Bachelorarbeit, 2021
47 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit
2.2. Einfluss von Extraversion auf Lebenszufriedenheit
2.3. Einfluss sozialen Aktivitäten auf Lebenszufriedenheit
2.4. Interaktion Extraversion und soziale Aktivitäten
2.5. Fragestellung & Hypothesen
3. Methoden
3.1. Studiendesign
3.2. Ablauf der Erhebung
3.3. Maße
3.3.1. Extraversion
3.3.2. Soziale Aktivitäten
3.3.3. Lebenszufriedenheit
3.4. Stichprobe
3.5. Statistisches Analyseverfahren
4. Ergebnisse
4.1. Hypothese 1: Haupteffekt Extraversion
4.2. Hypothese 2: Haupteffekt soziale Aktivitäten
4.3. Hypothese 3: Interaktionseffekt Extraversion und soziale Aktivitäten
5. Diskussion
5.1. Stärken und Limitationen
5.2. Implikationen für die Forschung
5.3. Praktische Implikationen
5.4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Persönlichkeitseigenschaft Extraversion, dem Ausmaß an sozialen Aktivitäten und der Lebenszufriedenheit bei Menschen in der Altersgruppe 50+. Das primäre Ziel ist es zu klären, ob Extraversion und soziale Aktivitäten das Wohlbefinden beeinflussen und ob soziale Aktivitäten den Zusammenhang zwischen Extraversion und Lebenszufriedenheit moderieren.
2.4. Interaktion Extraversion und soziale Aktivitäten
Die bisherigen Ausführungen konnten verdeutlichen, dass die Studienlage auf positive Effekte von Extraversion und sozialen Aktivitäten auf Lebenszufriedenheit hindeutet. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass eher introvertierte Personen in der Tendenz eine niedrigere Lebenszufriedenheit haben. Ähnliches gilt für Personen, die weniger soziale Aktivitäten ausführen.
Durch die teils gemischte Befundlage stellt sich jedoch auch die Frage, ob extravertierte und introvertierte Personen im unterschiedlichen Maße von sozialen Aktivitäten profitieren. So könnte man annehmen, dass Extraversion mit einem höheren Bedürfnis nach Aktivierung und Aktivitäten einhergeht. Introvertierte Personen könnten hingegen von Natur aus ein niedrigeres Aktivierungslevel für ihre Lebenszufriedenheit bevorzugen. Ein solcher Zusammenhang kann aus Eysencks biologisch orientierter Theorie zur Erklärung von Persönlichkeit abgeleitet werden (Eysenck, 1967; Eysenck & Eysenck, 1985). Demnach unterscheiden sich introvertierte und extravertierte Personen in ihrer Erregungsschwelle des Aufsteigenden Retikulären Aktivierungssystems (ARAS). Extravertierte haben eine höhere Erregungsschwelle des ARAS. Durch diese spätere Ansprechbarkeit des ARAS nehmen sie habituell eine geringere Erregung wahr. Introvertierte haben hingegen eine niedrigere Erregungsschwelle. Entsprechend befinden sie sich schon bei geringer Stimulation in höherer Erregung als Extravertierte. Sowohl ein zu hohes als auch ein zu niedriges Arousal führen zu einer negativen hedonischen Tönung und werden folglich als unangenehm wahrgenommen (siehe Abbildung 5). So könnte bei einem zu niedrigen Arousal Langweile auftreten, während bei einem zu hohen Arousal die Gefahr einer Übererregung besteht. Entsprechend ihrer Erregungsschwelle bevorzugen extravertierte und introvertierte Personen folglich unterschiedliche Level an Stimulationen. Extravertierte versuchen eine hohe Stimulation zu erreichen, um ein ausreichend hohes Erregungslevel für eine positive hedonische Tönung zu erreichen. Dies beinhaltet bspw. das aktive Aufsuchen sozialer Situationen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Lebensqualität und des Wohlbefindens im Alter sowie die theoretische Relevanz von Persönlichkeit und sozialen Aktivitäten.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Konstrukte Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit und Extraversion sowie deren theoretische Verknüpfung unter Berücksichtigung von Top-Down- und Bottom-Up-Modellen.
3. Methoden: Hier werden das Design der SHARE-Studie, die Messinstrumente für Extraversion, soziale Aktivitäten und Lebenszufriedenheit sowie das statistische Analyseverfahren beschrieben.
4. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die statistische Prüfung der drei Hypothesen, wobei die Haupteffekte bestätigt, der Interaktionseffekt jedoch nicht im erwarteten Sinne belegt werden konnte.
5. Diskussion: Das letzte Kapitel reflektiert die Ergebnisse, integriert sie in die bestehende Forschung, erörtert methodische Limitationen und diskutiert forschungspraktische sowie allgemeine Implikationen.
Extraversion, soziale Aktivitäten, Lebenszufriedenheit, Subjektives Wohlbefinden, SHARE-Studie, Alter 50+, Eysenck, Persönlichkeitstheorie, positive Emotionalität, Altersforschung, moderierende Effekte, statistische Analyse, psychologische Diagnostik, Lebensqualität, Interventionsmaßnahmen
Die Arbeit untersucht, wie die Persönlichkeitseigenschaft Extraversion und die Häufigkeit sozialer Aktivitäten zusammenwirken, um die Lebenszufriedenheit bei Menschen ab 50 Jahren zu beeinflussen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Positiven Psychologie, der Persönlichkeitspsychologie (insbesondere Extraversion), dem erfolgreichen Altern und der Erforschung des subjektiven Wohlbefindens.
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob extravertierte Personen stärker von sozialen Aktivitäten profitieren als introvertierte Personen, um individuelle Empfehlungen für ein höheres Wohlbefinden im Alter ableiten zu können.
Es handelt sich um eine quantitative Analyse basierend auf Daten der länderübergreifenden SHARE-Studie, wobei eine multiple lineare Regression mit Moderationsanalyse angewendet wurde.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Zusammenhänge, die methodische Vorgehensweise, die Darstellung der deskriptiven Ergebnisse und Inferenzstatistik sowie eine kritische Diskussion der Befunde.
Die zentralen Schlagworte sind Extraversion, soziale Aktivitäten, Lebenszufriedenheit, subjektives Wohlbefinden und die SHARE-Panelstudie.
Die statistische Analyse ergab zwar einen signifikanten Effekt, dieser war jedoch sehr gering und zeigte eine andere Richtung als theoretisch nach Eysenck erwartet, was auf methodische Limitationen oder die Komplexität des Konstrukts hindeutet.
Soziale Aktivitäten unterstützen die Bestätigung von Rollenidentitäten, was das Selbstkonzept stärkt und somit positiv zur Lebenszufriedenheit beiträgt, besonders bei Rollenverlusten wie dem Renteneintritt.
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