Diplomarbeit, 2007
90 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Aufbau und Funktion des Herzens
1.2 Das ventrikuläre Aktionspotenzial
1.3 Angeborenes und erworbenes langes QT-Sydrom
1.3.1 Das kongenitale (angeborene) QT-Syndrom
1.3.2 Das erworbene QT-Syndrom
1.4 Der hERG-Kanal (human Ether-a-go-go-Related Gene)
1.5 Pharmakologie
1.5.1 Drug-Development-Pipeline
1.5.2 Sicherheitspharmakologie in Verbindung mit dem LQTS
1.5.3 Cisaprid
1.6 Effiziente Testsysteme
1.6.1 Konventionelle Patch-Clamp-Technik
1.6.2 Patch-Automat
1.7 Ziel der Arbeit
2 Material und Methoden
2.1 Zellkultur
2.1.1 Zellkultivierung
2.1.2 Auftauen der Zellen
2.1.3 Passagieren der Zellen
2.1.4 Zellpräparation
2.1.5 Viability-Test
2.2 Elektrophysiologie
2.2.1 Chemikalien und Geräte
2.2.2 Patch-Clamp-Messstand (Setup)
2.2.3 Durchführung der Patch-Clamp-Untersuchungen
2.2.4 Auswertung für die Untersuchungen für den Patch-Clamp-Automaten
2.2.5 Substanzapplikation
2.2.6 Statistische Auswertung hERG-Ströme
2.2.7 Statistische Auswertung der Messergebnisse des Wirkstofftests
3 Ergebnisse
3.1 Ergebnisse der Zellkultur
3.1.1 Zellwachstum
3.1.2 Viability-Test
3.2 Ergebnisse aus der Elektrophysiologie
3.2.1 Auswertung für adhärente Zellen
3.2.2 Auswertung accutasebehandelte Zellen
3.2.3 Auswertung versenebehandelte Zellen
3.2.4 Gegenüberstellung der Ausbeute für die drei Behandlungsmethoden
3.2.5 hERG-Ströme
3.2.6 Elektrophysiologische Eigenschaften von hERG-Strömen
3.2.7 Substanzapplikation (Cisaprid)
4 Diskussion
4.1 Diskussion der Ergebnisse aus der Zellkultur
4.2 Diskussion der Ergebnisse aus der Elektrophysiologie
4.2.1 Ausbeute und passive Membraneigenschaften der drei Behandlungsmethoden
4.2.2 hERG-Kaliumströme
4.2.3 Wirkstofftest
5 Zusammenfassung
Ziel dieser Bachelor-Thesis war die Identifikation einer optimalen Präparationsmethode für adhärent wachsende CHO-Zellen, um diese für automatisierte Patch-Clamp-Verfahren möglichst schonend in Suspension zu bringen, ohne deren elektrophysiologische Integrität zu beeinträchtigen.
1.6.2 Patch-Automat
Die konventionelle Patch-Clamp-Technik ist zeitaufwendig und erfordert erfahrene Anwender sowie gut ausgerüstete Messstände. Da die Sicherheitspharmakologie verschärfte Anforderungen stellt und nach schnellen, effizienten Testsystemen strebt, kann das klassische Patch-Clamping diesen Ansprüchen nicht mehr standhalten.
Man hat mit der automatisierten Patch-Clamp-Technik ein System gefunden, das einen sehr viel höheren Durchsatz von Wirkstofftests mit pharmazeutischen Substanzen bietet und mit dem zusätzlich viele Kosten eingespart werden können.
Beim automatisierten Patchen ist die konventionelle Patch-Pipette in der Regel durch einen planaren Chip ersetzt. Die Firma Cytocentrics z.B. setzt einen planaren Glaschip mit zwei konzentrischen Mikroöffnungen ein (Abbildung 10). Die Zelle wird also nicht manuell mit einer Glaspipette aufgesucht, sondern automatisch vom System angesaugt. Eine kleine zentrale Öffnung stellt die Patch-Öffnung dar, eine große umgebende Öffnung dient der Positionierung (www.cytocentrics.com).
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die klinische Relevanz des langen QT-Syndroms und die Notwendigkeit effizienter Wirkstofftests am hERG-Kanal für die Sicherheitspharmakologie.
2 Material und Methoden: Hier werden die Zellkulturbedingungen, die Patch-Clamp-Messtechnik sowie die statistischen Verfahren zur Auswertung der hERG-Ströme und Dosis-Wirkungskurven detailliert beschrieben.
3 Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die Wachstumsdaten der CHO-Zellen präsentiert sowie die Auswirkungen verschiedener Dissoziationsmedien auf die Zellvitalität und die elektrophysiologischen Messparameter gegenübergestellt.
4 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch bewertet, wobei die Eignung von Accutase gegenüber Versene für die Zellpräparation und die Stabilität der gewonnenen Messdaten diskutiert wird.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit fasst zusammen, dass Accutase eine hervorragende Methode zur Zellpräparation für Patch-Automaten darstellt, da sie eine hohe Zellausbeute mit stabilen hERG-Strommessungen ermöglicht.
langes QT-Syndrom, hERG-Kaliumkanal, Pharmaka, Patch-Clamp-Technik, automatisiertes Patch-Clamping, suspendierte CHO-Zellen, Accutase, Versene, Cisaprid, Wirkstofftest, IC50-Wert, Sicherheitspharmakologie, Elektrophysiologie, Zellkultur, Membranwiderstand
Die Arbeit untersucht, wie adhärent wachsende CHO-Zellen (die den hERG-Kaliumkanal exprimieren) für den Einsatz in automatisierten Patch-Clamp-Systemen optimal in Suspension gebracht werden können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Sicherheitspharmakologie, der Zellbiologie im Kontext von Patch-Clamp-Experimenten und dem Vergleich verschiedener enzymatischer Zell-Dissoziationsmethoden.
Das Ziel war die Identifikation eines geeigneten Dissoziationsmediums (Versene oder Accutase), das die Zellen schonend ablöst, ohne die Qualität der elektrophysiologischen Daten oder die Integrität der Ionenkanäle negativ zu beeinflussen.
Es wurde die Patch-Clamp-Technik in der "Whole-Cell"-Konfiguration eingesetzt, ergänzt durch Vitalitätsprüfungen mit Trypanblau und statistische Analysen der Strom-Spannungs-Beziehungen.
Der Hauptteil umfasst den methodischen Aufbau der Experimente, die detaillierte Auswertung der Zellpräparation, die Messung von hERG-Strömen und die anschließende pharmakologische Charakterisierung durch Wirkstofftests mit Cisaprid.
Wesentliche Begriffe sind: Langes QT-Syndrom, hERG-Kaliumkanal, automatisierte Patch-Clamp-Technik, Accutase, Versene, Cisaprid und Zellpräparation.
Die Versuche zeigten eine signifikant höhere Zellausbeute und stabilere Messwerte bei der Verwendung von Accutase, während die Messerfolgsrate bei der Behandlung mit Versene deutlich geringer ausfiel.
Sowohl bei adhärenten als auch bei accutasebehandelten Zellen konnte eine Abhängigkeit der Stromamplitude von der Zeit nach der Dissoziation beobachtet werden, während die mit Versene behandelten Zellen zwar stabilere, aber insgesamt deutlich kleinere Ströme zeigten.
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