Masterarbeit, 2021
78 Seiten, Note: 1,4
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Forschungsfrage
1.3 Aufbau der Studie
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Disruptive Veränderung der Arbeitsorganisation in Unternehmen durch COVID-19
2.2 Digitale Transformation
2.3 Flexible Arbeitsformen – rechtliche Rahmenbedingungen
2.3.1 Begriffe
2.3.2 Arbeitsschutzrechtliche Vorgaben
2.3.3 Auswirkungen auf Mobilarbeit
2.3.4 Zeitliche und räumliche Flexibilität
2.4 Selbstführung
2.5 Das psychische Wohlbefinden
2.5.1 Hedonismus und Eudämonismus
2.5.2 Positive Psychologie
2.5.3 Wohlbefinden im organisationalen Kontext
3 Forschungsbedarf
3.1 Forschungslücke
3.2 Forschungsfrage
4 Methodik
4.1 Das Forschungsdesign
4.2 Erhobene Daten und Messinstrumente
4.2.1 Soziodemographische Daten
4.2.2 Arbeitszeitautonomie
4.2.3 Erfassung der Selbstführungskompetenz
4.2.4 Der Workplace-PERMA-Profiler
4.3 Die Untersuchungsdurchführung
4.4 Die Stichprobenbeschreibung
5 Ergebnisse
5.1 Zusammenhang von Wohlbefinden und Arbeitszeitautonomie
5.1.1 Deskriptive Statisitik für Autonomie und Wohlbefinden
5.1.2 Personen mit niedriger Selbstführungskompetenz
5.1.3 Personen mit hoher Selbstführungskompetenz
5.1.4 Vergleich beider Zusammenhänge
5.1.5 Vergleich der Werte für das Wohlbefinden beider Gruppen
5.2 Darstellung nach Alter, Geschlecht und Bildung
5.2.1 Darstellung nach Alter
5.2.2 Darstellung nach Geschlecht
5.2.3 Darstellung nach Bildungsgrad
5.2.4 Darstellung nach Familien- und Lebensform
5.2.5 Darstellung nach Beschäftigungsbereich
5.3 Zusammenfassung
6 Diskussion und Handlungsempfehlung
6.1 Einordnung der Ergebnisse für die Praxis
6.2 Handlungsempfehlungen
6.3 Einfluss soziodemografischer Faktoren auf das Wohlbefinden
6.4 Limitationen
7 Fazit und Ausblick
Die Studie untersucht den Einfluss von Arbeitszeitautonomie auf das psychische Wohlbefinden von Arbeitnehmer:innen im mobil-flexiblen Arbeitskontext, wobei die moderierende Rolle der Selbstführungskompetenz im Fokus steht.
2.1 Disruptive Veränderung der Arbeitsorganisation in Unternehmen durch COVID-19
Der Begriff „disruptiv“ leitet sich aus dem Englischen ab und wird übersetzt mit „zerstören, etwas Bestehendes auflösen“. Durch stark wachsende Innovationen können Vorgänge, Prozesse, Geschäftsmodelle oder ein gesamter Markt disruptiv verändert werden.
Die Coronakrise ist die schwerste Pandemie seit der Grippepandemie 1918/1920. Die wirtschaftlichen Folgen werden verglichen mit den ganz großen Krisen im Laufe des letzten Jahrhunderts, insbesondere mit der Depression der 1930er Jahre, aber auch mit der weltweiten Finanzkrise 2008. Die Krise zeigt, dass die Bedeutung der Digitalisierung noch viel schneller und stärker zunimmt als vorher angenommen und prognostiziert.
Die durch die Covid-19-Pandemie verursachte Disruption ist beispiellos, und die daraus resultierenden wirtschaftlichen und sozialen Maßnahmen haben zu massiven Veränderungen geführt (KRISHNAMURTHY 2020). Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, haben Regierungen auf der ganzen Welt soziale Distanzierungsmaßnahmen, Abriegelungen und die Einstellung persönlicher Kontakte außerhalb des unmittelbaren Haushalts verhängt. Die Pandemie hatte somit massive Auswirkungen auf die Organisationen. Innerhalb weniger Wochen mussten Unternehmen ihre Aktivitäten komplett auf ein Online-Arbeits-Szenario umstellen.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Problemstellung der Transformation klassischer Arbeitsstrukturen zum mobil-flexiblen Arbeiten und definiert Ziel sowie Forschungsfrage der Masterthesis.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen zu Digitalisierung, rechtlichen Aspekten flexibler Arbeitsformen, Selbstführung und den Modellen zum psychischen Wohlbefinden.
3 Forschungsbedarf: Hier werden die Forschungslücke und die spezifische Forschungsfrage im Kontext der Autonomie und Selbstführung bei mobil-flexiblen Arbeitsformen hergeleitet.
4 Methodik: Das Kapitel beschreibt das quantitativ-explorative Forschungsdesign, die Erhebungsinstrumente (PERMA-Profiler, FES) und die Untersuchungsdurchführung mittels Online-Fragebogen.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die statistische Auswertung der Daten und zeigen den moderierenden Effekt der Selbstführungskompetenz auf das Wohlbefinden.
6 Diskussion und Handlungsempfehlung: Dieses Kapitel analysiert die Befunde, setzt sie in den wissenschaftlichen Kontext und leitet Empfehlungen für die Praxis sowie Limitationen ab.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Kernaussagen zusammen und bietet einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Arbeitszeitautonomie, mobil-flexibles Arbeiten, Selbstführungskompetenz, psychisches Wohlbefinden, PERMA-Modell, COVID-19, Homeoffice, Arbeitsorganisation, Digitale Transformation, Work-Life-Balance, Zeitmanagement, Arbeitszeitgesetz, explorative Studie, Arbeitszufriedenheit, Gesundheitsprävention
Die Arbeit untersucht, wie sich die Freiheit bei der Gestaltung der Arbeitszeit auf das psychische Wohlbefinden von Angestellten auswirkt, die mobil oder im Homeoffice arbeiten.
Zentral sind die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Arbeitswelt, die Bedeutung der Selbstführung sowie die wissenschaftliche Messung von Wohlbefinden und Arbeitsautonomie.
Ziel ist es zu ermitteln, ob die Selbstführungskompetenz einen Einfluss (Moderator) darauf hat, wie Arbeitnehmer mit der Arbeitszeitautonomie im mobil-flexiblen Arbeitsumfeld umgehen und wie sich dies auf ihr Wohlbefinden auswirkt.
Es handelt sich um eine quantitativ-explorative Querschnittsstudie, bei der 127 Datensätze mittels Online-Fragebogen erhoben und anschließend statistisch (u.a. hierarchische Regression) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Arbeitsorganisation, verschiedene Wohlbefindensmodelle (wie das PERMA-Modell) sowie die empirische Auswertung der Befragungsdaten unter Berücksichtigung demografischer Faktoren.
Die wichtigsten Begriffe sind Arbeitszeitautonomie, mobil-flexibles Arbeiten, Selbstführungskompetenz, psychisches Wohlbefinden, PERMA-Modell und Homeoffice.
Personen mit hoher Selbstführungskompetenz zeigen ein stabiles Wohlbefinden bei zunehmender Autonomie, während bei Personen mit niedriger Selbstführungskompetenz das Wohlbefinden tendenziell sinkt, wenn sie zu viel Entscheidungsfreiheit bei der Arbeitszeitgestaltung haben.
Ja, laut den Ergebnissen betrachten Alleinerziehende (und Paare mit Kindern) das mobil-flexible Arbeiten eher als hilfreiche Ressource, um die Doppelbelastung von Kinderbetreuung und Berufstätigkeit zu koordinieren.
Die Untersuchung zeigt einen leichten, positiven Zusammenhang zwischen zunehmendem Alter und subjektivem Wohlbefinden im mobil-flexiblen Arbeitskontext.
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