Bachelorarbeit, 2018
55 Seiten, Note: 1,0
I. Einleitung
II. Entwicklung und Bedeutung des Nachhaltigkeitsbegriffes
1. Ursprung des Nachhaltigkeitsbegriffes
2. Vom Club of Rome bis zur Brundtland Kommission
3. Der Umweltgipfel von Rio und die Kyoto-Konferenz
4. Das Verständnis des Nachhaltigkeitsbegriffes
III. Die ethische Dimension des Nachhaltigkeitsbegriffes
1. Der Begriff der Ethik
2. Die Elemente des Nachhaltigkeitsbegriffes
a.) Natur und Umwelt als Umgebung des Menschen
b.) Verantwortung als Maxime nachhaltigen Handelns
c.) Generationengerechtigkeit als Grundlage der Zukunft
d.) Entwicklung als Prozess von Erhalt und Erneuerung
3. Eine „ethische Definition“ der Nachhaltigkeit
IV. Aktuelle Entwicklungen im Nachhaltigkeitsbereich
1. Politik und Gesetzgebung in Deutschland
a.) Politische Bestrebungen im Nachhaltigkeitsbereich
b.) Die Staatszielbestimmung des Art. 20a GG
c.) Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG)
d.) Bundesimmissionenschutzgesetz (BImSchG)
e.) Bewertung der deutschen Nachhaltigkeitsentwicklung
2. Ökologischer Fußabdruck und planetare Belastungsgrenzen
3. Internationale Entwicklungen seit der Kyoto-Konferenz
4. Kritik am Nachhaltigkeitsbegriff
V. Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung, das ethische Verständnis sowie die aktuelle politische und gesellschaftliche Bedeutung des Nachhaltigkeitsbegriffs. Ziel ist es, die Vielschichtigkeit des Begriffs zu analysieren, seine ethische Dimension – insbesondere im Kontext von Verantwortung und Generationengerechtigkeit – herauszuarbeiten und zu prüfen, inwieweit das Prinzip der Nachhaltigkeit in der Praxis, etwa durch Umweltgesetzgebung oder den ökologischen Fußabdruck, Anwendung findet.
3. Eine „ethische Definition“ der Nachhaltigkeit
Nachdem nunmehr die grundlegendsten ethischen Aspekte der Nachhaltigkeit angesprochen wurden, soll hier nun der Versuch unternommen werden, den Nachhaltigkeitsbegriff ethisch zu definieren.
Wie im vorangegangenen Abschnitt zu erkennen ist, ist eine Entwicklung ohne den Eingriff in die Natur unmöglich. Beides muss in einem Zusammenspiel miteinander harmonieren.
Die Autorin Iris Pufé formuliert die Nachhaltigkeit in einer kurzen Formel so:
„Nachhaltigkeit = Umwelt + Entwicklung“.94
Diese Formel bringt auf den Punkt, was die Lösung zwischen Umwelt und Entwicklung sein sollte: ein Zusammenspiel zwischen den beiden Grundelementen, um die es bei der Nachhaltigkeit und nachhaltiger Entwicklung geht. Das eine bedingt das andere. Reine Stagnation zugunsten der Umwelt würde die Entwicklung ausschalten, zu rasante Entwicklung hingegen würde die Umwelt zu sehr schädigen.
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die ökologische Problematik anhand des Welterschöpfungstages und führt den Begriff der Nachhaltigkeit als zentralen Gegenstand der Arbeit ein.
II. Entwicklung und Bedeutung des Nachhaltigkeitsbegriffes: Dieses Kapitel zeichnet die historische Evolution des Nachhaltigkeitsbegriffs von seinen forstwirtschaftlichen Wurzeln im 18. Jahrhundert bis zur internationalen Etablierung durch den Club of Rome und die Brundtland-Kommission nach.
III. Die ethische Dimension des Nachhaltigkeitsbegriffes: Hier werden die philosophischen Grundlagen (Ethik, Verantwortung, Gerechtigkeit) beleuchtet, die dem Konzept der Nachhaltigkeit zugrunde liegen und eine „ethische Definition“ hergeleitet.
IV. Aktuelle Entwicklungen im Nachhaltigkeitsbereich: Das Kapitel analysiert die praktische Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens in der deutschen Gesetzgebung, thematisiert den ökologischen Fußabdruck sowie planetare Belastungsgrenzen und übt Kritik an den bestehenden Begriffen.
V. Resümee und Ausblick: Diese Zusammenfassung resümiert die ethische Relevanz der Arbeit und betont die Notwendigkeit, dass Nachhaltigkeit über Absichtserklärungen hinaus aktiv von jedem Einzelnen gelebt werden muss.
Nachhaltigkeit, Nachhaltige Entwicklung, Verantwortung, Ethik, Generationengerechtigkeit, Umweltrecht, Ökologischer Fußabdruck, Planetare Belastungsgrenzen, Brundtland-Kommission, Umweltschutz, Klimawandel, Handlungsfreiheit, Ressourcenmanagement, Anthropozentrik, Ökozentrik.
Die Arbeit analysiert den Nachhaltigkeitsbegriff hinsichtlich seiner historischen Entwicklung, seiner ethischen Fundierung und seiner aktuellen Anwendung in Politik und Gesellschaft.
Zentral sind die theoretische Herleitung des Begriffs, die philosophische Einordnung in Ethik-Konzepte sowie die Untersuchung aktueller Messgrößen wie den ökologischen Fußabdruck und die deutsche Umweltgesetzgebung.
Das Ziel ist es, den Begriff der Nachhaltigkeit jenseits seiner rein forstwirtschaftlichen Wurzeln ethisch zu definieren und aufzuzeigen, wie er als globales Leitprinzip für zukunftsfähiges Handeln fungieren kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Fachbegriffen und internationalen Diskursen, um eine theoretische und ethische Einordnung des Nachhaltigkeitsbegriffs vorzunehmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung, die ethische Dimension (Verantwortung, Gerechtigkeit) und die kritische Analyse der praktischen Anwendbarkeit in Politik und Wissenschaft.
Wesentliche Begriffe sind Nachhaltigkeit, Generationengerechtigkeit, Verantwortung, ethische Definition und Umweltpolitik.
Weil nachhaltiges Handeln laut Autor nur dann gerechtfertigt ist, wenn es auch zukünftigen Generationen ermöglicht, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, was eine Verantwortung über die aktuelle Lebenszeit hinaus impliziert.
Kritisiert wird insbesondere die Offenheit und Unschärfe des Begriffs, die eine "Einfallstor für Interpretationen in die falsche Richtung" bietet und teilweise als bloßes Schlagwort ohne konkrete Umsetzung genutzt wird.
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