Wissenschaftliche Studie, 1987
21 Seiten, Note: "-"
1. Individualisierung der Erwerbsarbeit und soziale Sicherung
1.1 Einleitung
1.2 Problemstellung
1.3 Umfang der Telearbeit
1.4 Art und Struktur
1.5 Betriebliche Interessen und Arbeitswünsche
2. Das System der sozialen Sicherung bei Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen
2.1 Anspruchsvoraussetzungen in der BRD
2.2 Rechtsstatus der Teilzeitbeschäftigten
2.3 Neue Herausforderungen
2.4 Sozialpolitische Alternative: Garantiertes Mindesteinkommen
2.5 Fazit
3. Eckpunkte eines garantierten Mindesteinkommens
3.1 Mögliche Wirkungen auf das Arbeitsangebot
3.2 Verhandlungspositionen
3.3 Arbeitsorganisatorische Gestaltungsspielräume
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die sozialrechtlichen Herausforderungen, die sich durch die zunehmende Flexibilisierung der Erwerbsarbeit, insbesondere am Beispiel der Telearbeit, ergeben. Das primäre Ziel ist es, die bestehenden Sicherungslücken im System der sozialen Sicherung bei atypischen Beschäftigungsverhältnissen aufzuzeigen und die Einführung eines garantierten Mindesteinkommens als sozialpolitische Alternative kritisch zu diskutieren.
1.1 Einleitung
Neue Techniken und veränderte Arbeitswünsche ermöglichen eine neu-artige Form der Erwerbsarbeit: die Telearbeit. Sie wird als Compu-terheimarbeit, Teleheimarbeit, elektronische Heim- und Fernarbeit, informationstechnisch gestützte Heimarbeit und ähnliches disku-tiert. Gemeint sind Arbeitsplätze, die hinsichtlich des Ar-beitsortes (Wohnung, Nachbarschafts- oder Satellitenbüro) und der Arbeitszeit (Arbeitsdauer und -zeitlage) dezentralisiert sind. An ihnen wird die Gesamttätigkeit von den neuen Informations- und Kom-munikationstechniken bestimmt. Es sind eine Reihe arbeits- und so-zialrechtlicher Regelungsbedarfe zu konstatieren (vgl. Beck 1985; Rehbinder 1987). Ob Satellitenbüros der Ausverkauf des Arbeitsrech-tes oder eine sozio-technische Innovation darstellen, wird heftig diskutiert.
1. Individualisierung der Erwerbsarbeit und soziale Sicherung: Dieses Kapitel führt in das Konzept der Telearbeit ein, analysiert deren Umfang sowie die betrieblichen Interessen und stellt die daraus resultierenden sozialrechtlichen Probleme dar.
2. Das System der sozialen Sicherung bei Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen: Hier werden die bestehenden sozialrechtlichen Rahmenbedingungen in der BRD und der Schweiz sowie die Auswirkungen des Rechtsstatus auf die soziale Absicherung detailliert geprüft.
3. Eckpunkte eines garantierten Mindesteinkommens: Dieses Kapitel widmet sich der Diskussion eines garantierten Mindesteinkommens als Lösung für die identifizierten Sicherungslücken und untersucht dessen Auswirkungen auf das Arbeitsangebot sowie Verhandlungspositionen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer Anpassung der sozialen Sicherung an die Erfordernisse atypischer Erwerbsformen zusammen und plädiert für ein garantiertes Mindesteinkommen.
Telearbeit, soziale Sicherung, garantiertes Mindesteinkommen, Teilzeitarbeit, Arbeitsmarkt, Normalarbeitsverhältnis, Sozialversicherung, Flexibilisierung, Erwerbsarbeit, Rechtsstatus, Armut, Arbeitsangebot, Sozialpolitik, atypische Beschäftigung, Deregulierung
Die Arbeit analysiert die sozialrechtliche Absicherung von alternativen Arbeitsformen wie der Telearbeit und deren Auswirkungen auf das bestehende System der sozialen Sicherheit.
Im Fokus stehen die Telearbeit, die Teilzeitbeschäftigung, soziale Sicherungssysteme in der BRD und der Schweiz sowie das Modell des garantierten Mindesteinkommens.
Das Ziel ist es, die mangelnde soziale Absicherung bei atypischen Arbeitsverhältnissen aufzuzeigen und ein garantiertes Mindesteinkommen als zukunftsweisende politische Alternative zu bewerten.
Der Autor führt eine theoretische Analyse der sozialrechtlichen Rahmenbedingungen durch, ergänzt durch die Auswertung bestehender Studien, Modellversuche und wirtschaftspolitischer Fachliteratur.
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse von Anspruchsvoraussetzungen, dem Vergleich unterschiedlicher Rechtsstatus von Beschäftigten sowie der Skizzierung der Parameter eines garantierten Mindesteinkommens.
Wesentliche Begriffe sind Telearbeit, soziale Sicherung, garantiertes Mindesteinkommen, Flexibilisierung der Arbeit und atypische Beschäftigungsverhältnisse.
Die Arbeit zeigt auf, dass es bemerkenswerte Unterschiede in den Konstruktionsprinzipien der Sozialversicherung und dem arbeitsrechtlichen Schutz bei Heimarbeit zwischen beiden Ländern gibt.
Es dient dazu, Übergänge zwischen Erwerbsleben und Freizeit fließender zu gestalten und als soziale Absicherung für diejenigen zu dienen, die aufgrund atypischer Arbeit aus dem klassischen System fallen.
Gewerkschaften werden als skeptische Instanz gegenüber Telearbeit beschrieben, da sie Erosion ihrer Organisationskraft und kollektivrechtliche Nachteile für die Beschäftigten befürchten.
Der Autor argumentiert, dass diese Befürchtung nicht stichhaltig ist, da ein solches System den Übergang zwischen Beschäftigung und Nicht-Beschäftigung erleichtern und somit soziale Sicherheit bieten würde.
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