Diplomarbeit, 2007
83 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Allgemeine Grundlagen zur Segmentberichterstattung
2.1 Ziele und Adressaten der Segmentberichterstattung
2.2 Definition und Grundsätze der Segmentberichterstattung
2.2.1 Definition der Segmentberichterstattung
2.2.2 Diversifikation als Ursache der Segmentierung
2.2.3 Grundlegende Konzeptionen der Segmentrechnungslegung
2.3 Grundlegende Konzeptionen zur Segmentabgrenzung
2.3.1 Risk and Reward Approach
2.3.2 Management Approach
2.4 Rechtliche und institutionelle Grundlagen
2.4.1 Anwendungsbereich der Standards zur Segmentberichterstattung
2.4.2 Rechtliche Grundlagen zur Segmentberichterstattung nach HGB
2.4.3 Institutionelle Grundlagen international geregelter Segmentpublizität
2.5 Historische Entwicklung der Segmentberichterstattung
3 Regelung der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 „Operating Segments“
3.1 Anwendungsbereich und Segmentdefinition nach IFRS 8
3.1.1 Grundprinzip
3.1.2 Anwendungsbereich
3.1.3 Kriterien zur Segmentdefinition und Segmentidentifikation
3.1.4 Segmentidentifikation bei Matrixorganisation und andere Sonderfälle
3.2 Segmentabgrenzung und Berichtspflichtige Segmente
3.2.1 Aggregationskriterien zur Segmentabgrenzung
3.2.2 Wesentlichkeitskriterien zur Segmentabgrenzung
3.3 Segmentinformationen und Segmentinformationsmessung
3.3.1 Ausweis allgemeiner qualitativer Segmentinformationen
3.3.2 Ausweis der Segmenterfolgsgrößen
3.3.3 Ausweis des Segmentvermögens und der Segmentschulden
3.3.4 Ausweis zugrunde gelegter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
3.3.5 Angabe von Überleitungsrechnungen
3.4 Unternehmensbezogene Zusatzangaben
3.4.1 Zusatzangaben zu Produkten und Dienstleistungen
3.4.2 Zusatzangaben zu geographischen Regionen
3.4.3 Zusatzangaben zu dominanten Kunden
3.5 Vergleich der Regelungen des IFRS 8 mit IAS 14, SFAS 131 und DRS 3
3.5.1 Wesentliche Änderungen zu IAS 14 (revised)
3.5.2 Vergleich mit DRS 3
3.5.3 Verbleibende Unterschiede zu SFAS 131
3.6 Gründe des IASB für die Einführung des IFRS 8
4 Ökonomische Analyse der Segmentabgrenzung
4.1 Qualitative Anforderungen an eine kapitalmarktorientierte Berichterstattung
4.1.1 Entscheidungsnützlichkeit als übergeordneter Qualitätsmaßstab
4.1.2 Grundsatz der Entscheidungsrelevanz
4.1.3 Grundsatz der Verlässlichkeit
4.1.4 Grundsatz der zeitlichen und sachlichen Vergleichbarkeit
4.1.5 Effizienz bereitgestellter Informationen
4.2 Ökonomische Analyse der Segmentierungsansätze
4.2.1 Verlässlichkeit der Segmentabgrenzungskonzeptionen
4.2.2 Direkte Kosten der Segmentinformationsbereitstellung
4.2.3 Entscheidungsrelevanz und indirekte Kosten
4.2.4 Zwischenbetriebliche und zeitliche Vergleichbarkeit
4.2.5 Zusammenhang zwischen Vergleichbarkeit und Entscheidungsrelevanz
4.2.6 Weitere Kriterien zur Abwägung der Segmentierungsansätze
4.2.7 Kritische Würdigung der Ansätze
4.3 Allgemeine ökonomische Motive zur Segmentberichterstattung bei Wettbewerb
4.3.1 Einfaches Modell zum Publizitätsverhalten bei bestehender Konkurrenz
4.3.2 Rationale Erwartungen der Marktteilnehmer und „Unraveling-Prinzip“
4.3.3 Zielkonflikt bei bestehender Konkurrenz und Kapitalmarktinteraktion
4.3.4 Zielkonflikt zwischen Ausweis und Nichtausweis der Segmentberichterstattung
4.3.5 Implikationen für die Analyse der Segmentierungsansätze
5 Externe Unternehmensanalyse unter Einbeziehung von Segmentinformationen
5.1 Überblick über die Unternehmensanalyse
5.2 Überblick über die operative Segmentanalyse
5.2.1 Finanzwirtschaftliche Segmentanalyse
5.2.2 Erfolgswirtschaftliche Segmentanalyse
5.3 Auswirkungen des IFRS 8 auf die operative Segmentanalyse
6 Empirische Befunde zu den Ansätzen der Segmentabgrenzung
6.1 Empirische Befunde zur Wirkung des Management Approach auf Relevanz und Verlässlichkeit
6.1.1 Wirkung der Segmentberichterstattung
6.1.2 Wirkung des Management Approach auf die Verlässlichkeit
6.2 Befunde zur Wirkung des Management Approach auf die Segmentpublizität
6.2.1 Untersuchungsdesign
6.2.2 Untersuchungsergebnisse
6.2.3 Andere Untersuchungen zur Wirkung des Management Approach
6.3 Empirische Befunde zur standardübergreifenden Qualität der Segmentpublizität
6.3.1 Untersuchungsdesign
6.3.2 Untersuchungsergebnisse
6.3.3 Ergebnisse anderer Untersuchungen zur Segmentpublizität
6.4 Zusammenfassende Gegenüberstellung und Würdigung der Befunde
7 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert die ökonomischen Auswirkungen der Einführung des IFRS 8 auf die Segmentberichterstattung kapitalmarktorientierter Unternehmen, mit einem besonderen Fokus auf den sogenannten "Management Approach" zur Segmentabgrenzung.
3.1.3 Kriterien zur Segmentdefinition und Segmentidentifikation
IFRS 8 definiert Segmente anders als sein Vorgängerstandard IAS 14 anhand von operativem Wesen d.h. anhand von interner Verwendung für operative Entscheidungen. Demnach ist ein operatives Segment eine Unternehmenskomponente, die (1) in wirtschaftliche Aktivitäten involviert ist, aus denen sie eigenständig Umsatzerlöse generieren kann und für die Aufwendungen anfallen. Dies beinhaltet auch solche Erlöse und Aufwendungen, die auf grund interner Transaktionen mit anderen operativen Segmenten desselben Unternehmens entstehen.
Daneben sollten (2) die operativen Finanzinformationen eines operativen Segments regelmäßig von einem sog. „Chief Operating Decision Maker“ beurteilt und für die interne Steuerung herangezogen werden. Demnach müssen die bereitgestellten Informationen auch auf interner Basis zur Leistungsbeurteilung bzw. Performancemessung der jeweiligen Segmente und zur Ressourcenallokation herangezogen werden. Der Begriff „Chief Operating Decision Maker“ beschreibt in diesem Zusammenhang eine Funktion innerhalb des Unternehmens und nicht unbedingt eine spezifische Person. Generell wird unter diesem allgemeinen Begriff ein mit hinreichenden Kompetenzen ausgestatteter Entscheidungsträger oder eine Gruppe mehrerer Entscheidungsträger verstanden. Als weitere Bedingung zur Segmentidentifikation müssen (3) insbesondere auch relevante Informationen auf Segmentebene vorhanden und messbar sein.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz der Segmentberichterstattung im Kontext der Globalisierung und führt in den Standard IFRS 8 ein.
2 Allgemeine Grundlagen zur Segmentberichterstattung: Dieses Kapitel definiert die Ziele, Grundsätze und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Segmentberichterstattung sowie deren historische Entwicklung.
3 Regelung der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 „Operating Segments“: Dieses Kapitel stellt die spezifischen Anforderungen des IFRS 8, insbesondere die Segmentdefinition und die Ausweispflichten, detailliert vor.
4 Ökonomische Analyse der Segmentabgrenzung: Dieses Kapitel bietet eine ökonomische Analyse der Segmentierungsansätze unter Berücksichtigung von Bilanzierungsgrundsätzen und Wettbewerbseffekten.
5 Externe Unternehmensanalyse unter Einbeziehung von Segmentinformationen: Dieses Kapitel diskutiert die Nutzung von Segmentinformationen für die operative Finanz- und Erfolgsanalyse durch externe Adressaten.
6 Empirische Befunde zu den Ansätzen der Segmentabgrenzung: Dieses Kapitel präsentiert und diskutiert empirische Studien zur Qualität und Wirkung des Management Approach auf die Segmentberichterstattung.
7 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zur ökonomischen Wirkung des IFRS 8 zusammen und bewertet den Nutzen für die Kapitalmarktkommunikation.
Segmentberichterstattung, IFRS 8, Management Approach, Rechnungslegung, Kapitalmarkt, Finanzanalyse, Entscheidungsnützlichkeit, Segmentabgrenzung, Publizität, IAS 14, SFAS 131, Unternehmensanalyse, Wettbewerb, Investitionsentscheidungen, Transparenz.
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Konsequenzen der Einführung des Rechnungslegungsstandards IFRS 8, der die Segmentberichterstattung für kapitalmarktorientierte Unternehmen neu regelt.
Zentrale Themen sind der "Management Approach" zur Abgrenzung von Unternehmenssegmenten, die Vergleichbarkeit von Informationen sowie die Anreize für Unternehmen, freiwillige oder verpflichtende Segmentdaten zu veröffentlichen.
Das Ziel ist es, zu bewerten, ob der Übergang zum Management Approach tatsächlich zu einer höheren Qualität und Entscheidungsnützlichkeit der Segmentinformationen für externe Investoren führt.
Die Arbeit kombiniert eine fundierte Literaturanalyse der Rechnungslegungsvorschriften mit einer kritischen ökonomischen Analyse sowie der Auswertung empirischer Studien zur Wirkung von Segmentberichterstattung.
Der Hauptteil umfasst den Vergleich des IFRS 8 mit früheren Standards, eine ökonomische Analyse der Segmentierungsansätze, die Anwendung in der Unternehmensanalyse sowie eine empirische Bestandsaufnahme.
Die zentralen Begriffe sind Segmentberichterstattung, IFRS 8, Management Approach, Entscheidungsnützlichkeit, Kapitalmarkt und operative Segmentanalyse.
Er fungiert als Dreh- und Angelpunkt für die Segmentidentifikation, da die Segmente nach dem internen Steuerungssystem des Unternehmens definiert werden, welches genau diese Entscheidungsträger nutzen.
Unternehmen stehen im Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit, Investoren ausreichend Informationen zu liefern, und der Gefahr, durch zu detaillierte Daten Wettbewerbsvorteile an Konkurrenten zu verlieren.
Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: Während die Relevanz der Informationen steigt, ermöglichen die Ermessensspielräume des Management Approach teilweise auch eine Verschleierung von sensiblen Informationen.
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