Bachelorarbeit, 2021
56 Seiten, Note: 1,0
Diese Bachelorarbeit untersucht das postkoloniale Potenzial in Christian Krachts Werken 1979 und Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten. Die Arbeit analysiert die beiden Bücher aus verschiedenen Perspektiven, um die kritische Hinterfragung von Fremdkategorisierungen aufzudecken. Der Fokus liegt auf den Begriffen Subjekt, Subjektivität und Subjektivierung und untersucht, wie diese Konzepte die gesellschaftskritische Konstitution von Individuen beeinflussen. Dabei werden die Mechanismen der Einverleibung bestimmter Denkmuster auf verschiedenen Ebenen analysiert, insbesondere die Rolle von Sprache, Wissenschaft und Politik.
Das erste Kapitel befasst sich mit der theoretischen und methodischen Einführung, indem es die Einordnung in das Forschungsgebiet der Postkolonialen Studien und relevante wissenschaftliche Ansätze vorstellt. Es beleuchtet die zentrale Rolle von Gayatri Chakravorty Spivak, Homi K. Bhabha und Edward Said in der Postkolonialen Theorie und definiert die zentralen Begriffe Subjekt, Subjektivität und Subjektivierung. Das zweite Kapitel stellt die Untersuchungsgegenstände, die Werke 1979 und Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten, vor und erläutert die relevanten Aspekte für die Analyse. Das dritte Kapitel analysiert die Verweigerung einer eindeutigen Lesart in Krachts Werken und untersucht die Entfaltung von postkolonialem Potenzial im Spannungsfeld von Subjekt, Subjektivität und Subjektivierung. Es analysiert die kontrafaktische Geschichtsschreibung in Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten, die Konstitution des Anderen, insbesondere den Orientalismus, und die Verhaftung rassistischen Wissens an den Körper. Zudem betrachtet es die Rolle von Intermedialität, Sprache und Ideologie, sowie die Bedeutung von Bewegung und Raum im Kontext von Hybridität und Dezentrierung.
Die Schlüsselwörter dieser Arbeit umfassen Postkolonialität, Subjekt, Subjektivität, Subjektivierung, Fremdkategorisierung, epistemische Gewalt, Eurozentrismus, Orientalismus, Intermedialität, Sprache, Hybridität, Bewegung, Raum.
Die Arbeit analysiert, wie Kracht in „1979“ und „Ich werde hier sein...“ Fremdkategorisierungen, Orientalismus und eurozentrische Denkmuster kritisch hinterfragt.
Es bezeichnet die Unterdrückung von lokalem Wissen durch koloniale Wissensstrukturen, die sich in Sprache, Wissenschaft und Politik niederschlagen.
Durch die Analyse von Orientalismus und rassistischen Zuschreibungen wird gezeigt, wie Kracht die Brüchigkeit dieser künstlichen Abgrenzungen offenlegt.
Sprache wird als Träger von Ideologie und Macht untersucht, wobei Kracht eine eindeutige Lesart verweigert und so den postkolonialen Diskurs öffnet.
Hybridität bezieht sich auf die Vermischung von kulturellen Identitäten und Räumen, die sich einer klaren Zuordnung entziehen und ständig in Bewegung bleiben.
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