Masterarbeit, 2021
113 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1. Andere Quellen der augusteischen und postaugusteischen Zeit
1.1.1. Quellen der augusteischen Zeit
1.1.1.1. Augustus
1.1.1.2. Cicero
1.1.1.3. Nikolaos
1.1.2. Quellen der postaugusteischen Zeit
1.1.2.1. Velleius
1.1.2.2. Plutarch
1.1.2.3. Tacitus
1.1.2.4. Sueton
1.1.2.5. Appian
1.1.2.6. Cassius Dio
2. „Krise ohne Ausweg“ (133-44 v. Chr.)
3. Octavians Aufstieg im Spiegel der RGDA
3.1. Prolog: Octavians Herkunft und Jugend (63-44 v. Chr.)
3.2. Beitritt zur politischen Bühne (44/43 v. Chr.)
3.2.1. Eilmeldung aus Rom: Der Diktator ist tot!
3.2.2. Ankunft in Rom – beginnende Auseinandersetzung mit Antonius
3.2.3. Bündnis mit Cicero und dem Senat
3.2.4. Darstellungen in den RGDA
3.3. Das Zweite Triumvirat (43-36 v. Chr.)
3.3.1. Proskriptionen
3.3.2. Philippinischer Krieg gegen die Caesarmörder
3.3.3. Darstellungen in den RGDA
3.3.4. Konflikt mit Sextus Pompeius
3.3.5. Darstellungen in den RGDA
3.4. Kampf gegen Antonius um die Alleinherrschaft (36-30 v. Chr.)
3.4.1. Der Propagandakrieg
3.4.2. Der Ptolemäische Krieg
3.4.3. Darstellungen in den RGDA
4. Fazit
Die Arbeit untersucht den politischen Aufstieg Octavians zum Augustus (44 v. Chr. bis 31/30 v. Chr.) durch einen Vergleich der Darstellung in den Res gestae divi Augusti (RGDA) mit den zeitgenössischen und postaugusteischen historiographischen Überlieferungen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit die Tatenberichte des Augustus als propagandistische Selbstdarstellung zu werten sind, die zur Verschleierung einer gewaltsamen Machtergreifung diente.
1. Einleitung
Der 19. August des Jahres 14 n. Chr.: Nach 57 Jahren auf der politischen Bühne und 35 Tage vor seinem 76. Geburtstag starb Augustus im Beisein seiner Frau Livia in demselben Haus und in demselben Zimmer, in dem 72 Jahre zuvor auch sein Vater verschied. Im Ort Nola, wo er über 50 Jahre zuvor sein erstes Konsulat angetreten hatte, soll sich Augustus mit einer Formel verabschiedet haben, die damalige Komödianten und Schauspieler am Ende eines Bühnenstückes sprachen:
„Wenn euch das Ganze wohl gefallen hat, so klatscht Beifall, und gebt mir alle als Freude das Geleit.“
Ob diese Formel tatsächlich Teil seiner letzten Worte war – zumal Sueton der einzige Historiograph ist, der derartiges überliefert – ist unter Maßgabe der sich bietenden Überlieferungen nicht feststellbar. Gleichwohl verdeutlicht es auf humoristische Weise, welches Bild der Kaiser hinterließ.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Bedeutung der Res gestae divi Augusti und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die relevanten Quellen für die Untersuchung von Octavians Aufstieg.
2. „Krise ohne Ausweg“ (133-44 v. Chr.): Dieses Kapitel beleuchtet die lang anhaltende Krise der Römischen Republik, die den fundamentalen Ausgangspunkt und die Voraussetzung für Octavians Emporstieg bildete.
3. Octavians Aufstieg im Spiegel der RGDA: Das Kernkapitel analysiert chronologisch die verschiedenen Phasen von Octavians Aufstieg (Beitritt zur Bühne, Triumvirat, Kampf gegen Antonius) und kontrastiert diese mit den Aussagen in den Tatenberichten.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und beantwortet die Leitfrage zur propagandistischen Natur der Res gestae divi Augusti.
Augustus, Octavian, Res gestae divi Augusti, Römische Republik, Prinzipat, Propagandakrieg, Machtaufstieg, Triumvirat, Historiographie, Quellenkritik, Legitimation, Bürgerkrieg, Antike, Politische Selbstdarstellung, Res publica.
Die Arbeit analysiert den politischen Werdegang Octavians von 44 v. Chr. bis zur Erlangung der Alleinherrschaft (30 v. Chr.) und untersucht, wie Augustus diesen Prozess in seinen Tatenberichten (RGDA) darstellte.
Die zentralen Themen sind Machtpolitik, Propaganda, der Zerfall der Römischen Republik, die Rolle der antiken Geschichtsschreibung und die propagandistische Instrumentalisierung von Geschichte.
Die Arbeit möchte klären, ob und inwieweit die Tatenberichte des Augustus eine geschönte und propagandistische Sicht auf seinen gewaltsamen Aufstieg zur Macht vermitteln.
Es wird eine quellenkritische Methode angewandt, bei der die Texte des Augustus den Schriften zeitgenössischer und späterer antiker Autoren gegenübergestellt werden, um propagandistische Verzerrungen aufzudecken.
Der Hauptteil ist chronologisch gegliedert: vom Beitritt Octavians zur politischen Bühne, über die Zeit des Zweiten Triumvirats bis hin zum entscheidenden Kampf gegen Marcus Antonius um die Alleinherrschaft.
Zentrale Begriffe sind Augustus, Res gestae divi Augusti, Propaganda, Römische Republik, Prinzipat, Legitimation und politische Selbstdarstellung.
Das Testament spielte eine Schlüsselrolle, da es Octavian als Haupterben einsetzte und ihm den Namen „C. Iulius Caesar“ gab, was ihm eine enorme politische Startkapital-Basis lieferte.
Obwohl es ein Zweckbündnis war, verschaffte die Unterstützung durch Cicero und den Senat dem politisch unerfahrenen Octavian die nötige Würde und rechtliche Legitimität, um als militärischer Arm gegen Antonius vorzugehen.
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