Bachelorarbeit, 2021
122 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Motivation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Forschungsfragen
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Stand der Technik
2.1 Anwendungsfälle des autonomen Fahrens
2.2 Relevante Fahrszenarien
2.3 Sensorik zur Personendetektion
3. Grundlagen der Radarsensorik
3.1 Einordnung und Erläuterung des Grundkonzeptes
3.2 Physikalische Grundlagen
3.2.1 Elektromagnetische Wellen
3.2.2 Doppler-Effekt
3.3 Radargleichung
3.4 Frequenzmoduliertes Dauerstrichradar
3.4.1 Funktionsprinzip
3.4.2 Signaltheorie
3.4.3 Abstands- und Geschwindigkeitsmessung
4. Signalverarbeitung zur Personendetektion
4.1 Aufbau der Signalverarbeitung
4.2 Objekterkennung
4.2.1 I&Q-Verfahren
4.2.2 CFAR-Algorithmus
4.3 Vitalzeichenerkennung
4.3.1 Phasenanalyse
4.3.2 Bandpassfilterung
4.4 Personendetektion
4.5 Entwickelte MATLAB-Applikation
5. Versuchsdurchführung und Performancebewertung
5.1 Bewertungsmethode
5.2 Versuchsaufbau
5.2.1 TI Single-Chip FMCW Radarsensor
5.2.2 TI mmWave Studio Software
5.3 Systemvalidierung unter Laborbedingungen
5.3.1 Präzision der Abstandsmessung
5.3.2 Genauigkeit der Vitalzeichenmessung
5.3.3 Genauigkeit der Personendetektion
5.4 Feldexperimente zu relevanten Fahrszenarien
5.4.1 Fußgänger in Parklücke
5.4.2 Fußgänger im Fahrschlauch
5.4.3 Fußgänger von Fahrzeug verdeckt
5.5 Resultate der Performancebewertung
5.5.1 Zwischenfazit Forschungsfrage 1
5.5.2 Zwischenfazit Forschungsfrage 2
5.5.3 Zwischenfazit Forschungsfrage 3
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Realisierbarkeit einer alternativen Methode zur Personendetektion im Kontext des automatisierten Fahrens durch den Einsatz eines FMCW-Radars im Ultra-Nahbereich. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob eine solche, auf der Erkennung vitaler Anzeichen wie Atmung und Herzschlag basierende Detektion, unter verschiedenen Bedingungen zur zuverlässigen Klassifizierung von Fußgängern eingesetzt werden kann.
3.2.1 Elektromagnetische Wellen
Die Maxwell-Gleichungen sind nicht nur ein wichtiger Teil des modernen physikalischen Weltbildes, sie stellen zugleich die Grundlage der Elektrodynamik dar. Dank ihrer Symmetrie zwischen Elektrizität und Magnetismus, begeisterten sie Ludwig Boltzmann 1893 zu dem Ausruf [32]:
„War es ein Gott, der diese Zeichen schrieb . . . ?“
Das elektronische Prinzip von Radarsensoren beruht auf dem Aussenden und Empfangen von elektromagnetischen Wellen (Abbildung 3.2), welche letztendlich eine Kopplung von elektrischen und magnetischen Feldern darstellen. Es handelt sich demnach um eine sich wellenförmig ausbreitende, räumlich und zeitlich periodische Änderung von elektromagnetischen Feldern. Die Felder der elektrischen D und magnetischen B Flussdichte stehen dabei senkrecht auf der Ausbreitungsrichtung und bewegen sich dabei transversal durch den Raum, wie aus den maxwellschen Gleichungen zu folgern ist:
1. Einleitung: Die Arbeit motiviert die Notwendigkeit der Personendetektion für das autonome Fahren und definiert die Forschungsfragen sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Stand der Technik: Es werden relevante Anwendungsfälle wie das Autonome Valet-Parken vorgestellt, Szenarien für Feldexperimente definiert und bestehende Sensorik zur Personendetektion analysiert.
3. Grundlagen der Radarsensorik: Dieses Kapitel erläutert die physikalischen Grundlagen, die Radargleichung sowie die Funktionsweise und Signaltheorie des frequenzmodulierten Dauerstrichradars (FMCW-Radar).
4. Signalverarbeitung zur Personendetektion: Hier wird der Aufbau der in MATLAB entwickelten Applikation beschrieben, einschließlich der Algorithmen zur Objekterkennung (CFAR) und Vitalzeichenerkennung (Phasenanalyse, Bandpassfilterung).
5. Versuchsdurchführung und Performancebewertung: Die durchgeführten Labor- und Feldversuche werden dokumentiert, die Messergebnisse anhand von Leistungskennzahlen wie Entdeckungs- und Falschalarmrate ausgewertet und ein Zwischenfazit zu den Forschungsfragen gezogen.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Diese Kapitel fassen die Arbeit zusammen und diskutieren das Potenzial der untersuchten Methode für zukünftige Serienanwendungen sowie Möglichkeiten zur weiteren Optimierung.
Personendetektion, Vitalzeichenerkennung, FMCW-Radar, Umfelderfassung, Radarsensorik, Automatisiertes Fahren, Signalverarbeitung, CFAR, Herzfrequenz, Atemfrequenz, Nahfeldsensorik, Autonomes Valet-Parken.
Die Arbeit untersucht eine rein radarbasierte Methode zur Personendetektion mittels Vitalzeichenerkennung im Ultra-Nahbereich für autonom fahrende Fahrzeuge.
Die Schwerpunkte liegen auf der FMCW-Radartechnologie, der digitalen Signalverarbeitung zur Extraktion von Vitalparametern wie Atem- und Herzfrequenz sowie deren Validierung in Labor- und Feldversuchen.
Das Ziel ist der Machbarkeitsnachweis, ob Vitalzeichen von Personen mittels Radar im Außenbereich eines Fahrzeugs unter realen Bedingungen zur Klassifizierung als Fußgänger detektiert werden können.
Es wird ein experimenteller Ansatz gewählt, bei dem Rohdaten eines FMCW-Radars mit einer selbst entwickelten MATLAB-Applikation verarbeitet werden, wobei Algorithmen wie die Fast Fourier-Transformation (FFT) und die CA-CFAR-Detektion zur Anwendung kommen.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Radarsensorik, die methodische Entwicklung der Signalverarbeitung, die detaillierte Beschreibung des Versuchsaufbaus sowie die Auswertung und Performancebewertung der Messungen.
Personendetektion, Vitalzeichenerkennung, FMCW-Radar, Automatisiertes Fahren, CFAR-Algorithmus, Signalverarbeitung.
Die Messergebnisse wurden mittels Referenzwerten von medizinischen Oximetern und durch manuelles Zählen von Atemzügen validiert und statistisch auf Fehler (MAE) untersucht.
Die Tests fanden sowohl unter kontrollierten Laborbedingungen als auch in Feldexperimenten in einer Tiefgarage sowie auf Parkflächen statt.
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