, um eine direkte Entlastung der Pflegekräfte – durch die Übernahme von Tätigkeiten aus dem unmittelbaren Aufgabengebiet – zu erzielen. Durch diese wird außerdem ein erhöhtes Arbeits- und Kommunikationsaufkommen beim Personal im Krankenhaus vermieden.
Die in dieser Arbeit betrachteten Pflegekräfte sind nach der Klassifikation der Berufe 2010, die von der die Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2010 eingeführt wurden, wie folgt einzuordnen: Pflegekräfte werden in unterschiedliche Bereiche unterteilt. Der Berufsbereich „8 Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ teilt sich in weitere Bereiche, u. a. in „81 Medizinische Gesundheitsberufe“, auf. In dieser Arbeit werden mit „Pflegekräfte“ Beschäftigte in der Berufsgruppe „8130 Gesundheits- und Krankenpflege (ohne Spezialisierung)“, welche zu den medizinischen Gesundheitsberufen gehört, bezeichnet.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Pflegenotstands ein und erläutert die Forschungsfragen hinsichtlich der Entlastungsmöglichkeiten durch freiwillig Engagierte in deutschen Krankenhäusern.
2. Rahmenbedingungen für Krankenhäuser und ihre Pflegekräfte: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe und analysiert die aktuelle Personalsituation, den Fachkräftemangel sowie die gesundheitspolitischen Maßnahmen und das Aufgabenspektrum von Pflegekräften.
3. Freiwillig Engagierte: Hier werden Definitionen des bürgerschaftlichen Engagements abgegrenzt und die rechtlichen Rahmenbedingungen wie Versicherung und Haftung für Ehrenamtliche im Gesundheitswesen beleuchtet.
4. Onlinebefragung von Pflegekräften in deutschen Krankenhäusern: Das Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise der Onlinebefragung und präsentiert die Auswertung der Aufgabenbereiche von Pflegekräften sowie deren Einschätzung zur Delegationsfähigkeit.
5. Onlinebefragung von potenziell freiwillig Engagierten: Hier stehen die Ergebnisse der Befragung potenzieller Freiwilliger im Fokus, insbesondere deren Bereitschaft zur Aufgabenübernahme und die Anforderungen an eine organisatorische Einbindung.
6. Konzept: Dieses Kapitel leitet aus den empirischen Erkenntnissen konkrete Handlungsempfehlungen ab, darunter Qualifikationsstufen, Dokumentationsanforderungen und digitale Lösungen zur Personalplanung.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und verdeutlicht, dass Ehrenamtliche eine sinnvolle Entlastung darstellen, jedoch kein Ersatz für fehlendes Fachpersonal sind.
Pflegenotstand, Krankenhaus, freiwilliges Engagement, Ehrenamt, Delegation, Entlastung, Personalplanung, Arbeitsbedingungen, Fachkräftemangel, Patientenversorgung, Digitalisierung, Kompetenzstufen, Haftung, Onlinebefragung, Personalrecruiting
Die Arbeit untersucht, ob und wie freiwillig Engagierte eingesetzt werden können, um das Pflegepersonal in deutschen Krankenhäusern von zeitintensiven Tätigkeiten zu entlasten.
Die zentralen Themen sind der Fachkräftemangel in der Pflege, die Definition und Rolle des freiwilligen Engagements im Gesundheitswesen sowie die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für eine Delegation von Aufgaben.
Das Ziel ist die Entwicklung eines Konzepts, das durch definierte Aufgabenkomplexe, Schulungsangebote und digitale Personalplanung eine effektive Entlastung der Pflegekräfte ermöglicht.
Die Autorin führt eine quantitative empirische Untersuchung mittels zweier Onlinebefragungen durch: eine unter Pflegekräften zur Identifikation delegierbarer Aufgaben und eine unter potenziell freiwillig Engagierten zur Erhebung der Einsatzbereitschaft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Literaturanalyse der Rahmenbedingungen, die Darstellung der methodischen Vorgehensweise, die detaillierte Auswertung der Onlinebefragungen sowie die Herleitung praktischer Handlungsempfehlungen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere die Delegation von patientenfernen und patientennahen Aufgaben, das Entlastungspotenzial, die digitale Einsatzplanung sowie die Bedeutung von Qualifikationsstufen für Freiwillige.
Patientenferne Tätigkeiten erfordern keine direkte Anwesenheit oder Kommunikation am Patienten (z. B. Botengänge, Dokumentationsvorbereitung), während patientennahe Aufgaben den Austausch mit Patienten voraussetzen (z. B. Hilfe beim Essen, Seelsorge).
Eine digitale Plattform inklusive App soll den Recruitingprozess und die Dienstplanung vereinfachen, Schnittstellen zu bestehenden Personalsystemen der Krankenhäuser schaffen und durch Teamlösungen für Verlässlichkeit sorgen.
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