Bachelorarbeit, 2021
46 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Schüler*innen mit Lernbeeinträchtigung
2.1 Definition Lernbeeinträchtigung
2.2 Grundlagen empirischer Forschung
2.3 Forschungsstand zur schulischen Inklusion im Förderschwerpunkt Lernen
3. Hattie-Studie
3.1 Die Studie: Visible Learning for Teachers
3.2 Relevante Aspekte für Unterrichts- und Raumgestaltung
4. Unterrichtskonzeptionen
4.1 Offener Unterricht
4.2 Handlungsorientierter Unterricht
4.3 Kooperatives Lernen
4.4 Projektunterricht
4.5 Entdeckendes Lernen
5. Das Klassenzimmer als Lernumgebung
5.1 Abhängigkeit von Unterrichtsgestaltung und Raumgestaltung
5.2 Der Klassenraum als Lernumgebung
5.2.1 Der pädagogische Hintergrund der Lernumgebung
5.2.2 Relevanz des Klassenraumes in Bezug auf Lernbereitschaft
5.2.3 Wichtige Faktoren der grundsätzlichen Ausstattung
5.3 Organisatorische Rahmenbedingungen für den Förderschwerpunkt Lernen
6. Schaffung einer geeigneten Lernumgebung
6.1 Ableitung einer Lernumgebung für Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt Lernen
6.2 Mögliche Hürden bei in der Umsetzung
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, auf Basis von Sekundärforschung ein ganzheitliches Konzept für Lernumgebungen zu entwickeln, das speziell auf die Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen zugeschnitten ist. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, wie Lernumgebungen konkret gestaltet werden können, um den individuellen Lernvoraussetzungen dieser Schülergruppe gerecht zu werden, und verknüpft dabei architektonische sowie methodische Aspekte.
5.2.3 Wichtige Faktoren der grundsätzlichen Ausstattung
Räume besitzen die Eigenschaft auf Menschen zu wirken, sie zu bilden und zu erziehen. Aus diesem Grund sollten Klassenräume nicht lediglich auf der Basis funktionaler Aspekte geplant und gestaltet werden, sondern auch eine positive Atmosphäre schaffen, die den Schüler*innen das Lernen und Entwickeln erleichtert und so angenehm wie möglich gestaltet. Wie bereits erwähnt, wirkt sich das Wohlbefinden der Kinder auf ihre Motivation und Lernbereitschaft aus.
Daher sollten bei der Gestaltung und Ausstattung des Klassenzimmers als Lernumgebung folgende Faktoren berücksichtigt werden (vgl. Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, 2012, 2018, S. 6f.):
• Größe und Nutzung des Raumes
• Licht und Beleuchtung
• Mobiliar
• Raumakustik
• Raumklima
• Raumgestaltung durch Farben, Pflanzen und andere Objekte
Fachräume stellen einen spezifischen Anspruch an Raumgestaltung und Ausstattung. Daher kann die folgende Ausführung nicht ohne weiteres auf diese übertragen werden; sie bezieht sich lediglich auf Klassenräume als Lernumgebung.
Verbindliche Kennzahlen bezüglich des Platz- und Luftbedarfs für Klassenräume sind in den landesspezifischen Schulgesetzen und Schulbauordnungen nur dürftig vertreten. Allgemein wird jedoch davon ausgegangen, dass jede*r Schüler*in 2 qm Platz und eine lichte Raumhöhe von 3 m zur Verfügung haben sollte (vgl. ebd. S. 8).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen der Heterogenität in der heutigen Schullandschaft und führt in die Zielsetzung ein, ein Konzept für Lernumgebungen zu entwerfen, das Schülerinnen und Schüler mit Förderschwerpunkt Lernen gezielt unterstützt.
2. Schüler*innen mit Lernbeeinträchtigung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, beleuchtet theoretische Ansätze der Lernbeeinträchtigung und analysiert den aktuellen Forschungsstand zur schulischen Inklusion.
3. Hattie-Studie: Hier werden die Ergebnisse der Hattie-Metastudie präsentiert und deren Bedeutung für die Unterrichts- und Raumgestaltung kritisch reflektiert.
4. Unterrichtskonzeptionen: Der Abschnitt diskutiert verschiedene offene Lernformen wie Projekt- oder kooperatives Lernen hinsichtlich ihrer Eignung für inklusive Settings.
5. Das Klassenzimmer als Lernumgebung: Dieses Kapitel untersucht die Wechselwirkung zwischen physischem Raum, atmosphärischen Faktoren und dem Lernverhalten sowie organisatorische Rahmenbedingungen.
6. Schaffung einer geeigneten Lernumgebung: Die Autorin leitet basierend auf den vorangegangenen Theorien einen konkreten Entwurf für eine ideale, förderliche Lernumgebung ab und diskutiert dabei auftretende praktische Hürden.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die stetige Dynamik von Unterrichts- und Raumkonzepten in einem inklusiven Bildungssystem.
Lernumgebung, Inklusion, Förderschwerpunkt Lernen, Raumgestaltung, Klassenraum, Hattie-Studie, offener Unterricht, Lernbeeinträchtigung, Schüler*innen, Lernbereitschaft, Unterrichtsentwicklung, Lernklima, Sonderpädagogik, Raumakustik, Differenzierung
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung von Lernumgebungen für Grundschüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen, wobei der Fokus auf dem Zusammenspiel von räumlichen Bedingungen und Unterrichtskonzeptionen liegt.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Begriffs der Lernbeeinträchtigung, die Wirksamkeit von Unterrichtsmethoden (unter Rückgriff auf die Hattie-Studie) sowie die psychologische und bauliche Gestaltung von Klassenräumen.
Das Hauptziel ist die Ableitung eines konkreten, idealen Konzepts für Lernumgebungen, das Schülerinnen und Schüler mit Lernbeeinträchtigungen optimal in ihrem Lernprozess unterstützt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Sekundärforschung, bei der Fachliteratur, Studien und Empfehlungen zur Unterrichts- und Raumgestaltung systematisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Auseinandersetzung mit dem Förderschwerpunkt, die Analyse von Unterrichtsformen wie offenem und handlungsorientiertem Lernen sowie eine detaillierte Betrachtung der Raumgestaltung, inklusive Faktoren wie Licht, Akustik und Mobiliar.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Inklusion, Lernumgebung, sonderpädagogische Förderung und lernfördernde Raumgestaltung charakterisiert.
Da Schüler mit Lernschwierigkeiten oft schneller von Reizen abgelenkt werden und ein erhöhtes Bedürfnis nach Struktur und Ruhe haben, kann eine gezielte Raumgestaltung maßgeblich dazu beitragen, das Wohlbefinden zu steigern und die Lernfähigkeit zu verbessern.
Die Studie dient der Autorin dazu, verschiedene Einflussfaktoren auf den Lernerfolg wissenschaftlich einzuordnen, wobei sie jedoch kritisch hinterfragt, inwieweit diese auf die spezifische Gruppe von Kindern mit Lernbeeinträchtigung übertragbar sind.
Das entwickelte Konzept integriert flexible Möbel, spezifische Rückzugsbereiche, gezielte Farbgestaltung und schallabsorbierende Maßnahmen, um eine Umgebung zu schaffen, die sowohl lehrerzentriertes als auch selbstgesteuertes Arbeiten in kleinen Klassenverbänden optimal zulässt.
Die Autorin diskutiert in ihrem Fazit kritisch, dass die Umsetzung oft an finanziellen und personalen Ressourcen scheitern kann, und betrachtet das Modell daher als ein anzustrebendes Ideal, das je nach Schulsituation angepasst werden muss.
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