Doktorarbeit / Dissertation, 2008
168 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1. Einführung
1.2. Beschreibung des Krankheitsbildes
1.2.1. Anorexia Nervosa
1.2.2. Komorbidität bei Anorexia Nervosa
1.3. Serotoninerges System
1.3.1. Neuroendokrine Störungen bei Anorexia Nervosa
1.3.2. Serotonin
1.3.3. Bedeutung von Serotonin bei Anorexia Nervosa
1.3.4. Bedeutung von Serotonin bei Depression und Zwang
1.4. Pharmakotherapie mit selektiven Serotonin Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI)
1.4.1. Substanzen
1.4.2. Wirk-Mechanismus
1.4.3. Pharmakokinetik
1.4.4. Substanzen
1.4.5. Nebenwirkungen
1.4.6. Indikation und Einsatz bei Depression und Zwang
1.4.7. Indikation und Einsatz bei Anorexia und Bulimia Nervosa
1.5. Eigene Studie
1.6. Fragestellung und eigene Zielsetzung
2. Methodik
2.1. Probanden
2.1.1. Aufnahme von Patienten in die Schule
2.1.2. Studienteilnehmer
2.1.3. Aufklärung und Einverständnis
2.1.4. Gruppeneinteilung
2.2. Studienbeschreibung
2.2.1. Versuchsablauf
2.2.2. Messzeitpunkte
2.3. Datenerhebung
2.3.1. Fragebögen und Interviews
2.3.2. Interviewer
2.4. Datenanalyse
2.4.1. Verfahren
2.4.2. Programme
3. Ergebnisse
3.1. Ergebnisse für die gesamte Untersuchungsgruppe bei Beginn
3.2. Vergleich SSRI versus Non-SSRI-Gruppe
3.2.1. Aufnahme
3.2.2. Zehnte stationäre Woche (Medikationsbeginn)
3.2.3. Stationärer Verlauf und Entlassung
3.2.4. Poststationärer Verlauf
4. Diskussion
4.1. Begründung für die Durchführung der Studie
4.2. Wirkung der SSRI auf die komorbiden Störungen bei Anorexia nervosa
4.3. Vergleich der Daten zum Verlauf
4.4. Nachteile und Einschränkungen der vorliegenden Untersuchung
4.5. Stärken der vorliegenden Untersuchung
4.6. Schlussfolgerung
5. Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, ob der Einsatz von selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) als additive medikamentöse Therapie bei gewichtsrehabilitierten jugendlichen Patientinnen mit Anorexia nervosa positive Auswirkungen auf den Verlauf der komorbiden depressiven und zwanghaften Symptomatik hat.
1.1. Einführung
Die Anorexia nervosa ist eines der schwerwiegendsten Krankheitsbilder in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die Behandlung ist oft langwierig, außerdem muss über Jahre hinweg mit einem hohen Rückfallrisiko gerechnet werden. Auch aufgrund der steigenden Inzidenz sowie der für eine psychiatrische Erkrankung relativ hohen Mortalität, besteht bei der Magersucht ein hoher Forschungsbedarf, insbesondere an Therapiestudien.
Von Interesse ist dabei insbesondere die noch nicht geklärte Pathogenese der Anorexia nervosa. Es wird angenommen, dass unter anderem eine Vulnerabilität im serotoninergen Neurotransmittersystem ätiologisch relevant ist. Obwohl keine evidenz-basierte medikamentöse Standardtherapie in der Langzeitbehandlung der Anorexia nervosa existiert, wurden häufig selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) angewandt, nicht zuletzt wegen der Effektivität dieser Medikamentengruppe bei Zwangs- und Depressionserkrankungen, die als komorbide Störungen bei Anorexia nervosa häufig zu beobachten sind.
So wollten wir in dieser Arbeit untersuchen, inwiefern eine additive SSRI-Behandlung positive Auswirkungen auf den Verlauf der komorbiden Symptomatik bei jugendlichen Patienten mit Anorexia nervosa hat.
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz der Anorexia nervosa in der Kinder- und Jugendpsychiatrie dar, diskutiert die Bedeutung des serotoninergen Systems und begründet die Anwendung von SSRI bei komorbiden Störungen.
2. Methodik: Hier werden das Studiendesign, die Auswahl der Probanden, die verwendeten Fragebögen und Interviews sowie die angewandten statistischen Verfahren beschrieben.
3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die klinischen Daten und Testergebnisse für die gesamte Untersuchungsgruppe sowie den Vergleich zwischen SSRI- und Non-SSRI-Patienten im zeitlichen Verlauf.
4. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, die Nachteile und Stärken der Studie diskutiert und der klinische Nutzen einer additiven SSRI-Therapie bewertet.
5. Zusammenfassung: Eine abschließende Synthese der durchgeführten Pilot-Studie, ihrer Ergebnisse bezüglich der SSRI-Behandlung und der Schlussfolgerungen für die klinische Praxis.
Anorexia nervosa, Serotonin, SSRI, Depression, Zwangsstörung, Komorbidität, Jugendliche, Magersucht, Pharmakotherapie, Psychopathologie, Gewichtsnormalisierung, Adjuvante Therapie, Klinische Studie, Essstörung, Serotoninerges System.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) auf komorbide depressive und zwanghafte Symptome bei jugendlichen Patientinnen, die an Anorexia nervosa leiden.
Zentrale Themen sind die Pathogenese der Anorexia nervosa, insbesondere das serotoninerge System, die Komorbidität mit Depression und Zwangsstörungen sowie die medikamentöse Behandlung mit SSRI.
Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, ob eine additive medikamentöse SSRI-Behandlung zu einer Verbesserung des Verlaufs der komorbiden Symptomatik bei jugendlichen Patienten mit Anorexia nervosa führt.
Es handelt sich um eine naturalistische, prospektive klinische Verlaufstudie (Pilot-Studie), bei der Daten an fünf Messzeitpunkten mittels standardisierter Fragebögen und Experten-Interviews erhoben wurden.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Erkrankung, das serotoninerge System, die Pharmakotherapie mit SSRI, die detaillierte Methodik der Datenerhebung sowie die ausführliche Darstellung der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Anorexia nervosa, SSRI, Serotonin, Depression, Zwangsstörung, Komorbidität und Gewichtsrehabilitation.
Die Entscheidung über den Einsatz von SSRI wurde studienunabhängig von den zuständigen Ärzten nach medizinischer Indikation getroffen, was eine realitätsnahe klinische Beobachtung ermöglichte.
Die Studie zeigt, dass eine Gewichtsnormalisierung ein zentrales Ziel der multimodalen Therapie ist, und untersuchte, ob SSRI in dieser Phase der Besserung bei persistierender Psychopathologie einen zusätzlichen therapeutischen Nutzen bieten.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass ein genereller Nutzen von SSRI bei Anorexia nervosa fraglich ist und eine solche Behandlung nur im Einzelfall bei persistierender, ausgeprägter komorbider Symptomatik individuell diskutiert werden sollte.
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