Bachelorarbeit, 2021
32 Seiten, Note: 11.0
A. Einführung
B. Hauptteil
1. Nähere Betrachtung einer Finanztransaktionssteuer
a. Geschichtlicher Hintergrund
b. Funktionsweise & Bestimmung einer FTS
c. Kosten und Nutzen
2. Finanztransaktionssteuer innerhalb der EU
a. Aktuelle Europäische Umsetzung
b. Übersicht des deutsch-französischen Vorschlages
3. Kritische Betrachtung des deutsch-französischen Vorschlages
a. Vorteile des deutsch-französischen Vorschlages
b. Nachteile des deutsch-französischen Vorschlages
c. Politische Empfehlung
C. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung einer einheitlichen europäischen Finanztransaktionssteuer (FTS) und analysiert, ob diese zur Stabilisierung und Stärkung des Finanzsektors beitragen kann, wobei insbesondere das deutsch-französische Modell kritisch beleuchtet wird.
a. Geschichtlicher Hintergrund
Historisch betrachtet reicht die Idee einer FTS bis ins 17. Jahrhundert zurück. England führte 1694 die Stempelsteuer ein, wobei ein Steuersatz auf das Abstempein von Aktien erhoben wurde (Rodewald 2012: 33). Sie diente zur Finanzierung des damaligen Kriegs gegen Frankreich. 1765 plante England, den stamp act auf die britischen Kolonien in Amerika auszuweiten. Der dadurch entstandene Aufstand trug maßgeblich zum Ausbruch des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges bei (Hochgeschwender 2016: 208 ff.). Dies verdeutlichte, welche weitreichenden Folgen steuerliche Restriktion haben können. Die Grundlage moderner Ansätze konzipierte John Maynard Keynes (1936) unter Angesicht der amerikanischen Wirtschaftskrise in den 1920er-Jahren. In seinem berühmten Werk “The General Theory of Employment, Interest and Money“ fordert Keynes u.a. die Einführung einer Steuer auf Finanztransaktionen (Keynes 1936: 80 ff.).
Ziel seiner theoretischen Analyse war es zu erörtern, ob der spekulative Handel am Finanzmarkt einen negativen Einfluss auf Entscheidungen, die in der Realwirtschaft getroffen werden, nehmen könnte. Um risikoreiche Spekulationen einzudämmen, nennt Keynes die FTS als ein mögliches staatliches Instrument. Er kam zu der Erkenntnis, dass eine FTS den kurzfristigen und spekulativen Handel eingrenzen könnte. Keynes beschrieb aber auch die Gefahr, dass sich eine FTS investitionshemmend auf alle Marktteilnehmer auswirkt und sich dadurch rezessive oder gar depressive Markttendenzen entwickeln bzw. verstärkt werden könnten (Burger 2019 : 4).
A. Einführung: Hinführung zum Thema der Finanztransaktionssteuer und Definition der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Stabilisierung des europäischen Finanzsektors.
1. Nähere Betrachtung einer Finanztransaktionssteuer: Historischer Rückblick auf die Steuerkonzepte, Erläuterung der theoretischen Funktionsweise anhand von Preis-Mengen-Modellen sowie Analyse der Kosten-Nutzen-Struktur.
2. Finanztransaktionssteuer innerhalb der EU: Detaillierte Betrachtung aktueller nationaler Umsetzungen in Frankreich, Italien und Spanien sowie Vorstellung des spezifischen deutsch-französischen Modells.
3. Kritische Betrachtung des deutsch-französischen Vorschlages: Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen des deutsch-französischen Modells unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Prognosen und politische Empfehlung zur Ausgestaltung.
C. Zusammenfassung: Resümee der bisherigen Ergebnisse und Ausblick auf die Wirksamkeit einer europäischen Lösung.
Finanztransaktionssteuer, FTS, Europäische Union, Finanzmarkt, Steuermodell, deutsch-französischer Vorschlag, Aktienhandel, Spekulation, Bemessungsgrundlage, Finanzmarktkrise, Steuerumgehung, Marktstabilität, Besteuerung, Anreizwirkung, Kapitalmarkt.
Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept einer einheitlichen europäischen Finanztransaktionssteuer und analysiert deren Potenzial zur Stabilisierung des Finanzmarktes.
Schwerpunkte bilden die historische Entwicklung der Steuer, die ökonomischen Wirkungsmechanismen, aktuelle nationale Modelle sowie eine kritische Evaluation des deutsch-französischen Vorschlags.
Die zentrale Frage ist, ob eine einheitliche europäische Finanztransaktionssteuer tatsächlich zur Stabilisierung und Stärkung des Finanzsektors beitragen kann.
Es erfolgt eine Literaturanalyse sowie eine Auswertung wissenschaftlicher Studien und Prognosen zu steuerlichen Auswirkungen auf Marktteilnehmer und Volatilität.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der FTS, den Status quo in ausgewählten EU-Staaten sowie eine kritische Analyse des deutsch-französischen Modells.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie FTS, Finanzmarktstabilität, Besteuerungsmodelle, Steuerumgehung und ökonomische Lenkungswirkung aus.
Es wird angeführt, weil es durch Konstruktionsfehler zu massiven Handelsverlagerungen ins Ausland führte, statt die angestrebten Einnahmen zu generieren.
Hauptkritikpunkte sind die exklusive Konzentration auf den Aktienhandel, die Vernachlässigung des Derivatehandels sowie die hohe Anfälligkeit für Umgehungsstrategien.
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