Magisterarbeit, 2008
185 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1. Ausgangslage
1.2. Problemstellung
1.3. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.4. Forschungsleitende Frage
1.5. Hypothesen
2. Begriffsbestimmungen und Abgrenzungen
2.1. Marketing
2.1.1. Kommunikationspolitik
2.1.2. Sponsoring
2.2. Guerilla – Marketing
2.2.1. Ambient – Medien
2.2.2. Viral – Marketing / Buzz – Marketing
2.2.3. Sensation – Marketing / Ambient – Stunts
2.3. Ambush – Marketing
2.3.1. Definition
2.3.2. Historie und Entwicklungen
2.3.3. Ambush – Marketing im Detail
2.3.4. Ziele von Ambush – Marketing
2.3.5. Auswirkungen von Ambush – Marketing
3. Vom (Sport)-Sponsoring zum Ambush – Marketing
4. Möglichkeiten gegen Ambush – Marketing
4.1. Hausrecht
4.2. Wettbewerbsrecht (UWG)
4.3. Markenrecht
4.4. Verträge und Bestimmungen des Veranstalters
4.5. Konsequenzen aus illegalem Ambush – Marketing
5. Ambush – Marketing bei bisherigen Veranstaltungen
5.1. Olympische Spiele 1996
5.2. FIFA WM 2002
5.3. UEFA EURO 04
5.4. FIFA WM 2006
6. Fußball – Europameisterschaft 2008
6.1. Allgemeines
6.2. Wirtschaftliches
6.3. Sponsoren EM 08
6.4. UEFA Rechteprogramm
6.5. Schutz gegen Ambusher
6.5.1. Geschützte Begriffe und Marken
7. Legale Möglichkeiten bei der EURO 08
7.1. Ambush – Marketing – by – Intrusion
7.2. Ambush – Marketing – by – Association
8. Fußball – Europameisterschaft in Tirol
9. Die Tirol Werbung GmbH
9.1. Tourismusland Nr. 1
9.2. Die Marke Tirol
9.3. Tirol:08 als Aktionsmarke der Tirol Werbung
9.3.1. Zielsetzung
9.3.2. Zielgruppen
9.3.3. Kernmärkte
9.3.4. Kommunikationsstrategien
9.3.5. Sondermaßnahmen
9.3.6. Merchandising
9.4. Bewertung der Maßnahmen
10. Schlussbetrachtung
11. Checkliste
Das Hauptziel der Arbeit ist es, den Begriff Ambush-Marketing präzise zu definieren und von verwandten Konzepten wie Guerilla- und Viral-Marketing abzugrenzen. Dabei wird untersucht, inwieweit Ambush-Marketing bei Sportgroßveranstaltungen als legale Wettbewerbsstrategie eingesetzt werden kann, wobei die UEFA EURO 2008 und die Aktivitäten der Tirol Werbung als Praxisbeispiele dienen.
2.3.1. Definition
Der Begriff „Ambush“ stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt soviel wie Hinterhalt bzw. Überfall aus dem Hinterhalt.34 Hier wird auch der Bezug zum Guerilla – Marketing deutlich.
Nach Kolah (zit. nach Gratton & Taylor) ist Ambush – Marketing:
„[…] a phrase that describe the actions of companies who seek to associate themselves with a sponsored event without paying the requisite fee. The ambush consists of giving the impression (sometime false, sometimes not) to consumers that the ambush company or brand is actually a sponsor or is somehow affiliated with the event.”35
Laut Shank, der eine ähnliche Begriffsbestimmung gibt, ist Ambush – Marketing:
“[…] the planned effort (campaign by an organization) to associate themselves indirectly with an event to gain at least some of the recognition and benefits that are associated with being an official sponsor."36
In einer „neutraler“ wirkenden und übersetzten Definition von Farelly et al. lässt sich Ambush – Marketing folgendermaßen erklären:
„Es handelt sich um Marketing-Aktionen, die Bezug auf das Sportereignis nehmen oder dieses als Plattform benutzen, um hieraus einen ökonomischen Nutzen zu ziehen, ohne dass das Unternehmen (Ambusher) einen eigenen – die Sportveranstaltung unterstützenden Beitrag – als Sponsor oder Lizenznehmer geleistet hat. Zumeist ist hierbei der Tatbestand erfüllt, dass die Ambush – Aktion ohne eine explizite Einwilligung des Veranstalters stattfindet, weil sie Rechte bzw. Interessen des Veranstalters und ihm „nahe stehender“ Akteure (Sponsoren, Lizenznehmer) verletzt. Solche Ambush – Aktionen finden im Vorfeld, während und auch teilweise nach dem Sportevent statt. Typische Anlässe für Ambushing sind Sportgroßveranstaltungen wie Welt- und Europameisterschaften in beliebten Sportarten oder Olympische Spiele, die ein Millionen- bzw. sogar Milliardenpublikum am Veranstaltungsort und vor allem bei den Fernsehübertragungen anziehen.37
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Interesse des Autors am Thema Ambush-Marketing im Kontext der bevorstehenden UEFA EURO 2008.
2. Begriffsbestimmungen und Abgrenzungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Marketingbegriffe definiert und von Ambush-Marketing abgegrenzt, wobei der Fokus auf Guerilla- und Ambient-Marketing liegt.
3. Vom (Sport)-Sponsoring zum Ambush – Marketing: Das Kapitel analysiert den Wandel im Sponsoring, bedingt durch steigende Kosten und den Druck zur Effizienzsteigerung in der Werbung.
4. Möglichkeiten gegen Ambush – Marketing: Hier werden die rechtlichen und organisatorischen Instrumente dargestellt, die Veranstaltern zur Verfügung stehen, um sich vor unautorisiertem Marketing zu schützen.
5. Ambush – Marketing bei bisherigen Veranstaltungen: Ein Überblick über historische Fälle bei Großevents, bei denen Ambush-Marketing zur Anwendung kam.
6. Fußball – Europameisterschaft 2008: Das Kapitel behandelt die spezifische Situation rund um die EURO 2008, inklusive der Sponsorenlandschaft und der Schutzmaßnahmen.
7. Legale Möglichkeiten bei der EURO 08: Der Autor erläutert hier, welche Marketing-Aktivitäten als indirektes, zulässiges Ambush-Marketing innerhalb der Gesetze in Österreich möglich sind.
8. Fußball – Europameisterschaft in Tirol: Eine Einführung in die Rolle von Innsbruck und Tirol als Austragungsort der Vorrundengruppe D.
9. Die Tirol Werbung GmbH: Das Kapitel detailliert die Kampagne "Tirol:08", deren Ziele, Zielgruppen und die konkreten Umsetzungsmaßnahmen.
10. Schlussbetrachtung: Ein zusammenfassendes Resümee über die Entwicklung von Ambush-Marketing und die Effektivität der eingesetzten Schutzmaßnahmen.
11. Checkliste: Eine praktische Zusammenfassung der wichtigsten Punkte für Werbetreibende, um legal im Umfeld von Sportevents agieren zu können.
Ambush-Marketing, Sport-Sponsoring, Guerilla-Marketing, UEFA EURO 2008, Tirol Werbung, Marketing-Mix, Event-Marketing, Markenrecht, Wettbewerbsrecht, Rechtliche Abgrenzung, Sponsorenrechte, Kommunikationsstrategie, Standortmarketing, Trittbrettfahrer, Indirektes Ambush-Marketing.
Die Arbeit befasst sich mit der Thematik des Ambush-Marketings im Kontext von Sportgroßveranstaltungen, am Beispiel der UEFA EURO 2008 in Österreich.
Die zentralen Felder umfassen Marketing-Grundlagen, die Definition von Ambush-Marketing, die Abgrenzung zu anderen Guerilla-Taktiken sowie die rechtliche Absicherung durch Veranstalter.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Inwieweit kann Ambush-Marketing bei einer Sportgroßveranstaltung wie der UEFA EURO 2008 als legale Wettbewerbsstrategie verwendet werden?
Der Autor verwendet ein exploratives Design basierend auf Literaturrecherche in Verbindung mit einer deduktiven Herangehensweise und einer Analyse von Praxisbeispielen.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Konzepte (Marketing-Mix, Guerilla-Methoden) als auch praktische Schutzmöglichkeiten (Recht, Verträge) diskutiert und durch die Kampagne "Tirol:08" illustriert.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Ambush-Marketing, Sport-Sponsoring, Guerilla-Marketing, Rechtliche Rahmenbedingungen und Standortmarketing.
Während beim direkten Ambush-Marketing geschützte Marken und Symbole unbefugt genutzt werden, bewegt sich das indirekte Ambush-Marketing im legalen Graubereich durch assoziative Werbung und geschickte Nutzung der medialen Präsenz eines Events.
Der Autor argumentiert, dass die Tirol Werbung das indirekte Ambush-Marketing nutzt, um Aufmerksamkeit zu generieren, ohne dabei gegen geltendes Recht zu verstoßen oder offizielle Markenrechte der UEFA zu verletzen.
Bei nachgewiesener Illegalität drohen Unterlassungsklagen, Schadenersatzforderungen sowie die Erstattung von Gerichtskosten, wenngleich in Österreich bisher kaum Präzedenzfälle existieren.
Bannmeilen dienen als Schutzmaßnahme durch das Hausrecht, um das Stadionumfeld werbefrei zu halten; ihre Wirksamkeit hängt jedoch stark von den örtlichen Gegebenheiten und der konsequenten behördlichen Umsetzung ab.
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