Bachelorarbeit, 2008
59 Seiten, Note: 1,7
1. Unternehmenskultur und Mikropolitik
1.1. Einordnung in die Wissenschaften
1.2. Mikropolitik und Unternehmenskultur in der Öffentlichkeit
1.3. Prägung von Unternehmenskultur durch Organisationsmitglieder
2. Mikropolitik
2.1. Definition von Mikropolitik
2.2. Theoretischer Hintergrund
2.3. Formen der Mikropolitik
2.3.1. Das Ziel von mikropolitischem Handeln
2.3.2. Politics-Policy-Polity-Modell der Mikropolitik
2.3.3. Typen von mikropolitischen Methoden
2.3.3.1. Individuelle Methoden
2.3.3.2. Gruppenmethoden
2.4. Der mikropolitische Akteur
2.4.1. Akteurstypen & Akteursmodelle
2.4.2. Strategien und Handlungen von Akteuren
2.4.2.1. Theoretische Ansätze
2.4.2.2. Politische Strategien
2.5. Zwischenfazit
3. Unternehmenskultur
3.1. Definition von Unternehmenskultur
3.1.1. Kultur im Unternehmen
3.1.2. Abgrenzung des Begriffs Unternehmenskultur
3.2. Modelle der Unternehmenskultur
3.2.1. Kulturtypologie
3.2.2. Kulturebenenmodell
3.2.3. Rolle und Folge einer Unternehmenskultur
3.3. Zwischenfazit
4. Mikropolitik im kulturellen Umfeld
4.1. Unternehmenskultur und Mikropolitik
4.1.1. Auswirkungen der Unternehmenskultur auf die Akteure
4.1.2. Mikropolitisches Handeln im unternehmenskulturellen Umfeld
4.2. Internationale Aspekte
4.2.1. Einfluss der Landeskultur auf die Unternehmenskultur
4.2.2. Mikropolitisches Handeln in anderen Länderkulturen
5. Fazit: Der Einfluss der Unternehmenskultur auf mikropolitische Prozesse
Die vorliegende Arbeit untersucht den wechselseitigen Einfluss von Unternehmenskultur und mikropolitischem Handeln innerhalb von Organisationen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern verschiedene Ausprägungen von Unternehmenskulturen das machtorientierte, oft informelle Handeln der Organisationsmitglieder prägen, lenken oder einschränken.
2.1. Definition von Mikropolitik
Eine Definition von Mikropolitik zu formulieren erscheint auf den ersten Blick als vergleichsweise einfach. Es genügt das Wort „Mikropolitik“ in seine Bestandteile „Mikro“ und „Politik“ aufzuspalten und man ist der Sache schon relativ nahe. Mikro kommt aus dem griechischen und steht für „klein“. Der Begriff „Politik“ steht hier für das politische Handeln. Somit ergibt sich leichtfertig für „Mikropolitik“ die Erklärung, dass es sich um kleine Politik, oder besser, Politik im Kleinen handelt. Da diese Art der Definition keineswegs umfassend ist, liegt es nahe, sich dem Sachverhalt anders zu nähern.
Zwischen den verschiedenartigsten Definitionen von Mikropolitik lassen sich jedoch zunächst einige Gemeinsamkeiten feststellen. Diese Merkmale von Mikropolitik finden sich in nahezu allen Definitionsversuchen der Mikropolitik wieder. Hierbei können folgende Merkmale übereinstimmend festgestellt werden: „1. Es handelt sich um von der Organisation nicht gebilligtes, selbstdienliches Verhalten, 2. das den organisationalen Zielen oder den Interessen anderer Organisationsmitglieder entgegengesetzt ist und 3. in sich entzweiend und konkurrierend ist und 4. potentiell zum Nachteil Anderer auf die Erlangung individueller Macht gerichtet ist.“
Bei dieser Betrachtung spielen zwei Aspekte eine besondere Rolle. Dies sind zum einen das der Organisation entgegen gesetzte Streben nach Zielen und Interessen und zum anderen das Streben nach individueller Macht. Das Streben wider den Zielen und Interessen der Organisation muss jedoch dahingehend betrachtet werden, dass die Mitglieder einer Organisation weniger das Ziel einer Organisation durch mikropolitisches Handeln umgehen, sondern eher die formale Struktur einer Organisation unterlaufen mit der ein persönliches Ziel erreicht werden soll. Durch informelle Strukturen und Einbringung eigener persönlicher Ziele werden die objektiven Ziele der Organisation umgewandelt in subjektive Interessen und Ziele der Organisationsmitglieder.
1. Unternehmenskultur und Mikropolitik: Einleitung in das Thema, welches aufzeigt, dass soziale Prozesse und Machtspiele in der klassischen Betriebswirtschaftslehre oft zu kurz kommen.
2. Mikropolitik: Umfassende theoretische Fundierung des Begriffs Mikropolitik inklusive der Akteursmodelle und konkreter Methoden für machtorientiertes Handeln.
3. Unternehmenskultur: Analyse der verschiedenen Modelle der Unternehmenskultur sowie deren Funktionen wie Koordination, Integration und Motivation innerhalb einer Organisation.
4. Mikropolitik im kulturellen Umfeld: Untersuchung der Einflüsse von Unternehmenskultur und nationaler Kultur auf das Handeln der Akteure sowie internationale Fallbeispiele.
5. Fazit: Der Einfluss der Unternehmenskultur auf mikropolitische Prozesse: Abschließende Synthese, die unterstreicht, dass Unternehmenskultur als Rahmenbedingung das mikropolitische Handeln maßgeblich steuert und adaptiert.
Mikropolitik, Unternehmenskultur, Organisationsmitglieder, Macht, Strategie, Akteur, Eigeninteresse, Unternehmenskulturtypen, Systemtheorie, Machtspiel, informelle Struktur, interkulturelles Management, Verhaltenssteuerung, Machtausübung, Organisationsstruktur
Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel zwischen informellen Machtstrategien (Mikropolitik) und den kulturellen Rahmenbedingungen in Unternehmen.
Zentrale Themen sind die theoretische Definition von Mikropolitik, Modelle der Unternehmenskultur, die Rolle von Akteuren sowie der Einfluss von Landeskulturen.
Ziel ist es zu erörtern, inwiefern die Unternehmenskultur das mikropolitische Handeln der Organisationsmitglieder beeinflusst und begrenzt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse etablierter Theorien der Politikwissenschaft, Soziologie und Organisationspsychologie.
Im Hauptteil werden sowohl individuelle als auch kollektive mikropolitische Methoden (wie Mobbing oder das Küchenkabinett) sowie die Kulturebenenmodelle analysiert.
Typische Schlüsselbegriffe sind Mikropolitik, Unternehmenskultur, Macht, Akteur, Eigeninteresse und interkulturelles Management.
Landeskulturen prägen die Werte der Akteure und damit auch deren Verständnis von Macht und Autorität, was zu unterschiedlichen Ausprägungen der Mikropolitik führt.
Nach Luhmann ist die drohende Sanktion eine wesentliche Bedingung für die Entstehung von Macht innerhalb eines sozialen Systems.
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