Examensarbeit, 2007
179 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die Geschichte des Fußballs wie wir ihn kennen
2. 1. Die Geburtsstunde des Fußballs
2. 2. Der Fußball geht um die Welt
2. 3. Massenphänomen Fußball
2. 4. Idealisten oder Profis?
2. 5. Der Fußball entwickelt sich weiter
2. 6. Die Fifa wird ein weltweites Unternehmen
2. 7. Entwicklung des Fußballs zum Volkssport Nummer eins in der BRD
3. Fußball und Medien
3. 1. Entwicklung der Fußballberichterstattung
3. 2. Vom Traditionsverein zum Wirtschaftsunternehmen
3. 3. Die moderne Berichterstattung
3. 4. Die heutige Berichterstattung
3. 5. Der Einfluss der Medien auf das Spiel
4. Ökonomische Aspekte des Fußballs
5. Die Zuschauer
5. 1. Konsumorientierte Fans – „Neckermänner“
5. 2. Fußballzentrierte Fans – „Kutten“
5. 3. Erlebnisorientierte Fans – „Hools“
5. 4. Eine neue Generation von Fans – Der „Ultra“
5. 5. Ultras sind keine Hooligans
6. Entstehung des Phänomen Hooliganismus
6. 1. Der Begriff Hooligan
6. 2. Die Subkultur der Hooligans
6. 2. 1. Chicagoer Schule
6. 2. 2. Subkulturmodell nach Schwendter
6. 2. 3. Subkulturforschung des CCCS
6. 2. 4. Jugendkultureller Ansatz nach Baacke
6. 2. 5. Subkulturforschung nach Ferchoff
6. 3. Geschichtliche Entstehung des Hooliganismus
6. 3. 1. Krawalle bei sportlichen Veranstaltungen in der Geschichte
6. 3. 2. Hooliganismus in Großbritannien
6. 3. 2. 1. Die Entwicklung Mitte der sechziger Jahre
6. 3. 2. 2. Hooliganismus in den siebziger Jahren
6. 3. 2. 3. Hooliganismus in den achtziger Jahren
6. 3. 2. 3. 1. Die Geschehnisse von Heysel 1985
6. 3. 2. 3. 2. Die Folgen von Heysel 1985
6. 3. 2. 4. Hooliganismus in den neunziger Jahren
6. 3. 3. Hooliganismus in Deutschland
6. 3. 3. 1. Hooliganismus in den siebziger Jahren
6. 3. 3. 2. Hooliganismus in den achtziger Jahren
6. 3. 3. 3. Hooliganismus in den neunziger Jahren
6. 3. 3. 3. 1. Das vereinigte Deutschland
6. 3. 3. 3. 2. Reaktionen
6. 3. 3. 3. 3. Der Fall Daniel Nivel
6. 3. 3. 4. Entwicklung in der ehemaligen DDR
6. 3. 3. 4. 1. Entwicklung in den Siebzigern
6. 3. 3. 4. 2. Entwicklung in den Achtzigern
6. 3. 3. 5. Ost – West Vergleich der heutigen Hooliganszene
6. 3. 3. 6. Neuere Entwicklungen
6. 3. 3. 6. 1. Die Entwicklungen
6. 3. 3. 6. 2. Ein Tag in Leipzig
7. Hooligans und Rassismus
7. 1. Organisationen
7. 2. Provokationen
7. 3. Rechtsextreme Fußballfans als Spiegel der Gesellschaft?
7. 4. Exkurs– Die politische Rechte und der Fußball
8. Ursachen
8. 1. Erklärungsansätze zur Zuschauergewalt
8. 1. 1. Die Aggressionstheorien
8. 1. 1. 1. Trieb- und Instinkttheoretische Ansätze mit Katharsismodell
8. 1. 1. 2. Die Frustrations-Aggressions-Hypothese
8. 1. 1. 3. Die Lerntheorie
8. 1. 2. Die Professionalisierungsthese
8. 1. 3. Massenpsychologische Ansätze
8. 1. 4. Die Subkulturtheorien
8. 1. 5. Sozialisationstheoretischer Ansatz
8. 1. 6. Zivilisationstheoretischer Ansatz
8. 2. Erklärungswert der Theorien zur Fußballzuschauergewalt für das Hooliganphänomen
8. 2. 1. Das Katharsismodell
8. 2. 2. Frustrations-Aggressions-Hypothese
8. 2. 3. Lerntheorie
8. 2. 4. Professionalisierungsthese
8. 2. 5. Massenpsychologische Ansätze
8. 2. 6. Subkulturtheorien
8. 2. 7. Sozialisationstheoretischer Ansatz
8. 2. 8. Zivilisationstheoretischer Ansatz
8. 3. Gewalt bei den Fußballspielern
8. 4. Hauptursachen für den modernen Hooliganismus
9. Bekämpfungsstrategien und Empfehlungen gegen Gewalt durch Zuschauer
9. 1. Reduzierung der Gewalt im Sport
9. 2. Angemessene gesellschaftliche Reaktionen auf den Hooliganismus
9. 3. Auswirkung der ordnungspolitischen Maßnahmen
9. 3. 1. Durch die Polizei
9. 3. 2. Durch die Vereine und Verbände
9. 3. 2. 1. Stadionordnung und –architektur
9. 3. 2. 2. Durch die Ordner
9. 3. 2. 3. Durch die Vereine / Den DFB
9. 3. 3. Auswirkung der jugendpolitischen Maßnahmen
9. 4. 1. Sozialarbeit
9. 4. 1. 1. Fan-Projekte
9. 4. 1. 2. Sportsozialarbeit
10. Ausblick
11. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Hooliganismus im Fußballsport mit dem Ziel, die Hintergründe, Entstehungsursachen und Erscheinungsformen dieser gewaltbereiten Subkultur zu analysieren, dabei gängige Vorurteile kritisch zu hinterfragen und effektive Präventions- sowie Lösungsstrategien für die Praxis zu identifizieren.
6. 3. 2. 1. Die Entwicklung Mitte der sechziger Jahre
Eine neue Dimension bekamen die Zuschauerausschreitungen nach der Weltmeisterschaft 1966 in England, welche ohne nennenswerte Vorkommnisse stattgefunden hatte. Vor allem in London mit seinen zahlreichen Fußballvereinen und Liverpool bildeten sich nun Fangruppen, welche sich durch einheitliches Auftreten und Anfeuerung ihrer Mannschaft von den übrigen Zuschauern abgrenzten.
Die gute Infrastruktur, die niedrigen Transferpreise und nicht zuletzt die oft räumliche Nähe der vielen Vereine aus den Ballungsgebieten erlaubte es den zumeist jugendlichen Fans, den eigenen Verein auch bei Auswärtsspielen zu unterstützen. Als Folge veränderte sich das Zuschauerprofil. Durch immense Zunahme der vermehrt jugendlichen Fans unter zwanzig, die typische Altersklasse der Hooligans, wurde die Gewalt in den Stadien forciert.
Die verstärkte Identifikation mit der Heimmannschaft sorgte dafür, dass die Fans der Gastmannschaft als „Gegner“ oder „Feinde“ betrachtet wurden. Der Tradition von Ausschreitungen bei Fußballspielen folgend wurden sie sowohl verbal als auch körperlich attackiert. Die Medien nahmen sich dem Phänomen der Gewalt bei Jugendlichen nun verstärkt an. Da sie einzig und allein unter dem Aspekt der Gewaltbereitschaft betrachtet wurden, wurde die Subkultur der Hooligans auch demgemäß dargestellt.
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Wahrnehmung des Hooliganismus in der Öffentlichkeit und definiert die Forschungsziele, nämlich die Trennung von Vorurteilen und empirisch nachweisbaren Strukturen sowie die Analyse der Ursachen.
2. Die Geschichte des Fußballs wie wir ihn kennen: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehung und Institutionalisierung des Fußballs vom bürgerlichen Freizeitvergnügen zum Massenphänomen und Wirtschaftsfaktor nach.
3. Fußball und Medien: Die Darstellung beleuchtet die wechselseitige Beziehung zwischen Fußball und Fernsehen, die zur Kommerzialisierung des Sports und zu einer veränderten Inszenierung in der Öffentlichkeit beigetragen hat.
4. Ökonomische Aspekte des Fußballs: Hier wird der Aufstieg des Profifußballs zu einem expandierenden Wirtschaftszweig sowie die damit verbundenen finanziellen Risiken und Strukturen analysiert.
5. Die Zuschauer: Dieses Kapitel klassifiziert verschiedene Fan-Typologien, von konsumorientierten Besuchern bis hin zu organisierten Ultra-Gruppierungen und Hooligans, und beleuchtet deren unterschiedliche Motivationen.
6. Entstehung des Phänomen Hooliganismus: Eine detaillierte Analyse der historischen und soziologischen Hintergründe der Hooligan-Subkultur in Großbritannien und Deutschland unter Einbeziehung verschiedener wissenschaftlicher Modelle.
7. Hooligans und Rassismus: Die Untersuchung der politischen Hintergründe und der Interaktion zwischen rechten Organisationen und der Fußballfanszene sowie die kritische Reflexion des Provokationscharakters rechter Symbole.
8. Ursachen: Ein tiefgehender wissenschaftlicher Diskurs zu verschiedenen Erklärungsansätzen für Zuschauergewalt, darunter psychologische, sozialisationstheoretische und massenpsychologische Theorien.
9. Bekämpfungsstrategien und Empfehlungen gegen Gewalt durch Zuschauer: Die kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Maßnahmen zur Gewaltprävention, unterteilt in ordnungspolitische Ansätze und sozialpädagogische Fanarbeit.
10. Ausblick: Eine Einschätzung der aktuellen Situation unter Berücksichtigung moderner Sicherheitskonzepte und der bleibenden Herausforderungen durch die Dynamik von Menschenmassen im Fußballumfeld.
11. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung betont, dass es keine einfachen Lösungen für das Hooligan-Phänomen gibt und plädiert für einen differenzierten, präventiven Ansatz.
Hooliganismus, Fußballfans, Zuschauergewalt, Subkultur, Ultras, Fankultur, Gewaltprävention, Professionalisierungsthese, Massenpsychologie, Sozialarbeit, Stadionordnung, Fußball, Fanprojekte, Kommerzialisierung, Rechtsradikalismus
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen des Hooliganismus im Fußballsport, wobei sie dessen Entstehung, Merkmale und mögliche Lösungsansätze unter Berücksichtigung soziologischer und pädagogischer Perspektiven untersucht.
Zentrale Themen sind die Geschichte des Fußballs, die Kommerzialisierung durch die Medien, die Typisierung von Fans, die Entstehung des Hooliganismus in verschiedenen Ländern sowie Strategien der Polizei und der Sozialarbeit zur Gewaltminderung.
Das Ziel ist es, die Hintergründe der Hooligan-Subkultur zu verstehen, Vorurteile von empirischen Fakten zu trennen und kritisch zu prüfen, welche Maßnahmen zur Eindämmung von Gewalt tatsächlich effektiv sind.
Es handelt sich um eine theoretische und literaturanalytische Arbeit, die bestehende soziologische Konzepte (z.B. Subkulturtheorien, Frustrations-Aggressions-Hypothese) auf den Hooliganismus anwendet und bewertet.
Den Kern bilden die Analyse der Entstehungsgeschichte des Hooliganismus, der Vergleich zwischen britischen und deutschen Entwicklungen sowie eine kritische Bewertung theoretischer Erklärungsansätze für die Gewalt in Stadien.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Hooliganismus, Fankultur, Gewaltprävention, Subkultur, Ultras und Zuschauergewalt beschreiben.
Der Autor hinterfragt kritisch, inwiefern eine dramaturgische Aufbauschung durch die Medien und eine reißerische Berichterstattung das Bild der Hooligans prägen oder gar gewaltverstärkend wirken, betont aber auch die Schwierigkeit eines empirischen Nachweises.
Der Verfasser sieht Fanprojekte als sinnvoll an, um "Neueinsteiger" zu erreichen, weist jedoch darauf hin, dass sie "wirkliche" Hooligans häufig nicht erreichen und warnt vor der Gefahr, dass Sozialarbeit zu einer bloßen Alibiveranstaltung verkommt.
Während Hooligans die Gewalt als Erlebnis suchen und sich bewusst unauffällig kleiden, zeichnen sich Ultras durch eine hohe Identifikation mit dem Verein, aufwendige Choreographien und einen Fokus auf Support aus, wobei sich die Mehrheit der deutschen Ultras explizit von Gewalt distanziert.
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