Examensarbeit, 2007
115 Seiten, Note: 2,0
1. Vorwort
2. Praxisbeispiel:
Gegen die weit verbreitete Fehleinschätzung der Homogenität von Menschen mit Down-Syndrom
3. Einführung: Trisomie 21 bzw. Down-Syndrom
3.1 Geschichte
3.2 Ursachen
3.3 Morphologisches Erscheinungsbild
3.4 Entwicklung
3.4.1 Intelligenz
3.4.2 Wahrnehmung
3.4.3 Gedächtnis
3.4.4 Sprache
3.4.4.1 Sprachförderung
4. Rodolfo Castillo Morales und der philosophische Ansatz in seinem Therapiekonzept
5. Das Therapiekonzept nach Rodolfo Castillo Morales
5.1 Einführung
5.2 Welche anderen Therapien sind eng mit dem Castillo-Morales-Konzept verbunden?
5.2.1 Die Botha-Therapie
5.2.2 Die Vojta-Therapie
5.2.3 Die Pörnbacher-Therapie
5.3 Die Orofaziale Regulationstherapie
5.3.1 Der orofaziale Komplex und seine Befundaufnahme
5.3.2 Pathologien im orofazialen Komplex bei Menschen mit Down-Syndrom
5.3.3 Grundlagen der Orofazialen Regulationstherapie
5.3.4 Die therapeutische Behandlung innerhalb der Orofazialen Regulationstherapie
5.3.4.1 Vorbereitende Maßnahmen und Basisübungen
5.3.4.2 Weitere zielgerichtete Übungen
5.3.4.3 Die Gaumenplatte - ein weiterer Baustein der ORT
5.3.4.4 Was lässt sich über die Behandlung des orofazialen Bereichs festhalten?
6. Das Interview
6.1 Einführung
6.2 Der Aufbau des Interviews
6.3 Der Interviewbogen
6.4 Die Auswertung des Interviews
7. Die Bedeutung, Perspektiven und Probleme der ORT zur Förderung bei Menschen mit Down-Syndrom – ein Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Relevanz und Entwicklung des Castillo-Morales-Konzeptes als Förderkonzept für Menschen mit Down-Syndrom unter Berücksichtigung von Erfolgen und Problematiken kritisch zu untersuchen und zu hinterfragen.
Die Zunge
Die Zunge ist eines der Organe, die bei Menschen mit Down-Syndrom relativ häufig betroffen sind. Wie bereits erwähnt, wird heute fälschlicherweise noch behauptet, dass die entsprechenden Patienten oft eine Makroglossie, also eine zu große Zunge, hätten. Nach Untersuchungen Limbrocks liegt jedoch nur bei etwa 5% der Säuglinge und Kinder mit Morbus Down eine wirkliche Makroglossie (laut Definition von Castillo Morales) vor (Limbrock 1996: 88). Allerdings ist die Zunge im Vergleich zur Mundhöhle häufig zu klobig, groß und breit. Hinzu kommt noch, dass sie sehr oft hypoton und nicht zuletzt dadurch nach vorne verlagert ist. Weiterhin ist die Erhebung auf der Mittellinie, die der Form des Gaumens entspricht, sehr auffällig. Castillo Morales bezeichnet diese Pathologie als Zungendiastase (Castillo Morales 1998: 67).
Aus der Kombination der verschiedenen Störungen der Zunge und anderen (wie der Mundatmung) entwickeln sich große Problematiken in verschiedenen Bereichen, wie bei der Artikulation, Infektionsgefahr, Nahrungsaufnahme (Kauen und Schlucken) und bei dem äußerlichen Erscheinungsbild.
Es lässt sich festhalten, dass die Zunge ein wichtiger Bestandteil des orofazialen Komplexes und des ganzen Körpers ist und daher auch in der Therapie eine bedeutende Rolle einnimmt.
Vorwort: Einführung in die Thematik des Down-Syndroms unter Betonung der individuellen Heterogenität und Vorstellung des ganzheitlichen Ansatzes nach Rodolfo Castillo Morales.
Praxisbeispiel: Darstellung anhand von Pablo Pineda, um der weit verbreiteten Annahme einer Homogenität bei Menschen mit Down-Syndrom zu widersprechen.
Einführung: Trisomie 21 bzw. Down-Syndrom: Erläuterung der genetischen Grundlagen, der Entwicklung sowie spezifischer körperlicher und kognitiver Merkmale, einschließlich der Sprachförderung.
Rodolfo Castillo Morales und der philosophische Ansatz in seinem Therapiekonzept: Beschreibung der persönlichen und philosophischen Hintergründe des Gründers und dessen Einfluss auf den ganzheitlichen, respektvollen Therapieansatz.
Das Therapiekonzept nach Rodolfo Castillo Morales: Detaillierte Analyse der Teilkomponenten, der neurophysiologischen Grundlagen, der manuellen Techniken sowie der spezifischen Anwendung der Orofazialen Regulationstherapie.
Das Interview: Wissenschaftliche Begründung der Methodik zur Datenerhebung mittels Experteninterviews sowie Auswertung der Befragung von Castillo-Morales-Therapeuten.
Die Bedeutung, Perspektiven und Probleme der ORT zur Förderung bei Menschen mit Down-Syndrom – ein Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit der Therapie unter Berücksichtigung therapeutischer, struktureller und elternbezogener Voraussetzungen.
Castillo-Morales-Konzept, Orofaziale Regulationstherapie, Down-Syndrom, Trisomie 21, Muskelhypotonie, Sprachförderung, Ganzheitlichkeit, Physiotherapie, Logopädie, Elternarbeit, Frühförderung, Neurophysiologie, sensomotorische Entwicklung, Mundatmung, Gaumenplatte
Die Arbeit untersucht die Bedeutung, Perspektiven und Probleme der Orofazialen Regulationstherapie (ORT) nach Rodolfo Castillo Morales speziell im Hinblick auf die Förderung von Menschen mit Down-Syndrom.
Zentral sind die theoretische Fundierung des Castillo-Morales-Konzeptes, die Einordnung in andere neurophysiologische Therapien, die spezifischen orofazialen Pathologien bei Trisomie 21 sowie die praktische Umsetzung und Evaluation durch Therapeuteninterviews.
Ziel ist es, den Stellenwert und die Relevanz des Castillo-Morales-Konzeptes als Förderform zu klären und dabei besonders auf die Heterogenität der betroffenen Personen einzugehen.
Neben einer ausführlichen theoretischen Literaturanalyse führte der Autor eine empirische Datenerhebung mittels strukturierter Interviews mit praktizierenden Castillo-Morales-Therapeuten durch.
Der Hauptteil befasst sich mit der Philosophie des Therapiekonzepts, der detaillierten Beschreibung der orofazialen Probleme bei Down-Syndrom sowie den konkreten Behandlungstechniken wie manuellen Stimulationen und dem Einsatz der Gaumenplatte.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Orofaziale Regulationstherapie, Trisomie 21, Muskelhypotonie, Ganzheitlichkeit und Interdisziplinarität geprägt.
Der orofaziale Bereich (Mund und Gesicht) ist bei diesen Menschen häufig durch Hypotonie und anatomische Besonderheiten belastet, was Funktionen wie Saugen, Kauen, Schlucken und Sprechen beeinträchtigen kann.
Die Arbeit stellt heraus, dass die oftmals zeitintensive Therapie zu Hause fortgeführt werden muss und die aktive Mitarbeit und Unterstützung durch die Eltern eine zwingende Voraussetzung für den Therapieerfolg ist.
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