Bachelorarbeit, 2007
45 Seiten, Note: 1,00
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 AUFBAU UND ABGRENZUNG DER ARBEIT
2 AUSGANGSSITUATION FÜR DIE ERSTELLUNG VON SOLVENCY II
2.1 RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR VERSICHERUNGSUNTERNEHMEN
2.2 GRÜNDE FÜR DIE NOTWENDIGKEIT EINES NEUEN AUFSICHTSMODELLS
2.3 CHRONOLOGIE BIS ZUR ENTWICKLUNG VON SOLVENCY II
2.3.1 Müller-Report
2.3.2 Wesentliche Änderungen durch Solvency I
2.4 DIE VIER STUFEN DES LAMFALUSSY-VERFAHRENS
3 RISIKEN VON VERSICHERUNGSUNTERNEHMEN UND INHALTE VON SOLVENCY II
3.1 DARSTELLUNG DER RISIKOSITUATION VON VERSICHERUNGSUNTERNEHMEN
3.2 BESCHREIBUNG DER INHALTE VON SOLVENCY II
3.3 VERGLEICH ZWISCHEN SOLVENCY II UND BASEL II
3.3.1 Gemeinsamkeiten der neuen Aufsichtsmodelle
3.3.2 Unterschiede zwischen Basel II und Solvency II
4 ERLÄUTERUNG DER AUSWIRKUNGEN VON SOLVENCY II AUF DAS VERSICHERUNGSGESCHÄFT
4.1 AUSWIRKUNGSSTUDIEN VON CEIOPS (QIS)
4.1.1 Feldstudie 1 (QIS 1)
4.1.2 Feldstudie 2 (QIS 2)
4.1.3 Feldstudie 3 (QIS 3)
4.2 BEDEUTUNG VON SOLVENCY II FÜR DIE LEBENSVERSICHERUNG
4.3 RÜCKVERSICHERUNG UND SOLVENCY II
5 INTERNATIONALE MODELLE ZUR MESSUNG DER SOLVABILITÄT
5.1 VERSCHIEDENE ARTEN VON STANDARDMODELLEN
5.2 DARSTELLUNG VON INTERNATIONALEN STANDARDMODELLEN
5.2.1 Deutschland: GDV-Modell
5.2.2 Niederländisches Modell
5.2.3 Großbritannien: Enhanced Capital Requirements/Individual Capital Adequacy Standards
5.2.4 Schweiz: Swiss Solvency Test
5.2.5 USA: Risk Based Capital System
5.3 ANFORDERUNGEN AN INTERNE MODELLE
6 SCHLUSSBETRACHTUNG
Diese Arbeit analysiert die Herausforderungen und Auswirkungen der Einführung von Solvency II auf die Versicherungswirtschaft. Ziel ist es, die Gründe für das neue Aufsichtssystem zu identifizieren, die Funktionsweise von Solvency II zu erläutern und dessen Auswirkungen sowie die internationalen Ansätze zur Solvabilitätsmessung kritisch zu beleuchten.
3.1 Darstellung der Risikosituation von Versicherungsunternehmen
Die verschiedenen Risiken, denen Versicherungsunternehmen ausgesetzt sind, können in der nachstehenden Abbildung wie folgt zusammengefasst und erläutert werden:
Das Marktpreisrisiko bedeutet, dass ein Versicherungsunternehmen einen Verlust aufgrund einer negativen Preisänderung einer Kapitalanlage durch Entwicklungen von zugrunde liegenden Marktrisikofaktoren unter Unsicherheit erwirtschaften könnte. Es umfasst das Zinsänderungs-, Wechselkurs- und Aktienkursrisiko. 25
Das Kreditrisiko besteht aus zwei Risikokomponenten: Einerseits aus dem Adressenrisiko, welches Unternehmensanleihen, Hypotheken und sonstige Forderungspositionen betrifft und neben dem Risiko, dass Schuldner auf Grund von Konkurs zahlungsunfähig werden, auch das Risiko, dass sich durch eine Einstufung der Kunden in eine schlechtere Ratingklasse der Creditspread erhöht und dadurch der Marktwert der Anleihe reduziert wird, umfasst. Andererseits besteht das Marktrisiko aus dem Risiko des Ausfalls von Rückversicherern, was zur Folge hätte, dass die vertraglichen Leistungen an die Versicherungsnehmer nach Insolvenz eines Rückversicherers in voller Höhe vom Versicherungsunternehmen zu erbringen sind. 26
1 EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung durch veränderte Marktbedingungen und die Zielsetzung des Projekts Solvency II.
2 AUSGANGSSITUATION FÜR DIE ERSTELLUNG VON SOLVENCY II: Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, der historischen Entwicklung (Müller-Report, Solvency I) und des Lamfalussy-Verfahrens.
3 RISIKEN VON VERSICHERUNGSUNTERNEHMEN UND INHALTE VON SOLVENCY II: Untersuchung der verschiedenen Risikoarten, der 3-Säulen-Struktur und ein Vergleich mit dem Bankenmodell Basel II.
4 ERLÄUTERUNG DER AUSWIRKUNGEN VON SOLVENCY II AUF DAS VERSICHERUNGSGESCHÄFT: Diskussion der QIS-Feldstudien sowie der speziellen Bedeutung für Lebens- und Rückversicherungen.
5 INTERNATIONALE MODELLE ZUR MESSUNG DER SOLVABILITÄT: Charakterisierung verschiedener Standardmodelle weltweit und Analyse der Anforderungen an interne Risikomodelle.
6 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Bewertung der Auswirkungen und der zukünftigen Herausforderungen für die Versicherungswirtschaft durch Solvency II.
Solvency II, Versicherungsaufsicht, Solvabilität, Eigenkapital, Risikomanagement, Basel II, CEIOPS, QIS, Rückversicherung, Lebensversicherung, Standardmodelle, interne Modelle, Marktpreisrisiko, Kreditrisiko, versicherungstechnisches Risiko.
Die Arbeit befasst sich mit dem neuen Aufsichtssystem Solvency II für Versicherungsunternehmen und untersucht, wie dieses die bisherigen Regeln modernisiert und an aktuelle Risiken anpasst.
Die Themenfelder umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Aufsicht, die Risikosituation von Versicherern, den Vergleich zwischen Solvency II und Basel II sowie internationale Modelle zur Solvabilitätsmessung.
Das primäre Ziel ist es, die Notwendigkeit von Solvency II aufzuzeigen und zu analysieren, welche Auswirkungen das neue Modell auf die Versicherungswirtschaft, insbesondere in den Bereichen Lebens- und Rückversicherung, hat.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, die Auswertung von Richtlinienentwürfen sowie die Untersuchung quantitativer Feldstudien (QIS) zur Solvabilität.
Der Hauptteil analysiert die Risikosituation von Versicherern, erläutert die 3-Säulen-Struktur von Solvency II, vergleicht diese mit Basel II und bewertet internationale Standardmodelle sowie Anforderungen an interne Modelle.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Solvency II, Risikomanagement, Eigenkapitalanforderungen, Solvabilität und versicherungstechnisches Risiko charakterisiert.
Im Gegensatz zu Solvency I, das oft pauschale Berechnungen vorsah, setzt Solvency II auf eine risikogerechte Bewertung, die alle tatsächlichen Risiken des Unternehmens einbezieht und eine laufende Überwachung erfordert.
Der Müller-Report diente dazu, die damals bestehenden Aufsichtssysteme in den EU-Ländern zu analysieren und Vorschläge für eine notwendige Modernisierung zu unterbreiten, was letztlich den Weg zu Solvency I ebnete.
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