Masterarbeit, 2020
121 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Thematischer Einstieg
1.2 Stand der Forschung im Bereich der ökonomischen und sozioökonomischen Bildung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Was ist Geld? Verschiedene Definitionsversuche
2.2 Funktionen, Eigenschaften und Erscheinungsformen des Geldes
2.3 Wie ist Geld entstanden? Zwei konträre Sichtweisen
2.3.1 Entstehungsgeschichte des Geldes. Eine tauschtheoretische Perspektive
2.3.2 Entstehungsgeschichte des Geldes. Eine kredit- und staatstheoretische Perspektive
2.3.3 Tauschtheorie vs. Kredit- und Staatstheorie des Geldes
3. Methodische Grundlagen und Vorgehen
3.1 Methodische Grundlagen
3.1.1 Das Schulbuch als Medium – Begriffsbestimmung und Funktionen
3.1.2 Methodik der Schulbuch- und Inhaltsanalyse
3.2 Methodisches Vorgehen der Arbeit
3.2.1 Auswahl der Forschungsmethode und Darstellung des Analyserasters
3.2.2 Bestimmung des Datenpools
4. Ergebnisse der Inhaltsanalyse
4.1 Quantitative Ebene
4.1.1 Ergebnisse der Makroebene „Umfänge“
4.1.2 Ergebnisse der Mesoebene „Bestandteile“
4.1.3 Ergebnisse der Mikroebene „Veröffentlichungs- bzw. Erscheinungsorte“
4.2 Qualitative Ebene
4.2.1. Definition des Geldes
4.2.2 Entstehungsgeschichte des Geldes
5. Fazit
Die Arbeit untersucht, welche Konzepte und Theorien zum Thema Geld in Schulbüchern des sozialwissenschaftlichen Unterrichts der Sekundarstufe I vermittelt werden. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob diese Darstellung den Anforderungen an eine kontroverse, multiperspektivische und wissenschaftliche Bildung gerecht wird, und inwiefern sie sich von den in den Wirtschaftswissenschaften diskutierten Theorien unterscheidet.
2.3.1 Entstehungsgeschichte des Geldes. Eine tauschtheoretische Perspektive
Das folgende Kapitel beschäftigt sich mit der Tauschtheorie des Geldes, die maßgeblich durch Adam Smith und sein Werk „An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations“ geprägt wurde. Hinweise auf die Ansätze dieser Theorie lassen sich jedoch schon auf Aristoteles zurückverfolgen.
Laut der Tauschtheorie des Geldes ist das Geld aus der „natürlichen Neigung des Menschen, zu handeln und Dinge gegeneinander auszutauschen“ (Smith 1997, S. 58) entstanden. Diese Neigung sei rein menschlich und würde die Menschen von Tieren unterscheiden. So hat niemand „je erlebt, dass ein Hund mit einem anderen einen Knochen redlich und mit Bedacht gegen einen anderen Knochen ausgetauscht hätte“ (Smith 1977, S. 58) (Smith 1977, S. 58f.; Paul 2007, S. 37f.; Striegel 2018, S. 36ff.).
Des Weiteren sind Logik und der zwischenmenschliche Austausch ebenfalls Formen des Tauschhandels, die dem Profitstreben des Menschen unterliegen. Diese Notwendigkeit des Tauschhandels schafft die Arbeitsteilung, die am Anfang aller menschlicher Leistungen und Kultur entsteht (Smith 1977, S. 58f.; Rebmann 2018, o. S.).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz der ökonomischen Bildung in der Schule ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2. Theoretischer Hintergrund: Es werden der Geldbegriff, seine Funktionen sowie die zwei konträren Entstehungstheorien (Tauschtheorie vs. Kredit- und Staatstheorie) theoretisch erarbeitet.
3. Methodische Grundlagen und Vorgehen: Hier werden die methodischen Ansätze der Inhaltsanalyse erläutert und das Vorgehen bei der Auswahl und Untersuchung des Datenpools beschrieben.
4. Ergebnisse der Inhaltsanalyse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Untersuchung der Schulbücher.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet, inwiefern die Darstellung des Themas Geld in den untersuchten Schulbüchern defizitär ist.
Ökonomische Bildung, Geld, Tauschtheorie, Kredittheorie, Staatstheorie, Schulbuchanalyse, Multiperspektivität, Kontroversität, Sozialwissenschaftlicher Unterricht, Inhaltsanalyse, Sekundarstufe I, Nordrhein-Westfalen, Finanzkompetenz, ökonomisches Wissen, Wirtschaftssysteme.
Die Masterarbeit analysiert die Darstellung des Themenfeldes „Geld“, insbesondere dessen Charakter und Entstehungsgeschichte, in aktuellen Schulbüchern des sozialwissenschaftlichen Unterrichts in Nordrhein-Westfalen.
Die zentralen Themen sind die Definition von Geld, seine Entstehungsgeschichte, die Rolle von Tauschtheorien versus Kredit- und Staatstheorien sowie die didaktische Aufbereitung dieser Inhalte im Schulbuch.
Das Ziel ist die Untersuchung, ob Schulbücher eine wissenschaftlich fundierte, multiperspektivische und kontroverse Sicht auf das Thema Geld vermitteln, wie es in der ökonomischen Bildung gefordert wird.
Der Autor verwendet eine Kombination aus quantitativer Inhaltsanalyse (Raumanalyse und Frequenzanalyse) sowie qualitativer Inhaltsanalyse, um sowohl den Umfang als auch die inhaltliche Qualität der Darstellung zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Geldtheorien, eine Erläuterung des methodischen Vorgehens bei der Schulbuchanalyse und die detaillierte Präsentation der Ergebnisse aus den untersuchten Schulbüchern.
Schlüsselwörter sind unter anderem Ökonomische Bildung, Tauschtheorie, Kredittheorie, Schulbuchanalyse, Multiperspektivität und Finanzkompetenz.
Die Unterscheidung ist entscheidend, da sie zwei völlig gegensätzliche Weltbilder aufspannt: Die Tauschtheorie legitimiert den freien Markt als naturgegeben, während die Kredit- und Staatstheorie Geld als staatliches Instrument zur Organisation von Schulden und Steuern begreift.
Die Untersuchung kommt zu dem ernüchternden Ergebnis, dass fast alle untersuchten Schulbücher das Thema Geld fast ausschließlich aus der Perspektive der Tauschtheorie darstellen, wodurch eine notwendige multiperspektivische und kontroverse Auseinandersetzung fehlt.
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