Diplomarbeit, 2005
265 Seiten, Note: sehr gut
1 Einleitung
1.1 Wissenschaftliche Fragestellungen
1.2 Forschungsprozess
1.2.1 Beschreibung der Methode
1.2.2 Eingrenzung der Zielgruppe
1.3 Relevanz des Themas
2 Jugendliche im Prozess der beruflichen Integration
2.1 Ein prozessualer Vorgang
2.1.1 Entwicklungsaufgaben des Jugendalters
2.1.2 Lebenslauf – Biographie
2.1.3 Übergang von der Schule in den Beruf
2.1.4 Exkurs: Kompetenz, Schlüsselqualifikationen
2.2 Kapitelzusammenfassung
3 Emotional und sozial beeinträchtigte Jugendliche
3.1 Begriffserläuterungen
3.1.1 Emotionale und soziale Beeinträchtigungen
3.1.2 SPF (Sonderpädagogischer Förderbedarf) bei Jugendlichen mit emotionalen und sozialen Beeinträchtigungen
3.1.2.1 Aktuelle Statistiken zum SPF in Österreich
3.1.2.2 SPF beim Einstieg in die Arbeitswelt
3.2 Kapitelzusammenfassung
4 Problemlagen von Jugendlichen mit emotionalen und sozialen Beeinträchtigungen
4.1 Umriss der Problemfelder
4.1.1 Sozialverhalten und Motivation
4.1.2 Soziale und kulturelle Herkunft
4.1.3 Geschlecht
4.1.4 Berufswahlkompetenzen
4.1.5 Soziale Einstellungen in Betrieben
4.1.6 Arbeitsmarktsituation
4.2 Kapitelzusammenfassung
5 Das Arbeitsintegrationsprojekt „LeB!“
5.1 Vorstellung und Beschreibung
5.1.1 Projektträger und Projektkurzbeschreibung
5.1.2 TeilnehmerInnen
5.1.3 Grundlagen und Arbeitsweisen
5.1.4 Clearing
5.2 Kapitelzusammenfassung
6 Die Interviews
6.1 Forschungsablauf
6.1.1 Problemzentriertes Interview
6.1.2 Interviewgruppen
6.1.3 Prozess der Datenerhebung
6.1.3.1 Kontaktaufnahme und Ablauf
6.1.3 2 Durchführung der Interviews
6.1.4 Interviewauswertung
6.1.4.1 Auswertung der ehemaligen TeilnehmerInnen
6.1.4.2 Auswertung der MitarbeiterInnen
6.1.5 Diskussion der Ergebnisse
6.2 Kapitelzusammenfassung
7 Epilog
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Jugendliche mit emotionalen und sozialen Beeinträchtigungen den Einstieg in das Berufsleben nach der Absolvierung einer Clearing-Maßnahme erleben. Das primäre Ziel ist es, Einblicke in die individuellen Lebensverläufe und Bewältigungsstrategien dieser Zielgruppe zu gewinnen sowie begünstigende oder hemmende Faktoren bei der beruflichen Integration aufzuzeigen.
1.1 Wissenschaftliche Fragestellungen
„Man soll den Blick auf die Berufswahl richten“, so titelte es die Tageszeitung Kurier, in seiner Ausgabe vom 22. Januar 2005. Vor dieser weichenstellenden Entscheidung stehen jährlich rund 95.000 Kinder (vgl. Leonhartsberger 2005, 85). Unter ihnen auch jene mit Behinderungen. Unter den Begriff der „Behinderung“ fallen gemäß Österreichischer Bundesregierung nicht nur Jugendliche, die ausschließlich über den Grad ihrer Behinderung definiert werden, sondern auch jene, die ohne zusätzliche integrative Maßnahmen keinen Arbeitsplatz erlangen können.
Dass der Übergangsprozess von der Schule in die Berufswelt nicht nur als eine „Weichenstellung für einen neuen Lebensabschnitt“ (Niedermair 1999, 3) zu sehen ist, sondern auch problematisch sein kann, zeigt sich besonders für SchülerInnen mit emotionalen und sozialen Beeinträchtigungen. Denn gerade für diese werden integrative Formen der Berufswahlorientierung und –vorbereitung kaum angeboten (vgl. Fasching & Niehaus 2004, 4f). Hier setzen Eingliederungsmaßnahmen wie beispielsweise das Clearing (vgl. Kapitel 5) an. In den wissenschaftlichen Diskussionen der letzten Jahre hat man sich deshalb auch verstärkt auf die nachschulischen Lebensbereiche Jugendlicher mit Behinderungen konzentriert (vgl. Fasching 2003, 10). Diesen Aspekt zu beleuchten und einen Ausblick auf mögliche und nötige Zukunftsszenarien zu geben, soll Ziel der vorliegenden Arbeit sein. Dazu gehe ich der Forschungsfrage nach „Wie erleben Jugendliche mit emotionalen und sozialen Beeinträchtigungen den Einstieg ins Berufsleben nach Absolvierung einer Clearing-Maßnahme“.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problemstellung, die Forschungsfrage und das Ziel der Arbeit vor.
2 Jugendliche im Prozess der beruflichen Integration: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen der beruflichen Integration, einschließlich der Entwicklungsaufgaben im Jugendalter.
3 Emotional und sozial beeinträchtigte Jugendliche: Der Fokus liegt auf der Definition und Einordnung der Zielgruppe sowie der Rolle des sonderpädagogischen Förderbedarfs.
4 Problemlagen von Jugendlichen mit emotionalen und sozialen Beeinträchtigungen: Es werden zentrale Herausforderungen wie Sozialverhalten, Motivation und Arbeitsmarktsituation analysiert.
5 Das Arbeitsintegrationsprojekt „LeB!“: Vorstellung des Clearing-Projekts, seiner Arbeitsweisen und der unterstützenden Maßnahmen für die Zielgruppe.
6 Die Interviews: Darstellung des qualitativen Forschungsteils, der Auswertungsmethodik und der Diskussion der Ergebnisse.
7 Epilog: Abschließende Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Berufliche Integration, Jugendliche, emotionale Beeinträchtigung, soziale Beeinträchtigung, Clearing, LeB!, Übergang Schule-Beruf, Problemzentriertes Interview, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Arbeitsmarkt, Berufsbiographie, Schlüsselqualifikationen, Integrationsmaßnahmen, Lebensverlauf, Arbeitsassistenz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der beruflichen Integration von Jugendlichen, die aufgrund emotionaler und sozialer Beeinträchtigungen Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in das Berufsleben haben.
Das Arbeitsintegrationsprojekt „LeB!“ (Lehreinstiegs-Begleitung) in Wien dient als zentrales Fallbeispiel für die Unterstützung der Jugendlichen.
Ziel ist es zu erforschen, wie betroffene Jugendliche den Berufseinstieg nach einer Clearing-Maßnahme erleben und welche Faktoren diesen Prozess beeinflussen.
Die Autorin verwendet die qualitative Forschungsmethode des problemzentrierten Interviews, um die individuellen Erlebnisse und Daten der ehemaligen TeilnehmerInnen zu erfassen.
Die Schwerpunkte umfassen die Entwicklungsaufgaben des Jugendalters, Definitionen von Lebenslauf und Biographie sowie die Analyse der Problemlagen der Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt.
Zentrale Merkmale sind die Berufsbiographie, soziale Netzwerke, die psychologische Stützung bei Niederlagen und die Rolle von Ausbildungsbetrieben.
Die Autorin thematisiert dies als ein Beispiel für soziale und kulturelle Belastungsfaktoren, die den Zugang zum Arbeitsmarkt für betroffene junge Frauen erschweren können.
Sie betont, dass durch gezieltes Jobcoaching, Vorbereitung auf Niederlagen und eine höhere Toleranz seitens der Arbeitgeber die Chancen für diese Jugendliche deutlich verbessert werden können.
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