Diplomarbeit, 2008
177 Seiten, Note: 1,0
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. Einleitung und Zusammenfassung
2. Das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom
2.1 Historischer Hintergrund und Definitionsversuche
2.2 Diagnostik
2.2.1 Klassifikation nach DSM-IV
2.2.2 Drei Hauptsymptome
2.2.2.1 Unaufmerksamkeit
2.2.2.2 Impulsivität
2.2.2.3 Hyperaktivität
2.2.2.4 Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom ohne Hyperaktivität
2.2.3 Komorbiditäten
2.2.4 Differentialdiagnose
2.2.5 Diagnostischer Prozess
2.3 Mögliche Ursachen
2.3.1 Genetische Faktoren
2.3.2 Schädigung von Hirnregionen
2.3.3 Neurologische Befunde
2.3.4 Prä- und perinatale Einflüsse
2.3.5 Schadstoffe und Nahrungsmittelallergien
2.3.6 Psychosoziale Bedingungen
2.4 Epidemiologie
2.5 Verlauf
2.5.1 Säuglingsalter und Kleinkindalter
2.5.2. Vorschulalter
2.5.3. Grundschulalter
2.5.4. Jugendalter
2.5.5. Erwachsenenalter
2.6 Therapiemöglichkeiten
2.6.1 Medikamentöse Behandlung
2.6.2 Homöopathie
2.6.3 Verhaltenstherapie
2.6.4 Familientherapie
2.6.5 Spieltherapie
2.6.6 Ergotherapie und Psychomotorik
2.6.7 Sprachtherapie, LRS-Training, Konzentrationstraining
2.6.8 Entspannungstraining (Biofeedback, Progressive Muskelrelaxation, Yoga)
2.7 Positive Aspekte des ADHS
3. Emotionen
3.1 Definitionsversuche
3.2 Basisemotionen und selbstbezogene Emotionen
4. Emotionale Kompetenz und Emotionswissen
4.1 Definition
4.2 Emotionswissen
4.3 Emotionswissen als Wissen über die expressive Komponente von Emotionen - Emotionserkennung
4.3.1 Säuglingsalter
4.3.2 Kleinkind- und Schulalter
4.4 Emotionswissen als Wissen über emotionsauslösende Situationen - Situationsbeschreibung für Emotionen
4.5 Zusammenhang zwischen Emotionswissen und AD(H)S
4.6 Zusammenhang zwischen emotionalen und sozialen Fähigkeiten
5. Soziale Kompetenz und Problemverhalten
5.1 Definitionsversuche
5.2 Entwicklung des Sozialverhaltens
5.3 Problemverhalten bei Kindern
5.3.1 Verhaltensauffälligkeiten
5.3.2 Emotionale Auffälligkeiten
5.3.3 Umschriebene Auffälligkeiten
5.4 Zusammenhang zwischen Problemverhalten und AD(H)S
6. Fragestellungen und Hypothesen
6.1 Fragestellungen und Hypothesen zur Fähigkeit der Emotionsbenennung, Emotionserkennung und Situationserklärung
6.1.1 Einfluss der Unterschiede der AD(H)S Kinder auf die Fähigkeit zur Emotionsbenennung, Emotionserkennung und Situationserklärung
6.1.2 Einfluss der soziodemographischen Daten auf die Fähigkeit zur Emotionsbenennung, Emotionserkennung und Situationserklärung der AD(H)S Kinder
6.2 Fragestellungen und Hypothesen zu Problemverhalten und sozialer Kompetenz
6.2.1 Einfluss der Unterschiede der AD(H)S Kinder auf das Problemverhalten und die soziale Kompetenz
6.2.2 Einfluss der soziodemographischen Daten auf das Problemverhalten und die soziale Kompetenz der AD(H)S Kinder
6.3 Fragen zum Zusammenhang zwischen Problemverhalten und sozialer Kompetenz und der Fähigkeit zur Emotionsbenennung, Emotionserkennung und Situationserklärung
7. Datenerhebung und Datenauswertung
7.1 Untersuchungsdesign
7.1.1 Untersuchungsgruppe
7.1.2 Kontrollgruppe
7.2 Soziodemographisches Datenblatt
7.3 Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ)
7.4 ADHD Rating Scale IV
7.5 Emotionserkennungstest
7.6 Operationalisierung
7.7 Datenauswertung und statistische Verfahren
8. Ergebnisse
8.1 Beschreibung der Stichprobe
8.1.1 Gegenüberstellung der Untersuchungsgruppe und der Kontrollgruppe
8.1.2 Beschreibung der Untersuchungsgruppe bezüglich der soziodemographischen Daten
8.2 Unterschiede in der Fähigkeit zur Emotionsbenennung, Emotionserkennung und Situationserklärung zwischen der Untersuchungs- und der Kontrollgruppe
8.2.1 Emotionsbenennung
8.2.2 Emotionserkennung
8.2.3 Situationserklärung
8.2.4 Unterschiede zwischen den AD(H)S Kindern
8.2.5 Einfluss der soziodemographischen Daten auf die Fähigkeit zur Emotionsbenennung, -Erkennung und Situationserklärung der AD(H)S Kinder
8.2.6 Einfluss der soziodemographischen Daten auf die Fähigkeit zur Emotionsbenennung, -Erkennung und Situationserklärung der Kinder der Kontrollgruppe
8.3 Unterschiede im Problemverhalten und in der sozialen Kompetenz
8.3.1 Gegenüberstellung der Untersuchungs- und Kontrollgruppe
8.3.2 Unterschiede zwischen den AD(H)S Kindern
8.3.3 Einfluss der soziodemographischen Daten auf das Problemverhalten und die soziale Kompetenz der AD(H)S Kinder
8.3.4 Einfluss der soziodemographischen Daten auf das Problemverhalten und die soziale Kompetenz der Kinder der Kontrollgruppe
8.4 Zusammenhang zwischen Problemverhalten und sozialer Kompetenz und der Fähigkeit zur Emotionsbenennung, Emotionserkennung und Situationserklärung
9. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
Die Arbeit untersucht die emotionalen und sozialen Fähigkeiten von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (AD(H)S), mit besonderem Fokus auf die Emotionsbenennung, Emotionserkennung und Situationserklärung für Emotionen sowie das Problemverhalten und die soziale Kompetenz im Vergleich zu einer Kontrollgruppe.
2.1 Historischer Hintergrund und Definitionsversuche
Geht man von der sprachlichen Bedeutung der Wörter „Hyperaktivität“ und „hyperkinetisches Syndrom“ aus, so erhält man folgende Erklärungen:
„Hyper“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „über“, „übermäßig“. „Aktivität“ kommt aus dem Lateinischen und meint „Bewegung“, „äußeres Handeln“, „In-Bewegung-Bringen“, „Tätigsein“. „Hyperaktivität meint also: übermäßiger Drang zur Tätigkeit.
„Kinetisch“ ist aus dem Griechischen und heißt „auf Bewegung beruhend“ . „Hyperkinetisch“ meint also: übermäßiger Drang zur Bewegung.
Das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom wurde im Laufe der Zeit durch viele unterschiedliche Begrifflichkeiten gekennzeichnet, so dass es zunächst sinnvoll erscheint, auf die Vielfalt der verschiedenen Bezeichnungen des Störungsbildes einzugehen, ehe ein konkreter Definitionsversuch unternommen werden kann.
1. Einleitung und Zusammenfassung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung der Aufklärung über AD(H)S und skizziert den Aufbau der vorliegenden Diplomarbeit.
2. Das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom: Dieses Kapitel behandelt historische Hintergründe, diagnostische Kriterien (DSM-IV, ICD-10), Ursachen, Epidemiologie und Therapiemöglichkeiten von AD(H)S.
3. Emotionen: Hier werden Definitionen von Emotionen diskutiert und die Unterscheidung zwischen Basisemotionen und selbstbezogenen Emotionen dargelegt.
4. Emotionale Kompetenz und Emotionswissen: Das Kapitel definiert emotionale Kompetenz und analysiert die Entwicklung des Emotionswissens sowie den Zusammenhang zu AD(H)S und sozialen Fähigkeiten.
5. Soziale Kompetenz und Problemverhalten: Hier werden Definitionsversuche für soziale Kompetenz vorgestellt und der Zusammenhang zwischen kindlichem Problemverhalten und AD(H)S erörtert.
6. Fragestellungen und Hypothesen: Die zentralen Fragestellungen und Hypothesen zur Emotionsbenennung, -erkennung, Situationserklärung sowie zum Problemverhalten und zur sozialen Kompetenz werden formuliert.
7. Datenerhebung und Datenauswertung: Dieses Kapitel beschreibt das Untersuchungsdesign, die eingesetzten Instrumente (SDQ, ADHD Rating Scale, Emotionserkennungstest) und die statistischen Methoden.
8. Ergebnisse: Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung werden detailliert dargestellt, einschließlich der Unterschiede zwischen Untersuchungs- und Kontrollgruppe sowie Subgruppenanalysen.
9. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung und kritischen Diskussion der erhobenen Ergebnisse im Hinblick auf die Literatur.
AD(H)S, Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom, Emotionale Kompetenz, Emotionswissen, Emotionserkennung, Soziale Kompetenz, Problemverhalten, Kinder, Diagnostik, Therapie, Verhaltenstherapie, Medikation, Entwicklungspsychologie, Emotionsbenennung, Situationserklärung
Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen des Aufmerksamkeitsdefizit-Syndroms (AD(H)S) auf die emotionale und soziale Entwicklung von Kindern, insbesondere im Hinblick auf ihre Fähigkeit, Emotionen zu erkennen und zu benennen.
Die Schwerpunkte liegen auf der psychologischen Diagnostik, der emotionalen Kompetenz, dem Sozialverhalten von Kindern mit AD(H)S sowie den Zusammenhängen dieser Bereiche mit psychosozialen Faktoren.
Das Hauptziel ist es, herauszufinden, ob und inwiefern sich Kinder mit einer AD(H)S-Diagnose von Kindern ohne diese Diagnose in ihrer Fähigkeit unterscheiden, Emotionen bei sich selbst und anderen zu identifizieren und angemessen zu erklären.
Es handelt sich um eine empirische Studie, die standardisierte Fragebögen (SDQ, ADHD Rating Scale) sowie einen halbstandardisierten Emotionserkennungstest in Form von Interviews nutzt, um quantitative Daten für statistische Analysen (z.B. Chi-Quadrat-Test) zu gewinnen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition, Diagnostik (DSM-IV/ICD-10), den Ursachen, dem Verlauf und verschiedenen Therapiemöglichkeiten bei AD(H)S sowie theoretischen Grundlagen zu Emotionen und sozialer Kompetenz.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie AD(H)S, emotionale Kompetenz, Emotionserkennung, soziales Verhalten, Diagnostik und kindliches Problemverhalten charakterisieren.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kinder, die von der Mutter alleine erzogen werden, in bestimmten Bereichen der Angst-Erkennung und -Benennung bei sich selbst eine höhere Kompetenz zeigen können als Kinder, die von beiden Elternteilen erzogen werden.
Die Ergebnisse zur Medikation werden differenziert betrachtet; während der Einfluss von Psychopharmaka auf das Verhalten diskutiert wird, weist die Autorin darauf hin, dass bei homöopathischen Mitteln nur eine sehr kleine Stichprobe vorlag und die Ergebnisse vorsichtig zu interpretieren sind.
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