Wissenschaftliche Studie, 2007
149 Seiten
1. Was ist „Burnout“?
1.1 Zur Logik der Burnoutforschung – Entdeckung und Begründung
1.1.1 Trennung zwischen Entdeckungs- und Begründungszusammenhang
1.1.2 Kritik an der Auffassung von strikter Trennung zwischen Entdeckungs- und Begründungszusammenhang
1.1.3 Entdeckung und Begründung
1.1.4 Produktperspektive – Prozedurperspektive – Prozessperspektive
1.2 Probleme beim Definieren und Abgrenzen
1.2.1 Der Begriff „Burnout“ ist vieldeutig und vage
1.2.2 Zur alltagssprachlichen und bildhaften Bedeutung des Wortes „Burnout“
1.2.2.1 Burnout als „Durchbrennen“ und als „Ausbrennen“
1.2.2.2 „Ausbrennen“ meint kein völliges „Verbrennen“
1.2.3 „Feuer“ als „Energie“, aber im rechten Maß – nicht zu wenig und nicht zu viel
1.2.4 „Flammende“ Begeisterung als Voraussetzung für Burnout?
1.2.5 Produktdefinitionen – Prozessdefinitionen – Prozedurdefinitionen
1.2.5.1 Beispiele für Produkt- oder Zustandsdefinitionen
1.2.5.2 Beispiele für Prozessdefinitionen
1.2.5.3 Schwachpunkte der Produkt- oder Zustandsdefinitionen
1.2.5.4 Beispiele für Prozedur- oder Messverfahrensdefinitionen
1.2.6 Versuch einer umfassenden Arbeitsdefinition
1.3 Verbreitung und Erkennen (Symptomatologie, Zustands- und Verlaufsdiagnostik)
1.3.1 Bei welchen Personen wurde das Burnout-Syndrom bereits festgestellt?
1.3.2 Was ist es nun, was als „Burnout“ die Menschen in den diversen Lebensbereichen quält? (Zustandsdiagnostik)
1.3.2.1 Burnout-Symptomatik nach Burisch
1.3.2.2 Interpretation von Burnout-Symptomen
1.3.3 Wie verläuft die Abwärtsspirale des Burnouts? (Verlaufsdiagnostik)
1.3.3.1 Burnout-Verlauf nach Schröder
1.3.3.2 Burnout-Verlauf nach Goiser
1.4 Erklärungsmodelle (Ätiologie)
1.4.1 Persönlichkeitszentrierte Erklärungsansätze
1.4.1.1 Erklärungsansatz nach Edelwich & Brodsky
1.4.1.2 Erklärungsansatz nach Freudenberger
1.4.2 Sozial-, arbeits- und organisationspsychologische Erklärungsansätze
1.4.2.1 Erklärungsansatz nach Maslach & Jackson
1.4.2.2 Erklärungsansatz nach Pines, Aronson & Kafry
1.4.3 Integrative Erklärungsansätze
1.4.3.1 Erklärungsansatz nach Cherniss
1.4.3.2 Erklärungsansatz nach Burisch
1.5 Instrumente zum Erfassen von Burnout (Diagnostik)
1.5.1 Maslach Burnout Inventory (MBI)
1.5.2 Tedium Measure von Pines, Aronson & Kafry (TM)
1.5.3 Staff Burnout Scale for Health Professionals von Jones (SBS-HP)
1.5.4 Burnout-Indikator nach Schröder (BI)
1.5.5 Niederösterreichischer Selbsttest Burnout (Nö-SB)
1.5.6 Differentielles Burnout-Diagnoseinstrument (DBDI)
1.6 Krankheitsstatus
2. Was ist Qi Gong bzw. Shaolin-Qi Gong?
2.1 Was bedeutet „Qi Gong“?
2.1.1 Unübersetzbarkeit von „Qi“
2.1.2 Beschreibung und Einteilung von „Qi Gong“
2.2 Geschichte des Qi Gong
2.3 Die Stile des Qi Gong
2.4 Gründung und Geschichte des Shaolin-Klosters und des Chan-Buddhismus
2.5 Shaolin-Qi Gong im Überblick
2.5.1 Yi-jin-jing-Qi Gong – Transformation der Muskeln, Sehnen und Bänder
2.5.2 Xi-sui-jing-Qi Gong – Knochenmarkswäsche
2.5.3 Gong Fu / Kung Fu – Kampfkunst, praktizierter Chan-Buddhismus und Medizin
2.5.3.1 Gong Fu / Kung Fu als Kampfkunst
2.5.3.2 Gong Fu / Kung Fu als praktizierter Chan-Buddhismus
2.5.3.3 Gong Fu / Kung Fu als medizinische Form
2.6 Das Shaolin-Qi Gong-Programm
2.6.1 Das Öffnen der Energietore
2.6.2 Die Ba jins als spezifisch vorbereitende Bewegungen
2.6.3 Das Yi-jin-jing-Qi Gong als Herzstück des Shaolin-Qi Gong-Programms
2.6.4 Die Energiemassage als Energiepflegesystem
2.6.5 Shaolin-Nordic Walking als cardio-pulmonale Energiearbeit
2.6.6 Sitzende Meditation (Tso-ch’an/Zazen) zur mentalen und spirituellen Fundierung
2.6.6.1 Warum und wozu Tso-ch’an/Zazen/sitzende Meditation?
2.6.6.2 Wie können wir Tso-ch’an/Zazen/sitzende Meditation praktisch realisieren?
2.6.6.3 Was passiert nun während der sitzenden Meditation?
2.6.6.4 Wie lange, wie oft und wo soll Tso-ch’an/Zazen/sitzende Meditation praktiziert werden?
2.6.7 Richtige Haltung
2.6.7.1 Richtige innere Haltung
2.6.7.2 Richtige äußere Haltung
2.6.8 Natürliches Atmen
2.7 Zur medizinischen Wirkung von Shaolin-Qi Gong
2.7.1 Wirkung von Shaolin-Qi Gong aus westlicher Sicht
2.7.2 Wirkung von Shaolin-Qi Gong aus der Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin
2.7.2.1 Yin-Yang
2.7.2.2 Fünf Elemente/Wandlungsphasen (Wu xing)
2.7.2.3 Qi
3. Burnout-Prophylaxe und -Therapie durch Shaolin-Qi Gong
3.1 Burnout aus dem Blickwinkel Traditioneller Chinesischer Medizin
3.2 Wodurch kann Shaolin-Qi Gong gegen Burnout vorbeugen bzw. es therapieren?
3.3 Leitfaden zur Implementierung von Shaolin-Qi Gong in die Burnout-Therapie und -Prophylaxe
3.3.1 Implementierung von Shaolin-Qi Gong in Schröders Sechs-Phasen-Modell des persönlichen Turnarounds
3.3.2 Gestaltung einer Burnout-Firewall zur Prävention und Gesundheitsförderung mittels Shaolin-Qi Gong
Die vorliegende Diplomarbeit verfolgt das Ziel, das Krankheitsmodell „Burnout“ aus westlicher Sicht differenziert darzustellen und die Möglichkeiten der „Shaolin-Qi Gong“-Praxis als Energiegenerierungs- und Pflegesystem aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zur Burnout-Prävention und Therapie zu untersuchen. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, ob und wie Individuen mittels Shaolin-Qi Gong Kraft tanken können, um Burnout vorzubeugen, oder wie sich Betroffene aus einem bereits bestehenden Burnout-Prozess befreien können.
1.2.2.1 Burnout als „Durchbrennen“ und als „Ausbrennen“
Im technischen Erfahrungsbereich beschreiben Freudenberger & Richelson (1980b) folgende Bilder: „Wenn unser Rasenmäher im Garten plötzlich unter einem Funkenregen seinen Geist aufgibt, dann wissen wir, der Motor ist durchgebrannt. Das gleiche gilt für die Glühbirne, die aufzischt und uns dann im Dunkel zurücklässt“ (ebd. S. 27). Enzmann & Kleiber wiederum verstehen unter „burn out“, wenn eine Sicherung durchgebrannt oder wenn ein Motor infolge restlosen Brennstoffverbrauchs zum Stillstand gekommen oder wenn eine Raketenstufe völlig ausgebrannt ist oder wenn ein Fotofilm stark überbelichtet oder wenn die Fruchtbarkeit eines Bodens völlig erschöpft wurde (1989, S. 18). Burisch weist allerdings darauf hin, dass sich einige dieser mitschwingenden Bedeutungen als nicht sehr zutreffend für das erweisen, was nach seiner Auffassung mit „Burnout“ gemeint wird: „Durchbrennen können Sicherungen oder Stromleitungen, aber beides geschieht abrupt, und der Effekt ist sofortiger Stillstand, nicht die oft jahrelange Quälerei des Burnout“ (2006, S. 7).
Die bildhaften Übertragungen aus dem Erfahrungsbereich Umgang mit „Feuer“ muten noch dramatischer an. So meint z. B. Maslach: „Burnout. The word evokes images of a final flickering flame, of a charred and empty shell, of dying embers and cold, gray ashes“ (1982a, S. 3, zit. in Rook, 1998, S. 102). Nach Freudenberger „[können] auch Menschen […] ausbrennen wie Gebäude“. „Der Kraftaufwand, den das Leben in unserer komplexen Welt erfordert, verzehrt – dem Feuer gleich – die inneren Reserven eines Menschen. Zurück bleibt, selbst wenn die äußere Hülle noch mehr oder weniger unversehrt erscheinen mag, eine große Leere“ (Freudenberger & Richelson, 1983, S. 13).
1. Was ist „Burnout“?: Dieses Kapitel beleuchtet das vielschichtige Krankheitsmodell Burnout, inklusive Definitionsproblemen, Symptomen, Erklärungsmodellen und diverser diagnostischer Instrumente.
2. Was ist Qi Gong bzw. Shaolin-Qi Gong?: Hier werden die Grundlagen des Shaolin-Qi Gong, seine historische Einbettung in den Chan-Buddhismus und das spezifische Übungsprogramm sowie dessen medizinische Wirkungsweise detailliert erörtert.
3. Burnout-Prophylaxe und -Therapie durch Shaolin-Qi Gong: Das abschließende Kapitel überträgt die Erkenntnisse aus den ersten beiden Teilen auf die Praxis, indem es einen konkreten Leitfaden zur Implementierung von Shaolin-Qi Gong in die Burnout-Therapie und -Prävention vorstellt.
Burnout, Shaolin-Qi Gong, Traditionelle Chinesische Medizin, Stressbewältigung, Prävention, Energiearbeit, Lebensenergie, Chan-Buddhismus, psychische Gesundheit, Körperarbeit, Diagnoseinstrumente, Therapie, Achtsamkeit, ganzheitlicher Ansatz, Energiemanagement.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen Burnout und der Frage, wie die traditionelle chinesische Methode des Shaolin-Qi Gong präventiv oder therapeutisch eingesetzt werden kann, um verlorene Lebensenergie wieder aufzubauen.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Diagnose von Burnout, die Philosophie und Praxis des Shaolin-Qi Gong sowie die Integration östlicher Gesundheitsansätze in westliche Lebensstile und Therapiemodelle.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Shaolin-Qi Gong als Unterstützung genutzt werden kann, um Burnout-Symptome zu lindern oder bei gesunden Menschen die Widerstandsfähigkeit gegen chronischen Stress zu erhöhen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender psychologischer Theorien zu Burnout sowie auf der Auseinandersetzung mit den Grundkonzepten der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), um eine integrative Sichtweise zu entwickeln.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Klärung von Burnout (Symptome, Diagnostik), eine Einführung in die Geschichte und Praxis des Shaolin-Qi Gong (einschließlich Übungen und Meditation) und einen praktischen Leitfaden für deren Anwendung im Kontext von Burnout.
Zu den prägenden Begriffen zählen Burnout-Prophylaxe, Shaolin-Qi Gong, Lebensenergie, TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), Stressmanagement und ganzheitliche Therapie.
Shaolin-Qi Gong dient nicht primär der sportlichen Leistung oder Ästhetik, sondern der Harmonisierung von Körper, Geist und Seele sowie der gezielten Lenkung und Pflege der Lebensenergie (Qi).
Die sitzende Meditation wird als mentale und spirituelle Fundierung betrachtet, die dem Praktizierenden hilft, im Hier und Jetzt zu verankern und dadurch eine tiefere Gelassenheit gegenüber äußeren Belastungen zu entwickeln.
Die Arbeit implementiert Shaolin-Qi Gong als unterstützende Intervention in das „Sechs-Phasen-Modell des persönlichen Turnarounds“, um in jeder Phase der Burnout-Spirale gezielte energetische Ausgleichs- und Stärkungsübungen anzubieten.
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