Examensarbeit, 2007
75 Seiten, Note: 1,00
1 Einleitung
2 Die Entwicklung des Schulsystems der DDR
2.1 Die Ideologie von Marx und Engels als Basis des Deutschen Demokratischen Republikanischen Schulsystems
2.2 1945-1949 Zeit der antifaschistisch- demokratischen Schulreform
2.2.1 Der Aufbau von Verwaltungsorganen als Basis für die Neugestaltung von Erziehungsinstitutionen
2.2.2 Der Unterricht wird wieder aufgenommen
2.3 1949 bis 1960 Zeit des Aufbaus der sozialistischen Schule
2.3.1 Der Anfang und die Weiterentwicklung des polytechnischen Unterrichts
2.3.2 Die zehnstufige polytechnische Oberschule
2.4 Ab 1961/62 Zeit der Gestaltung eines einheitlichen sozialistischen Bildungssystems
2.4.1 Entwicklung ab dem Jahre 1961
2.4.2 Entwicklung ab dem Jahre 1971
2.4.3 Die Umgestaltung seit 1989
2.5 Zusammenfassung
3 Der Unterricht
3.1 Die übergeordneten Ziele im Bildungssystem der DDR
3.2 Der Unterricht in der Deutschen Demokratischen Republik am Beispiel ausgewählter Unterrichtsfächer
3.2.1 Allgemeinbildung
3.2.2 Der polytechnische Unterricht
3.2.2.1 Der Werk- und Schulgartenunterricht
3.2.2.2 Einführung in die sozialistische Produktion
3.2.2.3 Technisches Zeichnen
3.2.2.4 Produktive Arbeit
3.2.3 Das Unterrichtsfach Russisch
3.2.3.1 Ziele im Fach Russisch
3.2.3.2 Didaktik im Fach Russisch
3.2.4 Staatsbürgerkunde
3.2.4.1 Ziele im Fach Staatsbürgerkunde
3.2.4.2 Didaktik im Fach Staatsbürgerkunde
3.2.5 Sport
3.2.5.1 Ziele im Sportunterricht
3.2.5.2 Didaktik des Sportunterrichts
4 Resümee und Analyse
Ziel dieser Zulassungsarbeit ist es, die historische Entwicklung des Schulsystems der ehemaligen DDR von 1945 bis 1989 zu analysieren, die ideologischen Hintergründe aufzuzeigen und die Umsetzung des Unterrichts am Beispiel ausgewählter Fächer kritisch zu untersuchen, um dabei Rückschlüsse auf die Effektivität und politische Instrumentalisierung zu ziehen.
3.2.2.2 Einführung in die sozialistische Produktion
Die Einführung in die sozialistische Produktion hatte die Aufgabe den Schülern Fertigkeiten und Fähigkeiten komplexer Zusammenhänge im technischen Bereich und in der Produktion näher zu bringen. Der Werk- und Schulgartenunterricht diente dabei als Voraussetzung.
Ab der siebten Klasse erweiterten sich die Tätigkeiten auf wissenschaftliches Arbeiten und die dazu benötigten Methoden. Darunter fiel das Technische Zeichnen (siehe 3.2.3.3), Arbeiten mit Dokumentationen, Nachschlagewerken und Tabellen, aber auch der Gebrauch von Arbeitsmitteln und Geräten. Verlangt wurde selbständiges Erarbeiten und Lösen der technischen Probleme. Hier spielten physikalische und mathematische Kenntnisse eine zusätzliche Rolle. Wie auch in den unteren Klassen wurde Disziplin sowie exaktes und genaues Arbeiten verlangt. Meistens wurde der Grundstein für die folgende Berufsausbildung in diesem Fach gelegt werden. Im Lehrplan, der im Anhang beigefügt ist, wird ersichtlich, dass sich die Tätigkeiten immer erweiterten. Z.B. wurden in Klasse sieben die Hauptgruppen der Fertigung unterrichtet, dazu gehörte das Umformen oder Beschichten von Materialien, während man in der zehnten Klasse den Umgang in Elektrotechnik schulte.
1 Einleitung: Die Verfasserin motiviert ihre Arbeit durch aktuelle Debatten um das deutsche Schulsystem und ihr Interesse an der historischen Analyse des DDR-Bildungsmodells.
2 Die Entwicklung des Schulsystems der DDR: Dieses Kapitel zeichnet die historische Genese des Schulwesens von 1945 bis 1989 nach, von der antifaschistischen Reform bis hin zum voll ausgebauten sozialistischen Bildungssystem.
3 Der Unterricht: Hier wird der theoretische Rahmen und die praktische Umsetzung des Unterrichts in zentralen DDR-Schulfächern wie Polytechnik, Russisch, Staatsbürgerkunde und Sport analysiert.
4 Resümee und Analyse: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und zieht ein kritisches Fazit über die Effektivität und die ideologische Ausrichtung des Schulsystems der ehemaligen DDR.
DDR-Schulsystem, Polytechnischer Unterricht, Sozialistische Schule, Allgemeinbildung, Erziehungsziele, Ideologie, Marxismus-Leninismus, Staatsbürgerkunde, Schulgeschichte, Einheitsbildungssystem, Fach Russisch, Sportunterricht, Produktionsarbeit, Pädagogische Kongresse, Berufsvorbereitung.
Die Arbeit analysiert das Schulsystem der ehemaligen DDR, dessen historische Entwicklungsphasen und die unterrichtliche Praxis, insbesondere den Einfluss der Ideologie auf die Lehrinhalte.
Zu den zentralen Themen gehören die strukturelle Entwicklung der Schulen, die Rolle der polytechnischen Bildung, die Rolle der Fremdsprache Russisch sowie die ideologische Erziehung durch Staatsbürgerkunde und Sport.
Das Ziel ist es, den Aufbau des DDR-Bildungssystems zu verstehen, die Auswirkungen auf den Unterricht zu hinterfragen und die Systematik der sozialistischen Erziehung darzulegen.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse sowie ergänzenden explorativen Interviews mit zwei ehemaligen Schülern, um Theorie und Alltagspraxis zu vergleichen.
Der Hauptteil konzentriert sich detailliert auf die Entwicklungsetappen des Systems sowie auf die didaktischen Inhalte und Ziele spezifischer Unterrichtsfächer, die für das DDR-System charakteristisch waren.
DDR-Schulsystem, Polytechnischer Unterricht, Sozialistische Erziehung, Allgemeinbildung, Marxismus-Leninismus und Bildungsgeschichte.
Der polytechnische Unterricht war ein zentrales Element, um die Schüler frühzeitig mit der sozialistischen Produktion und Arbeitswelt vertraut zu machen und den Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis zu fördern.
Das Fach wurde primär zur ideologischen Festigung und zur Vermittlung der marxistisch-leninistischen Weltanschauung genutzt; von den Interviewpartnern wurde es oft als stark politisch geprägtes Instrument erlebt.
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