Fachbuch, 2008
119 Seiten
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Vorgehensweise
2. Grundlagen des Business Process Reengineering
2.1 Einführende Darstellung
2.2 Konzeptionelle Merkmale
2.2.1 Prozessorientierung
2.2.2 Kundenorientierung
2.2.3 Quantensprünge
2.2.4 Paradigmawechsel
2.3 Vorgehensmodell
2.3.1 Entwickeln einer Vision
2.3.3 Identifikation von Prozessen
2.3.4 Prozessanalyse
2.3.4 Entwurf und Implementierung der neuen Prozesse
2.4 Strategie für erfolgreiche Projekte
2.5 Weitere Methoden der Geschäftsprozessoptimierung
2.5.1 Total Quality Management
2.5.2 Lean Produktion
2.5.3 Das virtuelle Unternehmen
2.5.4 Lernende Organisationen
2.5.5 Abgrenzung der Unternehmensorganisationskonzepte
2.6 Zusammenfassung
3. IST-Analyse
3.1 Einführende Darstellung
3.2 Der Ablauf bis zum fertigen Artikel
3.2.1 Erstellung des Kollektionskonzeptes
3.2.2 Der Designentwurf
3.2.3 Kollektionsverabschiedung
3.2.4 Gradierung und Schnittbilderstellung
3.2.5 Qualitätskontrolle der Materialien
3.2.6 Schnittstellen zu anderen Abteilungen
3.3 Die unternehmensweite Informationsverarbeitung der Daten
3.4 Die Schwachstellenanalyse in der Kollektionsentwicklung
3.5 Ableitung von Prozessanforderungen
3.6 Textilwirtschaftliche Projekte
3.6.1 Forschungsprojekt „Miederbekleidung für Frauen“
3.6.2 Verbundprojekt „Bekleidung nach Maß“
3.6.3 Projekt „MyNet“
3.6.4. Projekt „3D-Vermessung EXCELLENT“
3.6.5 Bewertung der Projekte
3.7 Ableitung eines Lösungsansatzes
3.8 Zusammenfassung
4. Das SOLL-Konzept
4.1 Die Organisationssicht
4.2 Die Funktionssicht
4.2.1 Funktionssicht der Produktentwicklung
4.2.2 Funktionssicht des Wareneingangs
4.2.3 Funktionssicht der Gradation
4.2.4 Funktionssicht der Technologie
4.3 Die Datensicht
4.3.1 Die Verwaltung des Technischen Briefs
4.3.2 Die Verwaltung der Prüfergebnisse
4.3.3 Das Konzept des Datenaustausches mit bestehenden Anwendungen
4.4 Die Steuerungsschicht
4.5 Zusammenfassung
5. Umsetzung des SOLL-Konzeptes
5.1 Ziel der Systemauswahl
5.2 Systembeispiele
5.2.1 Beispiel - CDI Technologies Ltd
5.2.2 Beispiel - Koppermann Computersysteme
5.2.3 Beispiel - Lectra Systemes
5.2.4 Beispiel - Assyst
5.2.5 Vergleich der Systeme und Systemauswahl
5.3 Einführungsstrategie
5.3.1 Die Projektplanung
5.3.2 Die Risikoanalyse
5.3.3 Das Prototyping der Prozesse
5.3.4 Die Qualifizierung der Mitarbeiter
5.4 Zusammenfassung
6. Zusammenfassung und Ausblick
6.1 Ergebnisse
6.2 Projektinitiierung
6.3 Weiterführende Aktivitäten
Die Arbeit verfolgt das Ziel, durch den Einsatz von Business Process Reengineering (BPR) den Produktentwicklungsprozess der Firma EXCELLENT zu optimieren, um dem wachsenden internationalen Wettbewerbsdruck sowie verkürzten Produktlebenszyklen effizienter zu begegnen.
3.2.1 Erstellung des Kollektionskonzeptes
Ziel der Erstellung des Kollektionskonzeptes ist es, eine auf Basis umfangreicher Informations- und Ideensammlungen möglichst trendnahe und kundenwunschgerechte Kollektion zu entwickeln. Die Erstellung des Kollektionskonzeptes bildet die Basis für die zu entwerfenden Kollektionen. Während der Erstellungsphase ist es wichtig, dass folgende Gesichtspunkte beachtet werden:
Informations- und Ideensammlung: Durch Publikationen in Fachzeitschriften und zu internationalen Messen werden neue Ideen und Anregungen in die kreativen Aktivitäten der Produktentwicklung aufgenommen. Dazu geben Designer richtungsweisende Informationen über Farben, Silhouetten und Materialien. Der Ideenfindung dienen außerdem das Zeitgeschehen, historische Vorlagen sowie aktuellen Fachzeitschriften.
Bei der Auswahl der Ideen stehen die Wünsche der Stammkunden und Zielgruppen im Vordergrund, zum Beispiel jung, sportiv, anspruchsvoll, klassisch, solide. Aus dieser Informations- und Ideensammlung entstehen die Entwürfe für die einzelnen Artikel, siehe hierzu der Serienentwurf in Abbildung B-1 und die Entwurfsskizze in Abbildung B-2 im Anlagenteil.
Erfassung des Modetrends: Durch umfangreiche Analysen des Verkaufs werden Tendenzen zu speziellen Moderichtungen abgeleitet, die bei der Erstellung des Kollektionskonzeptes Beachtung finden.
Festlegung der Zielgruppen: Die Festlegung auf Zielgruppen bildet die strategische Ausrichtung der jeweiligen Kollektion. Dabei werden Trageeigenschaften, Materialeigenschaften, Kundensegment und Eckpreisgruppen bestimmt.
Festlegung der Hauptmaterialien: Die Entwürfe und der Modetrend bilden die Basis für die Materialauswahl. Aus einer Vielzahl von neu entwickelten Gewirken und Spitzen aus dem Angebot der einzelnen Lieferanten werden diejenigen Grundmaterialien für das Kollektionskonzept ausgewählt, die in ihrer Gesamtheit die geplante Aussage der Serien widerspiegeln.
1. Einleitung: Beschreibt den strukturellen Wandel in der Bekleidungsindustrie und definiert das Ziel, durch Business Process Reengineering und moderne IT den Produktentwicklungsprozess zu optimieren.
2. Grundlagen des Business Process Reengineering: Vermittelt die theoretischen Konzepte von BPR, erläutert die wesentlichen Merkmale wie Prozessorientierung und radikale Neugestaltung und ordnet diese in den Kontext aktueller Organisationsmodelle ein.
3. IST-Analyse: Untersucht detailliert die bestehenden Abläufe bei der Firma EXCELLENT, identifiziert Schwachstellen in der Informationsverarbeitung und Schnittstellenproblematiken und leitet daraus notwendige Prozessanforderungen ab.
4. Das SOLL-Konzept: Präsentiert die neu gestalteten Abläufe der Produktentwicklung, fokussiert auf die Organisations- und Funktionssicht sowie die notwendige IT-Unterstützung zur Automatisierung und Standardisierung.
5. Umsetzung des SOLL-Konzeptes: Behandelt die praktische Implementierung des neuen Konzepts, einschließlich der Systemauswahlkriterien, Einführungsstrategien und der Qualifizierung der Mitarbeiter.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der prozessorientierten Unternehmensorganisation für zukünftige Entwicklungen.
Business Process Reengineering, Produktentwicklung, Kollektionsentwicklung, Prozessorientierung, Standardsoftware, Miederwarenindustrie, Schwachstellenanalyse, Informationsverarbeitung, Prozessmodellierung, Marktorientierung, Designsystem, Qualitätsmanagement, Schnittstellenmanagement, Innovationskraft, Prozessoptimierung
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung des Produktentwicklungsprozesses der Firma EXCELLENT Intimates GmbH mittels Business Process Reengineering (BPR) und der Einführung unterstützender IT-Systeme.
Zentrale Themen sind die Prozessmodellierung, die Identifikation von Schwachstellen in bestehenden manuellen Abläufen, die Einführung von prozessorientierten Organisationsstrukturen und die Auswahl sowie Integration geeigneter CAD- und Management-Softwaresysteme.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines SOLL-Konzepts zur radikalen Neugestaltung der Produktentwicklung, um Durchlaufzeiten zu reduzieren, Flexibilität zu erhöhen und die Qualität durch eine durchgängige Datenverarbeitung zu verbessern.
Die Arbeit nutzt Methoden der Prozessanalyse und Modellierung (ARIS-Toolsets, Ereignisgesteuerte Prozessketten/EPK) sowie die Entity-Relationship-Modellierung zur Strukturierung der Datensicht.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte IST-Analyse, die Herleitung von Anforderungen, die Ausarbeitung des SOLL-Konzepts (mit Organisations-, Funktions- und Datensicht) sowie die konkrete Umsetzung und Strategie zur Einführung der neuen Prozesse.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Business Process Reengineering, Prozessorientierung, Kollektionsentwicklung, Informationstechnologie und Prozessoptimierung.
Der IST-Zustand ist durch manuelle, sequenzielle Abläufe und fehlende datentechnische Verknüpfungen gekennzeichnet, während das SOLL-Konzept eine automatisierte, prozessorientierte und durch Software unterstützte lineare Abwicklung vorsieht.
Die Einbindung der Lieferanten durch Telematiktechnologien und Schnittstellen soll den Informationsfluss beschleunigen und die Materialauswahl sowie deren Prüfung direkt in den Designprozess integrieren.
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