Diplomarbeit, 2006
82 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die Bedeutung des Eigenkapitals für Unternehmen
3. Der deutsche Mittelstand
3.1 Definition des Mittelstands
3.2 Die Finanzierungs- und Eigenkapitalsituation
4. Die Einflüsse durch Basel II
4.1 Die Entstehung und Zielsetzung von Basel II
4.2 Die Kreditvergabepolitik der Kreditinstitute und die neuen Anforderungen an Unternehmen
5. Die Instrumente der Finanzierung
5.1 Die Finanzierungsarten
5.2 Die Beteiligungsfinanzierung
6. Private Equity
6.1 Der Begriff Private Equity
6.2 Die Historie
6.3 Der deutsche Private Equity Markt
6.4 Die Charakteristika eines Private Equity Investments
6.5 Die Beteiligungsgründe
6.6 Die Investorensuche
6.7 Kritische Analyse der Einsatzmöglichkeit von Private Equity im Mittelstand
7. Mezzanine-Kapital
7.1 Der Begriff Mezzanine
7.2 Die Charakteristika von Mezzanine-Kapital
7.3 Die rechtliche Behandlung von Mezzanine-Kapital
7.4 Das wirtschaftliche Eigenkapital
7.5 Die Vergütung der Mezzanine-Finanzierung
7.6 Die Erscheinungsformen von Mezzanine-Kapital
7.6.1 Das Nachrangdarlehen
7.6.2 Die typische stille Beteiligung
7.6.3 Die Wandel- und Optionsanleihe
7.6.4 Der Genussschein
7.6.5 Die atypische stille Beteiligung
7.6.6 Die Klassifizierung der Erscheinungsformen
7.7 Kritische Analyse der Einsatzmöglichkeit von Mezzanine-Kapital im Mittelstand
8. Going Public
8.1 Der Begriff Going Public
8.2 Das Marktsegment Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse
8.3 Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Going Public
8.4 Börsenkandidaten finanziert durch Private Equity
8.5 Kritische Analyse der Einsatzmöglichkeit des Going Public im Mittelstand
9. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten zur Stärkung der Eigenkapitalbasis für mittelständische Unternehmen unter Berücksichtigung der veränderten Rahmenbedingungen durch Basel II. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie alternative Finanzierungsinstrumente wie Private Equity, Mezzanine-Kapital und der Börsengang (Going Public) zur Verbesserung der Eigenkapitalsituation und des Ratings beitragen können.
6.4 Die Charakteristika eines Private Equity Investments
Private Equity wird in den meisten Fällen von Private Equity-Fonds bereitgestellt. Diese sammeln zunächst Geld von institutionellen Anlegern, also Versicherungen, Pensionsfonds und Banken sowie privaten Investoren ein. Mit diesen Mitteln engagieren sich die Investoren nun direkt als Eigenkapitalgeber in die nicht börsennotierten Unternehmen. Damit werden die Fonds voll haftende Anteilseigner bzw. Mitgesellschafter. Sie erhalten dadurch Mitspracherechte und können so Einfluss auf das Management des Unternehmens ausüben. Des Weiteren ist eine Beteiligung am unternehmerischen Erfolg gegeben. Im Insolvenzfall sind die Eigenkapitalinvestoren nachrangig gegenüber Kreditgebern und oft auch gegenüber anderen Gesellschaftern. Da im ungünstigsten Fall das eingesetzte Kapital verloren gehen kann, besteht ein starkes Interesse, wirtschaftliche Schieflagen zu vermeiden und das Unternehmen auf Wachstumskurs zu bringen.
Die Folge ist, dass die meisten Unternehmen einer rigorosen betriebswirtschaftlichen Fitnesskur unterzogen werden. Dazu gehört i. d. R. auch, dass die Kapitalgeber strategisches Know-how und Branchenkompetenz einbringen. Das Unternehmen wird in diesem Zuge durch folgende Maßnahmen verbessert:
• Investitionen in Wachstum
• Niedrigere Kosten
• Rasches Abstellen von Verlustbringern und Überkapazitäten
• Sparsamere Verwaltung
• Reduzierte Kapitalbindung
• Verringerte Abhängigkeit von mächtigen Lieferanten oder Einzelkunden
• Bessere und motiviertere Mitarbeiter
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Mittelstands als Rückgrat der deutschen Wirtschaft und stellt die durch Basel II verschärfte Finanzierungsproblematik sowie den Bedarf an alternativen Finanzierungsinstrumenten dar.
2. Die Bedeutung des Eigenkapitals für Unternehmen: Dieses Kapitel erläutert die Funktion und Zusammensetzung von Eigenkapital als Fundament der Unternehmensfinanzierung und dessen Bedeutung für das finanzielle Gleichgewicht.
3. Der deutsche Mittelstand: Hier werden verschiedene Mittelstandsdefinitionen vorgestellt und die spezifische, oft durch geringes Eigenkapital geprägte Finanzierungssituation dieser Unternehmensgruppe analysiert.
4. Die Einflüsse durch Basel II: Dieses Kapitel beschreibt die Zielsetzung von Basel II und analysiert, wie die veränderte Kreditvergabepolitik der Banken durch Ratinganforderungen Druck auf die Eigenkapitalausstattung von Unternehmen ausübt.
5. Die Instrumente der Finanzierung: Es wird ein Überblick über Außen- und Innenfinanzierung sowie die grundlegende Rolle der Beteiligungsfinanzierung als Alternative zum Bankkredit gegeben.
6. Private Equity: Dieses Kapitel behandelt das Konzept von Private Equity, dessen Historie in Deutschland, die Investorensuche sowie die Vor- und Nachteile von Beteiligungen für den Mittelstand.
7. Mezzanine-Kapital: Hier werden die verschiedenen hybriden Finanzierungsformen (z. B. Nachrangdarlehen, stille Beteiligungen) sowie deren bilanzielle und steuerrechtliche Behandlung ausführlich dargestellt.
8. Going Public: Dieses Kapitel widmet sich dem Börsengang als Finanzierungsoption, erläutert die Besonderheiten des Entry Standards und definiert Kriterien für eine erfolgreiche Börsenreife.
9. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung bewertet die Einsatzmöglichkeiten der vorgestellten Instrumente vor dem Hintergrund, dass für den breiten Mittelstand weiterhin eine starke Abhängigkeit von Bankfinanzierungen besteht.
Mittelstand, Eigenkapital, Basel II, Rating, Private Equity, Mezzanine-Kapital, Unternehmensfinanzierung, Going Public, Beteiligungsfinanzierung, Nachrangdarlehen, Stille Beteiligung, Entry Standard, Eigenkapitalquote, KMU, Fremdkapital
Die Arbeit analysiert Wege, wie mittelständische Unternehmen durch alternative Finanzierungsinstrumente ihre Eigenkapitalbasis stärken können, um den Herausforderungen durch Basel II und den Erwartungen der Kreditinstitute zu begegnen.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Finanzierungssituation im Mittelstand, den Auswirkungen von Basel II auf die Kreditvergabe sowie einer detaillierten Untersuchung von Private Equity, Mezzanine-Kapital und dem Börsengang als Finanzierungsalternativen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine verbesserte Kapitalstruktur mittels Beteiligungs- oder hybrider Finanzierungsformen das Bonitätsrating optimiert werden kann, um den langfristigen Erfolg und den Spielraum des Unternehmens zu sichern.
Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Arbeit, die auf umfangreicher Literaturrecherche, der Auswertung von Studien (z.B. KfW, BVK) sowie der Anwendung der Finanzierungstheorie auf die Praxis im Mittelstand basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ausgangslage, die Beschreibung und kritische Würdigung der Instrumente Private Equity, Mezzanine-Kapital und Going Public, ergänzt durch ein Praxisbeispiel zur Bilanzoptimierung.
Wesentliche Begriffe sind Mittelstandsfinanzierung, Eigenkapitalstärkung, Basel II-Rating, hybride Finanzierungsinstrumente sowie die verschiedenen Segmente des Kapitalmarkts für KMU.
Mezzanine-Kapital ist für Familienunternehmen attraktiv, da es die Eigenkapitalbasis stärkt, ohne die gesellschaftsrechtliche Unabhängigkeit durch eine Mitbestimmung von externen Gesellschaftern (wie bei einer Private Equity-Beteiligung) aufzugeben.
Der Entry Standard bietet kleineren und mittleren Unternehmen einen kosteneffizienten und weniger bürokratischen Zugang zum Börsenparkett, was den Einstieg in die Kapitalmarktfinanzierung erheblich erleichtert.
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