Fachbuch, 2008
82 Seiten, Note: "-"
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Sprache – ein Mittel zum Zweck
Ökonomisch schreiben
2. Sprachgefühl entwickeln
Sprachgefühl und Intuition
Sprache ist nicht logisch
Übung A: Wie steht es mit ihrem Sprachgefühl?
Überflüssiges weglassen
Präzise schreiben, Gefühle richtig benennen
Übung B: Gefühle und Sprache – Synonyme finden
3. Leicht verständliche Sätze bilden
Wortstellung
Schachtelsatz
Eingeschobene Sätze
Das Komma
Was heißt verständlich schreiben?
Übung C: Verständlich schreiben
4. Das falsche Wort
Zeitfenster
Kultur
(sich) entwickeln
Kernkompetenz
Wir haben die Wahl
Übung D: Das richtige Wort finden - Gegensätze
5. Adjektive
Abgegriffene und überflüssige Adjektive
Echte Adjektive
Übung E: Richtig, falsch, überflüssig
6. Indikativ und Konjunktiv
Direkte und indirekte Rede
Unterscheidung Konjunktiv I und II
Würde-Form
7. Altmodisches, Aktuelles, Neumodisches
Die gehobene Sprache
Moden
Modewörter
8. Juristendeutsch
Haben Juristen eine eigenständige Sprache?
Beispiel aus der Straßenverkehrsordnung (Übung)
Sprache der Juristen: Ungenau und unverständlich
Was Anwälte so schreiben und für „Deutsch“ halten:
Übung F: Arbeitsvertrag in verständliches Deutsch bringen
9. Bewerbungsbriefe schreiben
Positive Gefühle auslösen
Beispiel: Bewerbung auf eine Stellenanzeige
Negative Beispiele
Was nicht so gut ankommt
Hauptwörterstil vermeiden
Übung G: Die beste Formulierung finden
10. Arbeitszeugnis: Wie man für sich selbst einen Entwurf formuliert
Was ist ein gutes Arbeitszeugnis?
Was im Zeugnis beurteilt wird
Die Sprache im Arbeitszeugnis
Codierte Zeugnissprache
Der ökonomische Schreibstil
Was es zu vermeiden gilt
Missglückte Formulierungen
Mehr Verben, weniger Substantive
Übung H: Arbeitszeugnis-Entwurf schreiben
11. Abschlussübung: Was stimmt nicht?
12. Lösungen zu den Übungen
Das Ziel dieses Buches ist es, Studenten, Absolventen und Berufsanfängern dabei zu helfen, verständlicher, präziser und effektiver zu schreiben, um ihren beruflichen Erfolg zu steigern und ihre Kommunikationsfähigkeit zu verbessern.
1. Sprache – ein Mittel zum Zweck
Sprache hat zu tun mit Handlung, mit Werten, mit Gefühlen und mit der Wirkung: Wer eine Wirkung erzielen und ein bestimmtes Ziel erreichen will, muss die Gefühle ansprechen, muss appellieren.
Wenn ein Vorstandsvorsitzender im Geschäftsbericht die Aktionäre über den Geschäftsverlauf informiert, will er das Unternehmen in einem günstigen Licht darstellen und die Aktionäre davon überzeugen, dass sie ihr Geld gut angelegt haben, weil das Unternehmen alles getan habe, um sich im Wettbewerb zu behaupten und auch in Zukunft eine optimale Rendite erwirtschaften werde. Der Chef des Unternehmens und der Vorsitzende des Aufsichtsrats wollen mit den Informationen im Geschäftsbericht Zuversicht verbreiten und um Vertrauen werben. Das hat viel mit Gefühlen zu tun. Je größer das Vertrauen der Aktionäre in die Ertragskraft des Unternehmens ist, desto höher die Nachfrage nach den Aktien.
Kommunikation hat nicht nur den Zweck auszudrücken, was ist, sondern auch, was sein soll. Mit dem, was ich sage, möchte ich etwas erreichen, bewirken, zum Beispiel jemand trösten, aufmuntern, begeistern, ihn dazu bewegen, bestimmte Dinge zu tun oder zu unterlassen. Wir wollen mit dem Appell Einfluss nehmen, überzeugen, beruhigen oder Ängste überwinden. Ob ein schriftlicher Appell das richtige Mittel zur Lösung von Problemen ist, darf man bezweifeln. Wer als Chef Mitarbeiter begeistern oder eine Verhaltensänderung erreichen will, wird die Grenzen der schriftlichen Kommunikation schnell erreichen. Wie bei der mündlichen Rede muss der Sender bei der schriftlichen Kommunikation die Gefühle ansprechen.
1. Sprache – ein Mittel zum Zweck: Erklärt, dass Sprache stets ein zweckorientiertes Werkzeug ist, um Wirkung zu erzielen und Gefühle bei der Zielgruppe anzusprechen.
2. Sprachgefühl entwickeln: Untersucht die Rolle der Intuition und Erfahrung beim Erlernen von Sprachgefühl und hinterfragt, warum Sprache nicht rein logischen Gesetzen folgt.
3. Leicht verständliche Sätze bilden: Gibt praktische Anleitungen zur Verbesserung des Leseflusses durch korrekte Wortstellung, Vermeidung von Schachtelsätzen und die richtige Kommasetzung.
4. Das falsche Wort: Analysiert den häufigen Missbrauch von Modewörtern und abstrakten Begriffen, die die Kommunikation unpräzise machen.
5. Adjektive: Kritisiert den inflationären Gebrauch von Beiwörtern und zeigt, wann Adjektive sinnvoll sind und wann sie Texte nur unnötig aufblähen.
6. Indikativ und Konjunktiv: Bietet einen Überblick über die Unterscheidung zwischen der Wirklichkeitsform und der Möglichkeitsform sowie deren korrekte Anwendung.
7. Altmodisches, Aktuelles, Neumodisches: Diskutiert die Verwendung von Sprache als sozialem Code und beleuchtet aktuelle Sprachmoden sowie Modewörter.
8. Juristendeutsch: Untersucht die oft unverständliche Sprache in Verträgen und rechtlichen Dokumenten und fordert eine klarere Ausdrucksweise.
9. Bewerbungsbriefe schreiben: Zeigt, wie man mit präziser Sprache Interesse weckt und Fehler vermeidet, um sich erfolgreich von anderen Bewerbern abzuheben.
10. Arbeitszeugnis: Wie man für sich selbst einen Entwurf formuliert: Bietet Leitlinien für das Verfassen eines aussagekräftigen, nicht codierten Arbeitszeugnisses, um die eigene berufliche Reputation zu sichern.
11. Abschlussübung: Was stimmt nicht?: Eine zusammenfassende Übung zur Fehlererkennung in verschiedenen Satzkonstruktionen und Textauszügen.
12. Lösungen zu den Übungen: Enthält die korrigierten Fassungen und Erklärungen zu allen Aufgaben des Buches.
Sprachgefühl, Verständlichkeit, Kommunikation, Ökonomisch schreiben, Arbeitszeugnis, Bewerbungsschreiben, Stilistik, Grammatik, Konjunktiv, Rhetorik, Wortwahl, Präzision, Intuition, Juristendeutsch, Textgestaltung
Das Buch dient als praktisches Sprachtraining für Studenten und Berufstätige, um Texte im beruflichen Kontext verständlicher und wirkungsvoller zu formulieren.
Die Themen umfassen die Entwicklung eines Sprachgefühls, den Abbau von Bürokratendeutsch, die Optimierung von Bewerbungsschreiben und die professionelle Gestaltung von Arbeitszeugnissen.
Ziel ist es, den Leser dazu zu befähigen, präzise und bildhaft zu schreiben, um Zeit zu sparen, besser verstanden zu werden und beruflich souveräner aufzutreten.
Der Autor stützt sich auf Sprachkritik und kommunikationswissenschaftliche Ansätze, ergänzt durch zahlreiche Übungen zur praktischen Anwendung und Fehlerkorrektur.
Der Hauptteil gliedert sich in sprachliche Grundlagen (Grammatik, Satzbau, Stil) und spezifische Anwendungsgebiete wie Rechtstexte, Bewerbungsunterlagen und Zeugniserstellung.
Verständlichkeit, Sprachgefühl, ökonomisches Schreiben und professionelle Kommunikation sind die zentralen Kernkonzepte.
Da viele Bewerbungsschreiben durch unpräzise Formulierungen oder "Geschwafel" negativ auffallen, zeigt der Autor, wie man durch Klarheit den Leser überzeugt.
Es erläutert, wie Arbeitnehmer durch eigene, offene Entwürfe die häufige, oft nichtssagende "Zeugnissprache" umgehen können, um ein aussagekräftiges Dokument zu erhalten.
Während "korrektes Deutsch" lediglich die Grammatikregeln erfüllt, zeichnet sich "guter Stil" durch Verständlichkeit, Kürze, Anschaulichkeit und eine klare Zielorientierung aus.
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