Diplomarbeit, 2008
122 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Informationssysteme
2.1.1 Grundlagen zu Informationssystemen
2.1.2 Systemtheorie
2.2 Informationssystem-Entwicklungsprojekte
2.2.1 Informationssystem-Entwicklungsprojekte – Ablauf und Management
2.2.2 Vorgehensmodelle
2.2.3 Anschaffungsprozess von Standardsoftware
2.3 Komplexität
2.3.1 Allgemeine Definitionen und Konzepte von Komplexität
2.3.2 Komplexitätstheorie und Komplexitätsforschung
2.3.3 Komplexität im Rahmen eines ISDP
2.3.4 Rahmenwerk von XIA&LEE
2.4 Gang der Untersuchung
3 Ursachen und Wirkungen von Komplexität in ISDP
3.1 Strukturelle organisatorische Komplexität
3.1.1 Einsatz von bereichsübergreifenden Projektteams
3.1.2 Einbindung verschiedenen Hersteller und Anbieter
3.1.3 Koordination mehrerer Abteilungen
3.2 Strukturelle technische Komplexität
3.2.1 Echtzeitdatenverarbeitung
3.2.2 Mehrere Softwareumgebungen
3.2.3 Mehrere Technologieplattformen
3.2.4 Integration mit anderen Systemen
3.3 Dynamische organisatorische Komplexität
3.3.1 Rapider Wandel der Organisationsstruktur
3.3.2 Rapider Wandel der Geschäftsprozesse und Betriebsabläufe
3.3.3 IS-bedingter Wandel der Geschäftsprozesse
3.3.4 IS-bedingter Wandel der Organisationsstruktur
3.3.5 Rapider Wandel des Informationsbedarfes
3.4 Dynamische technische Komplexität
3.4.1 Rapider Wandel der IT-Architektur
3.4.2 Rapider Wandel der IT-Infrastruktur
3.4.3 Rapider Wandel der Entwicklungssoftware
4 Messbarkeit und Beherrschungsmöglichkeiten von Komplexität
4.1 Messbarkeit von Komplexität
4.2 Strategien, Maßnahmen und Konzepte zur Beherrschung von Komplexität
4.2.1 Individuelle Beherrschungsmaßnahmen
4.2.2 Strategien und Maßnahmen zur Komplexitätsbeherrschung
5 ISDP und komplexe (adaptive) Systeme
5.1 Komplexe Systeme
5.2 Komplexitätsprinzipien der Informationssystem-Entwicklung
5.3 Reaktion von Organisationen auf Komplexität
6 Zusammenfassung und kritische Würdigung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Ursachen, Wirkungsweisen, Messmethoden und Reduktionsmöglichkeiten der Komplexität von Informationssystem-Entwicklungsprojekten (ISDP) zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie ein effektives Management dieser komplexen Vorhaben gestaltet werden kann, um Fehlschläge zu minimieren.
1 Einleitung
Als im Juli 1997 die Firma W. L. Gore & Associates, Hersteller des Stoffes Gore-Tex, feststellte, dass ihr Abrechnungssystem der Firma PeopleSoft Inc. Gehaltsschecks für Donald Duck, Mickey Mouse und deren Zeichentrickkameraden ausstellte, sorgte dies nicht für Erheiterung, sondern für ernsthafte Verwirrung in der Personalabteilung. Die zu Testzwecken angelegten fiktiven Angestellten konnten nach der Testphase nicht mehr aus dem System entfernt werden. Der Vorfall zog einen Rechtsstreit mit der Beratungsfirma Deloitte & Touche nach sich, in der Gore & Associates $ 2,8 Millionen zugesprochen wurden. Deutlich härter traf es die Firma FoxMeyer Corp., die eine Drogeriemarkt-Kette in Nordamerika betrieb und durch die fehlerhafte Einführung eines neuen SAP R/3 Systems in die Insolvenz getrieben wurde. Die Kosten für das System beliefen sich auf mehr als $65 Millionen und die Entwicklung dauerte mehr als drei Jahre (1993-1996). Auch diese fehlgeschlagene Einführung zog einen Rechtsstreit nach sich, in welchem FoxMeyer $500 Millionen jeweils von SAP, Andersen Consulting und Deloitte & Touche für die fehlgeschlagenen Implementierung forderte. Mit diesen Problemen sind die beiden Firmen nicht allein. In der Europäischen Union wurden im Jahre 2004 €142 Milliarden für fehlgeschlagenen Informationssystemprojekte abgeschrieben. Die Konsequenzen fehlerhafter Informationssystem-Entwicklung beschränken sich jedoch nicht nur auf wirtschaftliche Schäden, sondern haben in der Vergangenheit auch Menschenleben gefordert, wie das Beispiel des London Ambulance Service zeigt. Dort fiel am 27. Oktober 1992 das computergestützte Befehls- und Kontrollsystem der Einsatzleitstelle aus, so dass viele Rettungswagen entweder verspätet oder gar nicht an den Unfallstellen eintrafen. Die Zahl der dadurch verursachten Todesfälle kann nur geschätzt werden.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gravierenden wirtschaftlichen und praktischen Folgen gescheiterter IT-Projekte anhand prominenter Beispiele und motiviert die Notwendigkeit zur Erforschung der Komplexität in der Informationssystem-Entwicklung.
2 Grundlagen: In diesem Kapitel werden grundlegende Theorien zu Informationssystemen, Projektmanagement-Methoden und Konzepte der Komplexitätsforschung vorgestellt, um ein einheitliches Verständnis für die weitere Untersuchung zu schaffen.
3 Ursachen und Wirkungen von Komplexität in ISDP: Das Kapitel analysiert die verschiedenen Dimensionen der Komplexität, unterteilt in strukturelle und dynamische sowie organisatorische und technische Aspekte, um ihre Auswirkungen auf Entwicklungsprojekte darzulegen.
4 Messbarkeit und Beherrschungsmöglichkeiten von Komplexität: Hier werden Methoden zur Messung sowie konkrete Strategien und Maßnahmen zur Beherrschung und Reduktion von Überkomplexität in IT-Projekten diskutiert.
5 ISDP und komplexe (adaptive) Systeme: Es wird die Theorie der komplexen adaptiven Systeme (CAS) eingeführt, um ein tieferes Verständnis für die Dynamik und Anpassungsfähigkeit moderner Informationssysteme zu entwickeln.
6 Zusammenfassung und kritische Würdigung: Das Abschlusskapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die vorgestellten Ansätze kritisch unter Einbeziehung der Forschungsergebnisse.
Informationssystem-Entwicklung, Komplexitätsforschung, Projektmanagement, Systemtheorie, komplexe adaptive Systeme, Risikomanagement, Softwareentwicklung, Prozessänderung, IT-Infrastruktur, IT-Architektur, Organisationsstruktur, Systemintegration.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Komplexität von Informationssystem-Entwicklungsprojekten (ISDP) und untersucht, warum solche Projekte häufig scheitern oder ihre Ziele nur unter Schwierigkeiten erreichen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Identifikation von Ursachen für Komplexität, deren Messbarkeit sowie Strategien zur Beherrschung und Reduktion innerhalb von IT-Projekten.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Phänomen Komplexität im Rahmen von ISDP zu entwickeln, um durch geeignete Managementansätze die Erfolgschancen solcher Projekte zu erhöhen.
Die Arbeit stützt sich auf eine intensive Literaturrecherche sowie auf qualitative Experteninterviews mit fünf Fachleuten aus der Praxis, um ein fundiertes Untersuchungsschema zu erstellen.
Der Hauptteil analysiert strukturelle und dynamische Aspekte der Komplexität in technischer sowie organisatorischer Hinsicht und leitet daraus konkrete Messgrößen und Maßnahmen für das Projektmanagement ab.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Komplexität, ISDP, Systemtheorie, Change Management, IT-Flexibilität und komplexe adaptive Systeme (CAS).
Strukturelle Komplexität bezieht sich auf den Aufbau und die Anzahl der Elemente und deren Interaktionen, während dynamische Komplexität die Frequenz und Art von Veränderungen im Projektumfeld beschreibt.
Es besagt, dass ein System, um überlebensfähig zu sein, einen Grad an Komplexität aufweisen muss, der dem Grad der Komplexität seiner Umwelt entspricht.
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