Bachelorarbeit, 2008
64 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Rahmenbedingungen für Aktienrückkäufe
2.1 Historie von Aktienrückkäufen in Deutschland
2.2 Aktuelle Rechtslage in Deutschland in Abgrenzung zu den USA
2.3 Verschiedene Rückkaufverfahren
2.3.1 Fixed-Price Tender Offer
2.3.2 Dutch Auction Tender Offer
2.3.4 Synthetische Rückkaufmethoden unter Einsatz von Derivaten
2.3.4 Targeted Repurchase
2.3.3 Open Market Repurchase
2.4 Bilanzierung eigener Aktien
2.4.1 Bilanzierung nach HGB
2.4.2 Bilanzierung nach IAS/IFRS
3 Motive für Aktienrückkäufe
3.1 Aktienrückkäufe als Dividendensubstitut
3.1.1 Irrelevanz-Theorie nach Miller und Modigliani
3.1.2 Substitution aus steuerlichen Überlegungen
3.1.3 Substitution auf Grund von Managementanreizen
3.1.4 Substitution zur Steigerung der finanziellen Flexibilität
3.2 Aktienrückkäufe als Signaling-Instrument
3.2.1 Grundlagen und Voraussetzungen der Signaling-Theorie
3.2.2 Signaling-Effekte durch Aktienrückkäufe in Deutschland
3.3 Aktienrückkäufe als Instrument der Kapitalstrukturgestaltung
3.4 Weitere Motive
3.4.1 Aktienrückkäufe zur Abwehr von feindlichen Übernahmen
3.4.2 Eigene Aktien als Akquisitionswährung
3.4.3 Aktienrückkäufe zur Beeinflussung der Aktionärsstruktur
4 Wertkonsequenzen von Aktienrückkäufen
4.1 Auswirkungen auf Earnings per Share
4.2 Auswirkungen auf systematische Risikofaktoren und Kapitalkosten
4.3 Auswirkungen auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis
4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Motive deutscher Unternehmen für den Rückerwerb eigener Anteile sowie die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Unternehmenswert und die Aktionärsstruktur. Die zentrale Forschungsfrage ist, inwieweit Aktienrückkäufe als Instrumente zur Kapitalstrukturgestaltung, als Signale für Unterbewertungen oder als Abwehrmaßnahmen bei Übernahmen dienen und welche Konsequenzen dies für fundamentale Kennzahlen hat.
3.2.2 Signaling-Effekte durch Aktienrückkäufe in Deutschland
Hackethal und Zdantchouk finden empirischen Beweis, dass Aktienrückkäufe in Deutschland primär zur Eliminierung von Unterbewertung eingesetzt werden. Insbesondere vor dem Hintergrund der strikteren Regulierung im Vergleich zu den USA, stellt die Ankündigung eines Aktienrückkaufs in Deutschland ein wesentlich glaubwürdigeres Signal der Unterbewertung dar. So konnten am Deutschen Kapitalmarkt um die Ankündigungsereignisse eines Aktienrückkaufs durchschnittlich 12% positive anormale Renditen beobachtet werden, wohingegen in den USA nur 3% festzustellen waren. Das Ergebnis zeigt, dass das Bekanntwerden eines Rückkaufprogrammes in den USA durch den nichtssagenden Charakter der Ankündigung im Bezug auf den tatsächlichen Rückerwerb, eine wesentlich schwächere Signalwirkung hat. Vor diesem Hintergrund verspricht die Analyse von Signaling-Effekten bei deutschen Unternehmen wohl eindeutigere Ergebnisse.
Zunächst muss verstanden werden, welche grundlegende Interpretation des Aktienrückkaufs zu anormalen positiven Renditen führt. So wird sich ein Unternehmen nur für den Rückkauf eigener Anteile entscheiden, wenn es den aktuellen Marktpreis seiner Aktie als sehr günstig bewertet. Implizit wird also vom Management signalisiert, dass seine Erwartungen bezüglich der zukünftigen Erträge höher sind als jene des Marktes und somit aktuell eine Unterbewertung der Aktie vorliegt, sonst würde es nicht kaufen. Der Kauf eigener Aktien enthält somit dem Markt noch nicht bekannte Insiderinformationen, welche theoretisch für einen Ausgleich der Unterbewertung sorgen sollten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Aktienrückkaufs in Deutschland seit dem KonTraG ein und umreißt die zentralen Forschungsfragen sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Rahmenbedingungen für Aktienrückkäufe: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung und die aktuelle Rechtslage in Deutschland sowie verschiedene technische Verfahren der Durchführung und deren Bilanzierung.
3 Motive für Aktienrückkäufe: Hier werden die verschiedenen Beweggründe für Unternehmen analysiert, wie die Substitution von Dividenden, Signaling-Effekte, Kapitalstrukturanpassungen und Strategien zur Abwehr von Übernahmen.
4 Wertkonsequenzen von Aktienrückkäufen: In diesem Teil werden die Auswirkungen eines Aktienrückkaufs auf Kennzahlen wie EPS, Kapitalkosten und KGV anhand eines fiktiven Unternehmens analytisch untersucht.
5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die ökonomische Sinnhaftigkeit von Aktienrückkäufen in verschiedenen wirtschaftlichen Zyklen.
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Die Arbeit analysiert die Motive und die wertmäßigen Konsequenzen von Aktienrückkäufen bei deutschen Unternehmen.
Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Rahmenbedingungen, den strategischen Motiven für Rückkäufe und der quantitativen Auswirkung auf Unternehmenswerte.
Das Ziel ist es, zu ergründen, warum Unternehmen eigene Anteile zurückkaufen und welche Effekte dies auf fundamentale Kennzahlen wie das EPS hat.
Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse theoretischer Finanzmodelle und einer beispielhaften, quantitativen Analyse (ExampleCorp AG) verwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Grundlagen, theoretische und praktische Motive sowie eine analytische Berechnung der Wertkonsequenzen.
Wichtige Begriffe sind Aktienrückkauf, Kapitalstruktur, Signaling-Effekt, Earnings per Share und regulatorische Rahmenbedingungen in Deutschland.
Sie nimmt einen zentralen Stellenwert ein, da sie erklärt, wie Aktienrückkäufe als glaubwürdiges Signal für eine Unterbewertung des Unternehmens genutzt werden.
Sie dient als fiktives Modell, um die Auswirkungen von Aktienrückkäufen auf EPS, KGV und Kapitalkosten transparent und nachvollziehbar zu verdeutlichen.
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