Bachelorarbeit, 2021
85 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung der Arbeit
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Begriffe und Definitionen
2.1.1. Epidemie
2.1.2. Experte
2.1.3. Interview
2.1.4. Koalitionen
2.1.5. Kurzarbeit
2.1.6. Lockdown
2.1.7. Pandemie
2.1.8. SARS-CoV-2-Virus
2.1.9. Streik
2.1.10. Tarifautonomie
2.1.11. Tariffähigkeit
2.1.12. Tarifkommission
2.1.13. Tarifrunde
2.1.14. Tarifwilligkeit
2.1.15. Territorialprinzip
3. Das Tarifvertragsrecht
3.1. Einführung
3.1.1. Der Tarifvertrag
3.1.2. Funktionen des Tarifvertrages
3.1.3. Inhaltliche Bestimmungen
3.2. Die Tarifparteien
3.2.1. Der Deutsche Gewerkschaftsbund
3.2.2. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeber
3.3. Die IG-Metall als Tarifpartei
3.4. Veränderungen der Gewerkschaftsarbeit während der SARS-CoV-2-Pandemie
3.4.1. Digitalisierung der Tarifverhandlungen
3.4.2. Digitalisierung der Arbeitskampfmaßnahmen
4. Methodik
4.1. Experteninterviews im Kontext der Empirischen Sozialforschung
4.2. Herausforderungen
4.3. Kritik der Methodik
4.4. Leitfadengestütztes Experteninterview
4.4.1. Auswahl des Experten
4.4.2. Aufbau und Inhalte des Leitfadens
4.4.3. Vorbereitung der Interviews
4.4.4. Durchführung der Interviews
4.4.5. Transkription der Interviews
4.5. Datenerhebung und Datenauswertung
4.6. Gütekriterien qualitativer Inhaltsanalyse
5. Ergebnisse der Experteninterviews und kritische Analyse
5.1. Auswertung der Einzelinterviews
5.1.1. Interview mit G1
5.1.2. Interview mit G2
5.1.3. Interview mit G3
5.2. Auswertung der Ergebnisse
5.3. Handlungsempfehlungen
6. Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Veränderungen der Gewerkschaftsarbeit, insbesondere der Tarifvertragsarbeit, während der SARS-CoV-2-Pandemie am Beispiel der IG Metall. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die Anpassung von Arbeitsabläufen unter behördlichen Restriktionen, die veränderte Kommunikation zwischen den Akteuren sowie die Nachhaltigkeit digitaler Instrumente über die Pandemie hinaus.
3.1.3. Inhaltliche Bestimmungen
Bezugnehmend auf den Inhalt von Tarifverträgen finden sich Regelungen auf zwei Ebenen; dem schuldrechtlichen Teil, der die Rechte und Pflichten der Parteien zum Gegenstand hat, sowie dem normativen Teil. Letzterer setzt Rechtsnormen fest, welche sich unmittelbar und zwingend auf die tarifgebundenen Arbeitsverhältnisse auswirken (Michalski, 2008, S. 200).
Schuldrechtlicher Teil
Im schuldrechtlichen Teil des Tarifvertrages werden die Rechte und Pflichten der Tarifvertragsparteien nach § 1 Abs. 1 TVG geregelt. Diese gelten nur zwischen den Parteien selbst und entfalten keine unmittelbare Drittwirkung auf die einzelnen Arbeitsverhältnisse der Verbandsmitglieder (Hromadka & Maschmann, 2017, S. 42). Inhaltlich können sämtliche Regelungen getroffen werden, die nach dem bürgerlichen Recht zulässig sind.
Dem schuldrechtlichen Teil immanent sind die Friedens- sowie Durchführungspflicht, die nach Henssler (2018, S. 2938) unentbehrliche Bestandteile sind. Zunächst wird die Friedenspflicht beschrieben. Diese besteht grundlegend aus zwei Komponenten, der relativen sowie der absoluten Friedenspflicht. Die relative Friedenspflicht beinhaltet das Gebot, während der Geltungsdauer eines Tarifvertrages sämtliche Arbeitskampfmaßnahmen zu unterlassen, die sich gegen Regelungen des bestehenden Tarifvertrages richten (Brauneisen, 2019, S. 1). Die absolute Friedenspflicht hingegen, welche einer ausdrücklichen Vereinbarung beider Parteien bedarf, schließt Arbeitskampfmaßnahmen auch für nicht geregelte Punkte während der Geltungsdauer eines Tarifvertrages aus. (Pulte, 1998, S. 207).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Auswirkungen der Pandemie auf die Gewerkschaftsarbeit ein und definiert die Forschungsfragen sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Fachbegriffe von Epidemie über Tarifautonomie bis hin zu Koalitionen definiert, um ein gemeinsames Begriffsverständnis zu schaffen.
3. Das Tarifvertragsrecht: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen von Tarifverträgen, deren Funktionen sowie die Struktur der beteiligten Tarifparteien inklusive der IG Metall.
4. Methodik: Hier wird das methodische Vorgehen der qualitativen Forschung beschrieben, insbesondere der Einsatz leitfadengestützter Experteninterviews und deren Auswertung mittels qualitativer Inhaltsanalyse.
5. Ergebnisse der Experteninterviews und kritische Analyse: Dieses Kapitel präsentiert die Erkenntnisse aus den geführten Experteninterviews und ordnet diese im Kontext der Forschungsfragen sowie mit Handlungsempfehlungen ein.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Gewerkschaftsarbeit unter Einbezug digitaler Möglichkeiten.
Tarifvertrag, SARS-CoV-2-Virus, Gewerkschaft, Veränderungen während der Pandemie, Kommunikation, IG Metall, Arbeitskampf, Digitalisierung, Tarifautonomie, qualitative Inhaltsanalyse, Experteninterview, Kurzarbeit, Tarifrunde.
Die Arbeit untersucht, wie die SARS-CoV-2-Pandemie die Arbeit der Gewerkschaften, exemplarisch dargestellt an der IG Metall, beeinflusst hat.
Die Themen umfassen Tarifvertragsrecht, die Digitalisierung von Verhandlungen, neue Formen des Arbeitskampfes sowie die veränderte Kommunikation zwischen Tarifparteien.
Das Ziel ist es, Veränderungen in den gewerkschaftlichen Aufgabenbereichen durch die Pandemie zu identifizieren und zu analysieren, welche davon langfristig Bestand haben könnten.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz mittels leitfadengestützter Experteninterviews, die anhand einer zusammenfassenden Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Tarifrechts, eine methodische Herleitung und die Auswertung von drei Experteninterviews mit Verhandlungsführern.
Wichtige Begriffe sind Tarifvertrag, SARS-CoV-2, Gewerkschaftsarbeit, Digitalisierung und Arbeitskampfmaßnahmen.
Die IG Metall dient als Fallbeispiel, um die Auswirkungen der Pandemie auf eine große Einzelgewerkschaft und deren verschiedene Bezirke empirisch greifbar zu machen.
Die Arbeit zeigt eine Verschiebung hin zu kreativen, hygienekonformen Formaten wie Autokino-Streiks, Homeoffice-Streiks und Frühschlussaktionen, da klassische Demonstrationen erschwert waren.
Der Autor stellt fest, dass digitale Tools zwar die Handlungsfähigkeit aufrechterhalten, aber persönliche Präsenz und informelle Kommunikation bei Tarifverhandlungen nicht vollständig ersetzen können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

